Vom Soloprojekt auf die Live-Bühne
Gegründet wurde Since The Death im Jahr 2016 im schwedischen Linköping. Bislang existierte das Projekt primär als akribische Studioarbeit von Multiinstrumentalist und Songwriter Oscar Rask, der neben den Kompositionen und fast allen Instrumenten in den letzten Jahren auch den Gesang übernahm. Zwar unterstützten verschiedene Gastmusiker den kreativen Prozess, doch das kreative Zentrum blieb fest in Rasks Hand. Veröffentlicht wurden seither drei Alben über Vision Of God Records, eine EP über Charon Collective sowie diverse eigenständige Singles.Mit dem Labelwechsel zu Nordic Mission und der Veröffentlichung von Entangled ändert sich nun jedoch einiges. Um die Songs erstmals live auf die Bühne zu bringen – darunter ein bestätigter Auftritt beim Festival Light The Dark –, hat sich Oscar Rask enge musikalische Weggefährten an die Seite geholt. Damit transformiert sich das langjährige Soloprojekt in eine voll funktionsfähige Live-Band. Unterstützung erhält Rask bei diesen Live-Aktivitäten unter anderem von Gitarrist Richard Adolfsson.
Musikalische Vielfalt und christliche Themen
Ursprünglich trug das neue Werk den Arbeitstitel Entangled But Still Guarded, bevor man sich auf die markante Einwort-Prägnanz einigte. Der Begriff zieht sich als zentrales Thema und Symbol durch das gesamte Werk. Das ausdrucksstarke Cover-Artwork zeigt einen Menschen, der an einen massiven Baum gefesselt und in einen spinnenartigen Kokon eingehüllt ist – ein Bild, das die grundlegende Spannung des Albums zwischen Gefangenschaft und Schutz perfekt einfangen soll.Musikalisch bewegen sich Since The Death an einem harten Schnittpunkt aus Death-, Thrash- und Black-Metal. Die Songs verbinden rohe Aggression mit technischer Präzision und dichter Atmosphäre. Wenn du genauer hinhörst, bemerkst du schnell, dass sich die Kompositionen bewusst von starren Genregrenzen lösen. Ähnlich wie bereits auf dem Vorgänger Hearts Are Getting Darker prallen hier wuchtige Midtempo-Death-Metal-Riffs und plötzlich einsetzende, fast schon progressive Melodielinien aufeinander, ohne dass die innere Kohärenz verloren geht. Vergleiche zu Bands wie Grave, frühen Opeth oder der brachialen Wucht von Morbid Angel drängen sich auf, wobei die Band stets darum bemüht ist, kontrollierte Gewalt mit atmosphärischer Tiefe zu paaren.
Inhaltlich greifen die Texte tief in Oscar Rasks christlichen Glauben. Statt oberflächlicher Klischees widmet sich das Album Themen wie Kampf, Ausdauer und Hoffnung, beleuchtet diese jedoch aus einer konfrontativ-düsteren Perspektive. Entstanden ist ein Werk, das sich der Dunkelheit stellt, ohne jemals vor ihr zu kapitulieren.


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