„Anything“ ist im Grunde eine Bedroom-Pop-Version von „Satisfaction“, jedoch werden die körperlichen Untertöne hier gegen eine eher häusliche Karikatur eingetauscht. Im Text geht es mehr darum, nachts das Schlafzimmerfenster offen zu lassen, substanzunterstützte Freunde, die rund um die Uhr vorbeischneien und andere Beziehungsprobleme als darum, vorübergehende Befriedigung zu finden. Vielmehr geht es um die heutige Fülle an Optionen und Möglichkeiten und wie diese jeder Beziehung ein Verfallsdatum, jeder Begegnung einen leichten Ausweg und jeder Konfrontation mit nervigen Hindernissen einen Grund geben, sich woanders umzusehen und weiterzuziehen. Das Gefühl der mangelnden Erfüllung ist dasselbe wie damals, aber es geht auf moderne Umstände zurück. Es fühlt sich so an, als hätten wir alle Möglichkeiten selbst in der Hand, aber irgendwie verlieren wir die Fähigkeit, eine Verbindung zueinander aufzubauen.
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