Zwischen Nekromantie und antiker Literatur
Thematisch widmet sich „Ultima Requies“ den arkanen und okkulten Dimensionen der römischen Vorzeit. Jede einzelne Komposition auf dem Album entfaltet sich wie eine dramaturgische Passage oder ein vergessenes Ritual. Die Songs behandeln Schwellenzustände sowie das ständige Spannungsverhältnis zwischen Leben und Tod, Anwesenheit und vollkommener Abwesenheit.Diese inhaltliche Ausrichtung wird auch im visuellen Konzept der Veröffentlichung aufgegriffen: Das Artwork zeigt eine Neuinterpretation des nekromantischen Rituals der Thessalischen Hexe Erichtho. Diese mythische Gestalt entstammt dem antiken Epos „De Bello Civili“ (oft auch als „Pharsalia“ bekannt) des römischen Dichters Lucan. Laut der Überlieferung beschwor Erichtho während der turbulenten Phasen des römischen Bürgerkriegs gefallene Soldaten auf den Schlachtfeldern herauf, um von den Toten verbotenes Wissen zu erpressen. Dieses Motiv bildet den Kern des Albums: Die Konfrontation mit dem Tod dient nicht als endgültiger Schlusspunkt, sondern als düsterer Übergang zu verborgener Erkenntnis.
Eindringliches Klangbild und lange Kompositionen
Musikalisch setzen Feralia auf eine Kombination aus rauen, abrasiven Gitarrentexturen und einer einhüllenden, rituellen Grundstimmung. Die Band verzichtet bewusst auf die typischen Klischees zeitgenössischer Metal-Produktionen. Stattdessen setzt das Werk auf eine austere und immersive Klanglandschaft, die sich viel Zeit für die Entfaltung ihrer Stimmungen nimmt. Schon ein Blick auf die Tracklist zeigt, dass sich die Band Raum für ausgedehnte Strukturen nimmt: Mehrere Stücke bringen es auf Laufzeiten von über acht oder neun Minuten. Auch die lateinischen Titel der Songs – wie „Ver Sacrum“, „Marpiter“ oder „Defigere“ – unterstreichen den tiefen historischen sowie rituellen Bezug des Albums.Für Sammler und Liebhaber physischer Tonträger ist das Album ab dem 26. Juni 2026 erhältlich. Vorbestellungen für die CD-Ausgabe sind bereits über den Vertrieb von ATMF und Partnerhändler möglich.
Tracklist
- Ballata Avernale (8:01)
- Ver Sacrum (8:50)
- Pharsalia (9:22)
- Empireo (5:20)
- Marpiter (6:57)
- Defigere (8:47)
- Miasma (6:27)


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