Musik

Epoimóriròmiope veröffentlichen Akustikversion von Eclissi

Das italienische Alternative-Rock-Trio erfindet seinen Song neu.



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Die italienische Alternative-Rock-Formation Epoimóriròmiope hat eine neue Akustikversion ihres Songs "Eclissi" veröffentlicht. Das Stück entstammt ursprünglich ihrem aktuellen Album "Ricordi di un tempo mai esistito" und erscheint über das Label Epictronic Worldwide. Wenn du das Trio aus Bologna bislang nur für seinen druckvollen Mix aus Alternative Rock, Metalcore und elektronischen Elementen kennst, zeigt sich die Band mit "Eclissi (unplugged)" nun von einer spürbar intimeren Seite. Statt auf vielschichtige Aufnahmen und emotionale Lautstärke setzen die Musiker bei dieser Überarbeitung auf minimalistische Klänge und maximale Ehrlichkeit.

Neudenken statt bloßem Weglassen

Für die Band war die Erstellung der Unplugged-Fassung keine reine Routineübung. Anstatt den Song lediglich durch den Einsatz von Akustikinstrumenten abzuspecken, arrangierte die Gruppe das Material von Grund auf neu. Es ging ihnen darum, den Kern des Stücks freizulegen und herauszufinden, welche Botschaft bleibt, wenn die musikalische Wucht der ursprünglichen Produktion entfällt. Die Band beschreibt diesen kreativen Prozess wie folgt:
Als wir 'Eclissi' das erste Mal geschrieben und produziert haben, war es ein Stück voller Schichten, Spannung und beinahe 'lärmend' – auch auf einer emotionalen Ebene. Eine Akustikversion daraus zu machen, bedeutete nicht bloß, den Song zu reduzieren, sondern ihn von Grund auf neu zu denken. Wir haben uns gefragt, was übrig bleibt, wenn man alles Überflüssige entfernt, und so haben wir seinen verletzlichsten und ehrlichsten Kern freigelegt. Diese Version ist direkter und ungeschützter. Wo vorher Wut oder Wucht waren, steht jetzt Verwundbarkeit. Manche Zeilen tragen ein anderes Gewicht, fast so, als wäre der Song mit der Zeit mit uns gewachsen. In gewisser Weise ist das nicht nur eine musikalische, sondern auch eine emotionale Neuinterpretation: derselbe Song, aber mit anderen Augen gesehen.

Vom Soloprojekt zur festen Bandbesetzung

Um die Entwicklung von "Eclissi" besser zu verstehen, lohnt ein Blick auf die Entstehungsgeschichte von Epoimóriròmiope. Das Projekt wurde 2021 im italienischen Bologna gegründet und begann ursprünglich als Soloprojekt von Sänger, Gitarrist, Komponist und Produzent Erik Storari. In den Anfangstagen experimentierte Storari mit recht unterschiedlichen Genres. Das Debütwerk "Vincoli" aus dem Jahr 2021 war noch stark von Dark-Trap-Einflüssen geprägt, während das nachfolgende Album "Kabukimono" (2023) vermehrt elektronische Experimente suchte.

Mit dem Wandel zu einer vollständigen Band – ergänzt durch Sara Fioravanti am Bass und Giulio Barranca am Schlagzeug – vollzog das Projekt auch eine musikalische und thematische Neuausrichtung. Um einen klaren Neuanfang mit dem endgültigen Sound und Line-up zu markieren, traf die Gruppe die Entscheidung, die früheren Singles aus der Streaming-Landschaft zurückzuziehen; auf YouTube bleiben die älteren Werke allerdings als Zeitdokumente erhalten.

Auch inhaltlich hat sich bei Epoimóriròmiope viel getan. Während frühere Texte eher gesellschaftliche Beobachtungen aufgriffen, widmen sich die neueren Songs den dunkleren Winkeln der menschlichen Psyche. Das aktuelle Album "Ricordi di un tempo mai esistito" verarbeitet schwere Themen wie Trennung, Verlust, Reue, Wut, Angstzustände sowie die Vergänglichkeit des Lebens. Vor der Akustikversion von "Eclissi" koppelte die Band bereits Auskopplungen wie "Vertigine", "Coma" und "Cenere" aus. "Vertigine" behandelte etwa das schwindelerregende Gefühl von Abwesenheit und Erinnerung. Die Unplugged-Version von "Eclissi" schlägt nun ein neues Kapitel in diesem musikalischen Reifeprozess auf und zeigt, wie viel Substanz in den Kompositionen des Trios steckt.

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