Reaktion auf das Feedback aus den Playtests
Die Entscheidung kommt für viele Fans überraschend, da erst vor kurzem ein neuer Trailer veröffentlicht wurde, der Lust auf die Rückkehr in die Fantasywelt Aurai machen sollte. Allerdings zeigten die Reaktionen aus den jüngsten Playtests und Betaphasen, dass der Titel bezüglich Stabilität und Spielgefühl noch Zeit benötigt. Die Entwickler nahmen sich die Kritik der Community zu Herzen und zogen vorerst die Notbremse.Guillaume Boucher-Vidal, CEO von Nine Dots Studio und Creative Director von Outward 2, wandte sich dazu in einer ausführlichen Stellungnahme direkt an die Spielerschaft:
Ich weiß, dass dies plötzlich wirken mag, da wir erst vor Kurzem einen Trailer veröffentlicht haben, der euch dazu einlud, Aurai diesen Sommer zu erkunden. Aber die Wahrheit ist: Wenn wir stur am Plan festhalten, liefern wir ein Produkt ab, das euren Erwartungen möglicherweise nicht gerecht wird. Das Letzte, was wir wollen, ist, die Fans von Outward zu enttäuschen. Es gab viele Kommentare, in denen der Wunsch geäußert wurde, dass das Spiel vor dem Start mehr Entwicklungszeit erhält. Der Sinn eines Playtests besteht darin, auf Feedback zu hören – und genau das tun wir.
Das ist bitter für euch, und ich entschuldige mich persönlich bei allen, die davon betroffen sind. Es wäre jedoch noch schlimmer, wenn ihr in eurem Urlaub etwas spielen würdet, mit dem ihr nicht einmal zufrieden seid. Es ist schwer einzuschätzen, welches Maß an Stabilität für den Early Access angemessen ist. Das Beste, was wir tun können, ist ein harter, ehrlicher Blick auf das Spiel und unser Team und die Frage: Ist das in ein paar Wochen gut genug, um dafür Geld zu verlangen? Unser Ziel ist ein so deutlicher Sprung zwischen diesem Playtest und dem Early-Access-Start, dass wir uns das Vertrauen unserer Spieler verdienen. Ihr wart beim ersten Outward dabei, und deshalb waren wir erfolgreich. Wir möchten, dass ihr euch freut, bei Outward 2 wieder dabei zu sein.
Niederlage als Ansporn und Studio-Philosophie
Boucher-Vidal zieht dabei einen passenden Vergleich zur Spielmechanik des Vorgängers: Im ursprünglichen Outward gab es keinen klassischen Game-Over-Bildschirm, sondern sogenannte Niederlage-Szenarien, bei denen die Spielfigur nach einer Niederlage an einem überraschenden Ort aufwacht und sich neu organisieren muss. Genau so sieht er auch die aktuelle Situation im Entwicklungsverlauf:Ich schätze, das ist das Äquivalent eines Niederlage-Szenarios in der Spieleentwicklung: ein Rückschlag, und wir kommen besser vorbereitet zurück.
Outward 2 wird wie sein erfolgreicher Vorgänger ein anspruchsvolles Rollenspiel, das auf Survival-Elemente, das Erkunden der gefährlichen Welt Aurai und durchdachte RPG-Mechaniken setzt. Wenn der Titel im Jahr 2027 erscheint, wird er für PC über die Plattformen Steam, GOG und den Epic Games Store verfügbar sein.


Noch keine Kommentare. Starte die Diskussion!