Musik

Dutch Elm: Britische Post-Rock-Band kündigt selbstbetiteltes Debüt an

Das Quartett aus Newcastle verbindet Math-Rock mit politischen Themen.



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Wenn Du eine Schwäche für vielschichtige Instrumentalmusik zwischen Post-Rock und Math-Rock hast, solltest Du Dir das kommende Debütalbum von Dutch Elm vormerken. Das Vierergespann aus Newcastle upon Tyne hat sein selbstbetiteltes Erstlingswerk angekündigt, das über das Label Ripcord Records erscheint. Die Band hat sich in den vergangenen Jahren in der britischen Szene einen Namen gemacht und präsentiert auf ihrem Debüt einen komplexen, gitarrengetriebenen Sound, der von emotionaler Tiefe und dynamischen Wechselspielen geprägt ist.

Aus der Asche zu komplexen Klanglandschaften

Die Geschichte von Dutch Elm begann im Jahr 2016 unter ungewöhnlichen Umständen: Die Gründung der Band folgte auf einen Brand, der ihren damaligen Proberaum vollständig zerstörte. Aus diesem einschneidenden Erlebnis heraus entwickelte das Quartett über die Jahre hinweg eine eigenständige musikalische Identität. Ihr Sound bewegt sich an der Schnittstelle zweier oft gegensätzlicher Genres. Auf der einen Seite steht die epische, atmosphärische Ausdehnung des Post-Rock, auf der anderen die präzise, fast mathematische Komplexität des Math-Rock. Durch verzerrte Gitarrenschichten, unerwartete Taktwechsel und ein ausdrucksstarkes Schlagzeugspiel wechseln ihre Stücke mühelos zwischen leiser Zurückhaltung und energetischen Eruptionen.

Ein besonderes Merkmal der Band ist der gezielte Einsatz von Sprach-Samples. Obwohl die Instrumentierung im Vordergrund steht, verweben Dutch Elm Aufnahmen mit gesellschaftspolitischen und ökologischen Inhalten in ihre Kompositionen. Themen wie der Klimawandel und politische Spannungen ziehen sich unaufdringlich, aber bestimmt durch das musikalische Schaffen der Gruppe. Das gibt den oft melancholischen oder mitreißenden Passagen eine zusätzliche inhaltliche Schärfe, ohne dass die Musik didaktisch oder aufdringlich wirkt.

Hinter der Band stehen vier Musiker, die gemeinsam für die vielschichtigen Arrangements verantwortlich sind: Matthew Mckenna bedient Gitarre, Samples und Instrumentierung, während Lewis Hickey ebenfalls an der Gitarre sowie weiteren Instrumenten mitwirkt. Callum Bell sorgt am Bass für das klangliche Fundament, und Liam Bird komplettiert die Gruppe am Schlagzeug. Zudem tragen alle Mitglieder mit hintergründigen Gesangselementen zum Gesamtklang bei.

Einleitung der nächsten Stufe des Band-Sounds

Einflüsse von Genregrößen wie And So I Watch You From Afar, Delta Sleep, Russian Circles oder Explosions in the Sky sind in der Musik von Dutch Elm durchaus spürbar. Dennoch hat die Formation eine ganz eigene Ästhetik entwickelt, die auch live für immersive und emotional geladene Auftritte sorgt. Das kommende Debütalbum stellt eine konsequente Weiterentwicklung dieses Ansatzes dar: Die Stücke wirken fokussierter und ausgefeilter als bisherige Arbeiten, behalten aber das charakteristische Gleichgewicht zwischen fragiler Melancholie und roher Energie bei.

Auch die Fachpresse hat in der Vergangenheit positiv auf das Schaffen der Briten reagiert. So hob die Musikplattform BBC Introducing die besondere Atmosphäre der Songs hervor:
Wahrlich eine faszinierende Klanglandschaft.
BBC Introducing
Auch das britische NARC Magazine attestierte dem Quartett eine hypnotische Wirkung auf der Bühne. Das Magazin Planet Mosh brachte den Kontrast im Sound der Band prägnant auf den Punkt:
Trotz ihrer rohen Kraft zieht sich eine zarte, beinahe zerbrechliche Qualität durch ihre Musik.
Planet Mosh
Ebenso lobte Ear Nutrition die energiegeladene Dynamik der Formation und bezeichnete ihren Stil treffend als melodische Wucht mit voller Härte.

Mit dem Erscheinen des selbstbetitelten Debütalbums auf Ripcord Records schlagen Dutch Elm nun das nächste Kapitel ihrer Bandgeschichte auf. Für Fans von anspruchsvoller Instrumentalmusik bietet die Platte eine gelungene Mischung aus technischer Präzision und atmosphärischer Tiefe.

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