Keine halben Sachen und ein ganz besonderer Sound
Hinter dem Projekt verbirgt sich eine Formation, die sich entschlossen hat, dem klassischen Punk für den puren Rock ’n’ Roll die Treue zu schwören und einen musikalischen Neuanfang zu wagen. Das Ergebnis auf „Super Sonic Rock Saga“ ist das Resultat einer kompromisslosen Herangehensweise, die sofort ins Ohr springt. Auffällig ist vor allem das konsequente Fehlen einer Bassgitarre, was dem Gesamtsound eine ganz eigene, spröde Dynamik verleiht. Zusammen mit einer bewusst roh gehaltenen Produktion entsteht ein Klangbild, das unweigerlich an die treibenden Garage-Punk-Wellen der neunziger Jahre erinnert.Wenn du Bands wie The Reatards oder The Oblivians gefeiert hast, wirst du dich bei den Sick Shooters sofort heimisch fühlen. Gleichzeitig webt das Quartett geschickt Einflüsse des siebziger Jahre Power-Pops ein, wie du sie von Formationen wie The Nerves kennst. Entstanden sind insgesamt elf messerscharfe Songs, die vor Hooks nur so strotzen und zielgenau den Nerv treffen. Hier wird kein Ballast mitgeschleppt, sondern jeder Track zielt direkt dorthin, wo er wirken soll: in die Magengrube.
Zwischen Vollgas-Punk und bittersüßen Melodien
Die musikalische Bandbreite des Albums zeigt sich äußerst abwechslungsreich. Auf der einen Seite knallen straighte Punkrock-Blaster wie „Evacuation“ oder „Never Comin Home“ durch die Lautsprecher, die keinen Zweifel daran lassen, dass die Band live eine echte Naturgewalt ist. Auf der anderen Seite stehen treibende Garage-Rock-Hymnen wie „Heartbreaker Soulshaker“ und „Supersonic Lovin’“, die zum Mitwippen einladen. Doch die Sick Shooters beweisen auf ihrem Debüt auch Fingerspitzengefühl für leisere oder zumindest melodischere Zwischentöne: Mit Nummern wie „Daisy“ oder „Sweet Telephone“ finden sich auch bittersüße Liebeslieder auf der Platte, die für die nötige dynamische Abwechslung sorgen.Damit positioniert sich das album perfekt für Anhängerinnen und Anhänger von Bands wie The Chats, The Unknowns oder The Prize. Wenn du dich in diesem musikalischen Kosmos zu Hause fühlst, bekommst du hier eine Platte geboten, die das Genre zwar nicht neu erfindet, aber mit einer ungeheuren Authentizität und Spielfreude auflädt.
Tracklist
- Heartbreaker Soulshaker
- Evacuation
- Sick Shooters
- Daisy
- Sweet Telephone
- Supersonic Lovin
- Never Comin Home
- In Between
- Holding On
- Gambling Girl
- Great Escape (On The Run)
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