Vom charmanten Lo-Fi-Indie zu groovigen Elektronik-Klängen
Noonzy trat erstmals 2022 mit der Veröffentlichung seiner EP "Post-it-tapes" in die Öffentlichkeit und erarbeitete sich rasch eine aufmerksame Hörerschaft im Indie-Bereich. Im Jahr 2025 untermauerte er seinen Ruf mit der zweiten EP "Puppies", die wie schon das Debüt stark von einem intimen DIY-Ansatz und sympathischem Lo-Fi-Indie-Sound geprägt war. Für seinen ersten vollwertigen Longplayer entschied sich Stockbroekx jedoch für eine deutliche Weiterentwicklung seines Sounds. Die neuen Kompositionen stützen sich auf groovige, elektronische Produktionen, die der künstlerischen Identität des Songwriters ein schärferes und moderneres Profil verleihen.Um diesen klanglichen Wandel adäquat umzusetzen, holte sich Noonzy prominente Unterstützung ins Boot: Er reiste nach London, um gemeinsam mit dem renommierten britischen Produzenten Bullion an den neuen Titeln zu arbeiten. Bullion genießt durch seine erfolgreichen Zusammenarbeiten mit Künstlerinnen und Künstlern wie Ben Howard oder Nilüfer Yanya in der internationalen Musikszene hohes Ansehen für seinen feinfühligen, vielschichtigen Produktionsstil.
Glückliche Zufälle und mutiger Kontrollverlust im Studio
Die Aufnahmesessions in London standen ganz im Zeichen von Experimentierfreude und dem Mut zum Ungewissen. Noonzy reiste zwar mit einer Handvoll eigener Demos im Gepäck an, ließ sich im Studio jedoch vollkommen auf die gemeinsamen Ideen mit Bullion ein. Basierend auf blindem Vertrauen wurden bestehende Arrangements radikal hinterfragt und umgestaltet. So wurden beispielsweise reine Gitarrensongs schlussendlich gänzlich ohne Gitarre eingespielt, komplette Strophen gestrichen und Tempi laufend variiert.Nicht selten gaben unvorhergesehene Zwischenfälle den Anstoß für die besten Einfälle: Eine sich verweigernde Drum Machine, die partout nicht in der vorgesehenen Taktart laufen wollte, eröffnete dem Duo völlig unerwartete rhythmische Wege. Statt die Hürde zu umgehen, machten die beiden Musiker den Zufall zum Prinzip. Das Ergebnis dieser Arbeitsweise ist ein Album, das sich vom starren Kontrollanspruch löst und zehn abwechslungsreiche Stücke umfasst, darunter auch den Focus Track "Look At That".
Tracklist
- Boy Could I
- Plan Is Bad
- Easy
- Look At That
- Not Lost
- Yeah (I'm In)
- Talk To Me
- If I Were You
- Dream
- All Rise


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