Musik

Celeste Corsano sucht auf Single 'XS' nach dem perfekten Ich

Alt-Pop-Songwriterin verarbeitet Körperbild und Erfolgsdruck im neuen Song



Celeste Corsano sucht auf Single 'XS' nach dem perfekten Ich Bild Celeste Corsano sucht auf Single 'XS' nach dem perfekten Ich Screenshot Celeste Corsano sucht auf Single 'XS' nach dem perfekten Ich Foto

Die US-amerikanische Alt-Pop-Musikerin Celeste Corsano hat mit "XS" eine neue Single veröffentlicht, die über das Label Magic Door Record erscheint. Der Songtitel spielt bewusst mit einer Doppeldeutigkeit: "XS" steht einerseits für die Kleidergröße Extra Small, andererseits klingt darin das englische Wort "excess" für Übermaß und Erfolgsdruck an. Musikalisch bewegt sich der Track zwischen analogem Retro-Sound und den Referenzpunkten The Cars und Kate Bush.

Corsano lebt im Grenzgebiet zwischen Pennsylvania und New Jersey, genauer in Milford, Pennsylvania. Für die Aufnahmen fuhr sie ins nahegelegene Magic Door Recording Studio in Montclair, New Jersey, wo sie erneut mit Produzent, Toningenieur und Schlagzeuger Ray Ketchem zusammenarbeitete. Ketchem ist unter anderem für seine Arbeit mit Guided by Voices, Elk City, Gramercy Arms, Luna und Crash Harmony bekannt und zeichnet bei "XS" sowohl für Schlagzeug als auch für Synthesizer verantwortlich. Ergänzt wird die Besetzung durch Gitarrist James Mastro, der schon mit The Bongos, Mott the Hoople, Ian Hunter, Patti Smith und John Cale gespielt hat, sowie Bassist David Nagler, der unter anderem mit Joan Baez, Aaron Neville, Rosanne Cash und Yo La Tengo zusammengearbeitet hat.

Zwischen Körperbild und Erfolgsdruck

Inhaltlich beschreibt "XS" das Gefühl, als Außenseiterin nie ganz dazuzugehören, verbunden mit Unsicherheiten rund um das eigene Körperbild und dem ständigen Drang nach Perfektion. Corsano verortet diese Themen ausdrücklich in eigenen Erfahrungen, aber auch in Beobachtungen an anderen Frauen sowie im Einfluss von Medien und Unterhaltungsindustrie.
Bei "XS" geht es darum, sich wie eine Außenseiterin zu fühlen und dazugehören zu wollen, um Unsicherheiten in Bezug auf das eigene Körperbild und die Falle der Perfektion. Diese Denkmuster stammen aus meinen eigenen Unsicherheiten, aus eigenen Erfahrungen, aus Beispielen von Frauen, die ich beim Aufwachsen gesehen habe, und aus äußeren Einflüssen wie den Medien und der Unterhaltungsindustrie.
Celeste Corsano
Auch der Songtitel selbst hat für Corsano eine sehr persönliche Bedeutung, wie sie weiter erklärt: Die Bezeichnungen "XS" und "XXS" auf Kleidungsetiketten würden bei ihr eine flüchtige, fast schon fragwürdige Zufriedenheit auslösen, wenn sie in diese Größen passt. Zugleich beschreibt sie das ständige Vergleichen mit dem Erfolg anderer Menschen, bei dem sie sich selbst oft als nicht ausreichend empfindet.

Klanglich beginnt der Song mit einem leichten Pop-Gefühl, entwickelt zum Ende hin jedoch einen zunehmend bedrohlichen Unterton. Verantwortlich dafür sind laut Corsano vor allem Ketchems tribal anmutendes Schlagzeugspiel samt Becken-Akzenten sowie Mastros dunkle Akkordführung. Die analogen Synthesizer und die Produktion insgesamt verstärken nach ihrer Beschreibung ein fast primitives, ungefiltertes Gefühl, das den inneren Kampf mit diesen Gedanken widerspiegeln soll.
Man hat das Gefühl, den "Industriestandard" dessen erreicht zu haben, was man auch immer anstrebt – sei es die Körpergröße, das eigene Bild in der kreativen Ausdrucksweise oder Erfolg im sozialen Umfeld – und fragt sich dann: Habe ich es wirklich erreicht? Bin ich jetzt am perfekten Punkt des Glücks angelangt? Wir alle wissen, wie flüchtig das sein kann, und welche Ambivalenz sich einstellt, sobald dieser Hochgefühl wieder abklingt.
Celeste Corsano
Musikalisch stammt Corsano aus einer musikaffinen Familie: Ihr Bruder Tony Corsano ist als Musiker in lateinamerikanischen Traditionen aktiv, ihr Bruder Chris Corsano ist als Perkussionist bekannt und hat unter anderem mit Björk, Kim Gordon und Thurston Moore gearbeitet. Ihre eigene musikalische Laufbahn begann Celeste Corsano in der Live-Musikszene von New York, geprägt von Punk und New Wave, während sie parallel Lyrik schrieb und Kunst studierte. Nach einer Phase mit Celtic- und Bluegrass-Musik entwickelte sie sich zur Songwriterin und sammelte zusätzliche Studioerfahrung bei Sessions mit ihrem früheren Ehemann, dem Produzenten Brad Morrison, unter anderem im Umfeld von Phish, The Figgs und Spiral Jetty.

"XS" ist die vierte Singleveröffentlichung aus Corsanos aktueller Schaffensphase nach "Stuck", "Nightbird" und "Sunlight Gazing" und ab sofort unter anderem auf Bandcamp sowie den gängigen Streaming-Plattformen verfügbar. Das Coverartwork stammt von ihrem Bruder Chris Corsano.

Dieser Artikel kann Affiliate-Links enthalten, die mit gekennzeichnet sind. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Für dich ändert sich dadurch nichts, auch nicht am Preis, aber du unterstützt damit dieses Projekt. Dieser Beitrag wurde mithilfe generativer KI erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr zum Thema Transparenz.

Dies wird dich interessieren...
Celeste Corsano veröffentlicht neuen Indie-Pop-Track „XS“

Surreales Animationsvideo thematisiert Perfektion



Cirith Ungol bringt überraschend neues Album All the Shadows heraus

Das neue Werk erscheint in sieben Formaten bei No Remorse Records.



Werbung
Werbung
Metallica
Jetzt bestellen!

Captain
Letzte Updates an Spielemagazin.de von Captain am 03.09.2026 23:19
Captain
Letzte Updates an Spielemagazin.de von Captain am 26.08.2026 22:48
Captain
Hallo aus dem Rheinland! von Captain am 24.08.2026 18:10
candicelia
Hallo aus dem Rheinland! von candicelia am 24.08.2026 17:41
Captain
Letzte Updates an Spielemagazin.de von Captain am 22.08.2026 12:59
Redakteur werden bei Spielemagazin.de
Wir suchen Verstärkung für unsere Redaktion.

DU LIEBST SPIELE, FILME, MUSIK ODER BÜCHER? MACH MIT!

Veröffentliche Tests und News, führe Interviews oder werde Teil unseres Podcast-Teams.

Redakteur werden