Kristen Stewart überrascht als Regisseurin
Eines der meistdiskutierten Werke ist The Chronology of Water, das langerwartete Regiedebüt von Schauspielerin Kristen Stewart. Die Adaption des Romans von Lidia Yuknavitch erzählt die radikal subjektive Geschichte einer jungen Frau, die versucht, mit Missbrauchserfahrungen umzugehen und dabei in Sport, Sex und Drogen Zuflucht sucht, bevor sie als Autorin zu sich selbst findet. Stewart inszeniert das Ganze kompromisslos intensiv – ein Highlight des Festivals.Internationale Vielfalt auf der Leinwand
Neben Stewart sind es vor allem die internationalen Debüts, die für Aufsehen sorgen:- Ein Kuchen für den Präsidenten von Hasan Hadi führt ins Irak der 90er, wo ein Mädchen für Saddam Hussein einen Geburtstagskuchen backen soll – und zeigt dabei eindringlich den Alltag unter einem Regime.
- My Father’s Shadow von Akinola Davies Jr. verbindet Kindheitserinnerungen mit einem politischen Blick auf Nigeria in den 90ern.
- Sorry, Baby von Eva Victor balanciert schwarzen Humor mit traumatischen Erfahrungen und wird getragen von einer eindrucksvollen Hauptrolle der Regisseurin selbst.
- White Snail von Elsa Kremser und Levin Peter erzählt von zwei Außenseitern, die durch ihre morbiden Leidenschaften zueinanderfinden, und erhielt in Locarno bereits Preise.


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