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KitKatClub – Kinks of Berlin: Dokufilm startet im September 2026

Philipp Fussenegger blickt hinter die Kulissen des Berliner Kultclubs.



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Der Berliner KitKatClub zählt weltweit zu den bekanntesten Orten der Nachtkultur. Ein Raum, der für viele als Symbol absoluter Freiheit und sexueller Selbstbestimmung gilt, entzieht sich im Alltag meist den Blicken der Öffentlichkeit und vor allem den Linsen von Kameras. Mit der Dokumentation "KitKatClub – Kinks of Berlin" bringt Regisseur Philipp Fussenegger dieses besondere Biotop nun auf die große Leinwand. Der deutsche Kinostart wurde für den 10. September 2026 im Verleih von Farbfilm angekündigt. Die Produktion verspricht ein tiefgründiges Porträt von Menschen, die im Schutz der Dunkelheit zwischen ihrer Alltagsexistenz und ihren Nachtpersonas wechseln.

Persönliche Geschichten zwischen Ekstase und Alltag

Im Zentrum des rund 96-minütigen Films stehen unterschiedliche Stammgäste und prägende Persönlichkeiten der Berliner Szene, deren Lebensentwürfe im KitKatClub aufeinandertreffen. Du begleitest unter anderem Tim, der als Drag-Künstler Raven Van Krueger Fuß fassen möchte, sowie Elisa, die gemeinsam mit Freundinnen neue Facetten ihrer Sexualität erkundet. Zudem beleuchtet die Dokumentation ein BDSM-Pärchen, das seine Leidenschaft offen auslebt, und ein DogPlay-Duo, welches das Spannungsfeld zwischen häuslicher Stabilität und exzessivem Clubleben meistert.

Neben der Feier der sexuellen Vielfalt scheut das Werk auch sensible Zwischentöne nicht. So dokumentiert der Film den Weg von David, der gegen seine Sucht kämpft, und richtet den Blick auf Clubgründer Simon, der sinnbildlich für jene Pioniergeneration steht, die das Fundament für diesen Ort gelegt hat. Neben den Performances thematisiert Fussenegger auch das Aushandeln von Konsens, emotionale Begegnungen sowie zarte Dialoge mit Väterfiguren. Es entsteht ein cineastisches Porträt über Intimität, das Verwerfen von Schamgefühlen und die kontinuierliche Suche nach der eigenen Identität.

Festivalerfolge und ein erfahrenes Kreativteam

Bevor der Film seinen Weg in die Kinos findet, konnte er bereits international auf sich aufmerksam machen. Seine Weltpremiere feierte das Werk auf dem 28. Thessaloniki International Documentary Festival, gefolgt von einer Präsentation beim renommierten CPH:DOX in Kopenhagen. Bei der Österreich-Premiere im Rahmen des Porn Film Festivals Vienna 2026 wurde die Dokumentation zudem mit dem Best Documentary Award ausgezeichnet.

Hinter dem Projekt steht ein erfahrenes Team. Regisseur Philipp Fussenegger machte sich zuletzt mit der Musikdokumentation "Teaches of Peaches" einen Namen, für die er unter anderem mit dem Teddy Award auf der Berlinale 2024 ausgezeichnet wurde. Zudem erhielt er in seiner Karriere bereits den First Steps Award und den Max-Ophüls-Preis. Das Drehbuch verfasste Susanne Heuer. Als promovierte Gender-Studies-Absolventin, Gründerin des Burlesque-Trios The Velvet Creepers und Mitglied des Kollektivs House of Lunacy ist sie selbst tief in der Berliner Kultur verwurzelt.

Als Produzentin zeichnet Cordula Kablitz-Post mit ihrer Firma Avanti Media Fiction verantwortlich. Sie prägte die deutsche Dokumentarfilmlandschaft unter anderem durch die TV-Reihe "Durch die Nacht mit..." sowie den Kinofilm "Weil du nur einmal lebst – Die Toten Hosen auf Tour". Der mit einer Altersfreigabe ab 18 Jahren (FSK 18) eingestufte Film entsteht als Koproduktion mit dem ZDF (Das kleine Fernsehspiel) und Funfairfilms. Gefördert wurde das Vorhaben vom Deutschen Filmförderfonds (DFFF), der Filmförderungsanstalt (FFA), dem Medienboard Berlin-Brandenburg sowie dem Land Vorarlberg.

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