Von der Schauspielerei zur literarischen Songwriterin
Kilguss ist in New Yorker Songwriter-Kreisen eine hochangesehene, wenn auch nicht lautstark gefeierte Figur. Bevor sie sich ganz der Musik widmete, stand sie als Schauspielerin unter anderem mit Daniel Day-Lewis, Winona Ryder, Marianne Faithfull, Mary Margaret O'Hara und Tom Waits vor der Kamera - eine Vergangenheit, die sich in ihrem literarischen, geradezu filmischen Songwriting widerspiegelt. Produziert, aufgenommen, abgemischt und gemastert wurde das neue Album von Charlie Nieland (bekannt durch Arbeiten mit Debbie Harry, Rufus Wainwright, Blondie und Scissor Sisters) in den Saturation Point Studios in Brooklyn - eine Zusammenarbeit, die bereits seit 2007 andauert.Ungewöhnlich war diesmal der Entstehungsprozess: Anders als bei früheren Alben, für die Kilguss stets mit ihrer Band ins Studio ging, wurde jeder Song zunächst nur mit Stimme und Gitarre aufgenommen und erst danach Schicht für Schicht aufgebaut. Mitgewirkt an den Aufnahmen haben unter anderem Kirk Schoenherr (Tegan and Sara, Elle King, Chet Faker), John Kengla (David Byrne, Ben Kweller), Andrea Longato (Duncan Sheik) und Dave Derby (The Dambuilders, Gramercy Arms).
Zur Entstehung von "Fool's Fight" erzählt Kilguss:
Als ich "Fool's Fight" geschrieben habe, war ich tief in Elena Ferrantes "Neapolitanische Saga" versunken, die ich geliebt habe! Der Song ist leicht von diesen Büchern inspiriert. Wie bei jedem Song hat er natürlich auch mit meinem eigenen Leben zu tun, aber ich lasse die Menschen gerne ihre eigenen Geschichten und ihre eigene Bedeutung hineinprojizieren.
Ich habe mit meinem Freund Rembert Block, der selbst Singer-Songwriter und Bandleader ist und auch Backing Vocals auf meiner Platte singt, einen Songwriting-Club. Wir treffen uns alle drei bis vier Wochen und zeigen uns gegenseitig einen neuen Song. Unser Club existiert inzwischen seit über zwei Jahren, was uns beiden enorm geholfen hat, die Gewohnheit beizubehalten, regelmäßig neue Songs zu schreiben.

