Ein getrenntes Paar und die Natur Islands
Inhaltlich dreht sich "The Love That Remains" um das Leben von Anna und Magnús, genannt Maggi. Das Paar hat sich eigentlich schon vor geraumer Zeit getrennt, schafft es jedoch nicht, die gemeinsamen Lebenswege gänzlich zu entflechten. Zusammen mit ihren drei Kindern und der Familienhündin Panda verbringen sie ihren Alltag an der weitläufigen Küste Islands. Während Maggi als Hochseefischer regelmäßig tagelang auf dem Meer unterwegs ist, versucht Anna, als Künstlerin Fuß zu fassen und ihren eigenen Durchbruch zu feiern.Trotz der offiziellen Trennung bleibt die Familie eng miteinander verwoben. Seine Freizeit verbringt das Ensemble mit gemeinsamen Aktivitäten in der Natur: Sie wandern durch die isländische Bergwelt, stechen Fische auf den Seen, laufen Schlittschuh, schießen Bogen oder beobachten zusammen Wildpferde und Wale an der Küste. Der Film widmet sich der zentralen Frage, ob dieses Festhalten aneinander bloß den Kindern zuliebe geschieht – oder ob sich zwischen den beiden noch eine tiefere Form der Zuneigung erhalten hat.
Pálmason inszeniert das Geschehen mit einem verspielten Minimalismus, bei dem die Natur Islands nicht als bloße Kulisse dient, sondern als lebendiger Spiegel des Innenlebens der Charaktere fungiert. Von rauen Küstenstrichen bis hin zu stillen Alltagsmomenten fängt der Regisseur Stimmungen ein, die zwischen Warmherzigkeit, Ernsthaftigkeit und feinsinnigem Humor wechseln.
Cannes-Erfolg und umfangreiche Special Edition
Wie Regisseur Hlynur Pálmason den Kern seines Werks selbst beschreibt:Liebe kann nur durch ihre Abwesenheit erkannt werden.
Zum Ensemble des Films gehören unter anderem Saga Garðarsdóttir, Sverrir Guðnason, Ída Mekkín Hlynsdóttir und Ingvar Sigurdsson. Die Produktion kommt auf eine Laufzeit von knapp 109 Minuten.
Falls du dich für Autorenkino und vielschichtige Familiendramen begeisterst, dürfte insbesondere die angekündigte 2-Disc-Special-Edition auf Blu-ray für dich von Interesse sein. Neben dem Hauptfilm enthält diese Edition zwei weitere Arbeiten des Regisseurs als Bonusmaterial: Das vielbeachtete Drama "Godland" aus dem Jahr 2022 sowie den Film "Joan of Arc" aus dem Jahr 2025. Damit bietet die Veröffentlichung eine ideale Gelegenheit, tiefer in das Schaffen des isländischen Filmemachers einzutauchen.


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