"Ich freue mich riesig über gleich zwei Preise und bin dankbar, dass NAHSCHUSS beim Filmfest München seine Weltpremiere feiern durfte! Der Film liegt mir sehr am Herzen. Fast zehn Jahre habe ich an Nahschuss gearbeitet und für diesen Film gekämpft. Mit Nahschuss möchte ich ein wichtiges Kapitel der Geschichte beleuchten: Die Todesstrafe in der DDR. Doch Nahschuss ist nicht nur ein Film über die Vergangenheit. Noch heute haben mehr als 50 Staaten die Todesstrafe im Strafrecht und wenden sie an. In Nahschuss geht es mir darum zu zeigen, wie der einzelne Mensch sich innerhalb eines politischen Systems verhält und wie ein Unrechtsstaat mit dem Einzelnen umgeht. Nahschuss wollte ich kompromisslos nah an den Menschen erzählen. Ich bin dem herausragenden Cast und meinem leidenschaftlichen Team sehr dankbar, dass sie mit mir diesen intensiven Weg des Drehs zum großen Teil an Originalschauplätzen gegangen sind. Man macht Filme nicht über ein Thema, man macht Filme über Menschen und mit Menschen."
Mit NAHSCHUSS gelingt Filmemacherin und Fotokünstlerin Franziska Stünkel ("Vineta") ein eindringlicher Film über die Todesstrafe in der DDR. Angelehnt an das Leben des Dr. Werner Teske, der 1981 als letzter Mensch in der DDR zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde, erzählt sie in herausragenden Bildern die bestürzende Geschichte eines Mannes, der in die Mühlen eines Unrechtssystems gerät und daran zerbricht. Zu großen Teilen an Originalschauplätzen gedreht, inszeniert Stünkel mutig und radikal: Durch große Ruhe erzeugt sie eine Intensität und emotionale Dichte, die einem den Atem raubt. Dabei steht der Tiefe und Komplexität in dem starken Spiel von Lars Eidinger ("Alle Anderen", "Persischstunden") die nuancierte und überzeugende Darstellung von Luise Heyer ("Das schönste Paar") und Devid Striesow ("Ich bin dann mal weg", "Yella") in nichts nach. Dem Film gelingt es, Licht in ein wichtiges Stück deutscher Geschichte zu bringen, das national wie international kaum bekannt ist.
NAHSCHUSS ist eine Produktion der Network Movie Film- und Fernsehproduktion Köln in Zusammenarbeit mit Franks Filmproduktion und C-Films Deutschland in Koproduktion mit dem ZDF und Arte. Verliehen wird der Film von Alamode Film, der Weltvertrieb liegt bei Global Screen. Die Redaktion im ZDF liegt bei Daniel Blum, für ARTE bei Olaf Grunert.


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