Medizinischer Wahnsinn am St. Petersen’s University Hospital
Inhaltlich dreht sich "Operating Altar" um eine schaurige Horroreinheit, die in den verfallenen Hallen des fiktiven St. Petersen’s University Hospital angesiedelt ist. Die Geschichte beschreibt den schleichenden Verfall und den Abstieg des Protagonisten Matthew Krolmark in den medizinischen Wahnsinn. Umrahmt von makabren Experimenten und der fragwürdigen Arbeit eines gewissen Dr. Warwick Locke wird das Album zu einem orchestralen Soundtrack des Grauens. Cartilage inszenieren diesen Albtraum als eine Art Grand-Guignol-Blutritual, das sich durch extrem hohes Tempo, schneidende Gitarrenarbeit und eine dichte, beklemmende Atmosphäre auszeichnet.Die Band verzichtet dabei bewusst auf milde Zwischentöne und setzt voll auf verstörende Bilderwelten, die durch die drückenden Instrumentalsätze verstärkt werden. Das Hospital dient als Kulisse für eine Erzählung, bei der akademische Lehre und blutiger Horror nahtlos ineinander übergehen.
Ein einziges Großwerk statt loser Songsammlung
Auch in musikalischer Hinsicht geht die Band mit diesem Album neue Wege. Statt einer gewöhnlichen Aneinanderreihung einzelner Tracks verknüpft die Formation die Kompositionen zu einem groß angelegten Gesamtkunstwerk. Musiker Mike Flory erklärt den kreativen Prozess und die Ausrichtung der neuen Scheibe wie folgt:Mit diesem Album wollten wir ein einziges großes Gesamtwerk schaffen, anstatt einfach nur eine Ansammlung von Songs. Wir haben mehr Einflüsse aus Bereichen wie Brutal Death Metal und klassischem Heavy Metal kombiniert, uns zugleich aber zu schnelleren Tempi angetrieben als je zuvor. Operating Altar wurde gezielt so konzipiert, dass eure Ohren vor Vergnügen bluten – sozusagen unser Maden-Opus!

