Auf einem vielseitigen Album liegt der Titeltrack genau in der Mitte des Spektrums und bietet einen perfekten ersten Eindruck von dem, was noch kommt. Verträumt, schwer, roh, elektronisch – es enthält ein bisschen von allem, was dieses Album für uns so besonders macht. In 'Through Zero' geht es um Vergänglichkeit, die Auseinandersetzung mit der eigenen Sterblichkeit und den langen Kampf, nicht nur Frieden zu schließen, sondern eine Art Solidarität mit den Toten zu finden. Je mehr Zeit vergeht, desto häufiger kehrt dieses Thema zu mir zurück – und das immer in einem neuen Licht, ganz so, wie auch unsere Musik stets in einem leicht veränderten Zustand zurückkehrt und widerspiegelt, wer wir werden.
'Through Zero' ist ein Begriff aus der Tontechnik und der Musikwelt. Er beschreibt die Eigenschaft einer Frequenz, den Nullpunkt zu durchschreiten und im negativen Bereich weiterzulaufen. Obwohl es kein philosophisches Konzept ist, schwingt es auf einer konzeptionellen Ebene für mich mit: Der Nullpunkt ist kein Ende, sondern ein Mittelpunkt auf einem teilweise verborgenen Weg. Die Interpretation bleibt jedem selbst überlassen – der Weg ist das Ziel, Anfang und Ende sind vielleicht willkürlich, oder die Realität verläuft schlicht weniger linear, als wir gewöhnlich annehmen. Die Songs auf dem Album ergründen verwandte Themen, die meine eigenen Beobachtungen und meine persönliche Philosophie widerspiegeln. Leben und Tod, Frustration und Angst, Hilflosigkeit und Hoffnung – das alles existiert entlang desselben Signalpfads.
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