Vom Soloprojekt zur Bandformation
Im Jahr 2021 in Bologna gegründet, startete Epoimóriròmiope zunächst als reines Ein-Mann-Studioprojekt. Über die Jahre hinweg wuchs das Vorhaben jedoch organisch heran und hat sich mittlerweile zu einer vollwertigen Band formiert. In ihrer bisherigen Laufbahn veröffentlichte die Gruppe die eigenproduzierten Werke „Vincoli“ im Gründungsjahr sowie „kabukimono“ im Jahr 2023. Diese früheren Veröffentlichungen bewegten sich stilistisch noch zwischen Elementen wie Dark Trap und experimenteller elektronischer Musik, während die Texte stärker gesellschaftliche und ethische Themen beleuchteten.Um den kreativen Neuanfang und die neue künstlerische Richtung unmissverständlich zu unterstreichen, hat sich das Line-up entschlossen, den bisherigen Katalog von den gängigen Streaming-Plattformen zu nehmen. Damit zieht die Band einen klaren Schlussstrich unter die Vergangenheit. Das aktuelle Line-up setzt sich aus Erik Storari zusammen, der für Gesang, Gitarre, Komposition und Produktion verantwortlich ist, sowie Bassistin Sara Fioravanti und Schlagzeuger Giulio Barranca. Zusammen verfolgen sie nun einen deutlich roheren, finstereren und verfeinerten Ansatz, der Metalcore, Alternative Rock, Industrial und elektronische Dance-Music miteinander verschmilzt.
Düstere Klangwelten und persönliche Krisen
Das kommende Album trägt den Titel „ricordi di un tempo mai esistito“, was übersetzt so viel wie „Erinnerungen an eine Zeit, die niemals existierte“ bedeutet. Inhaltlich handelt es sich um ein emotional aufgeladenes Konzeptalbum, das während einer intensiven Phase persönlicher Krisen und starker Depressionen entstanden ist. Die Songs fungieren für die Musiker als eine Art kathartisches Ventil, um inneren Schmerz, Isolation und die Schattenseiten der eigenen Psyche künstlerisch zu verarbeiten.Musikalisch lässt sich die Platte kaum in eine Schublade stecken. Verzerrte Gitarrenriffs und aggressive Synthesizer treffen auf glitchige Texturen und cineastische Soundscapes. Als klangliche Referenzen und Einflüsse nennen die Beteiligten bekannte Genre-Größen wie Nine Inch Nails, Deftones, Bring Me The Horizon und Massive Attack, gepaart mit Einflüssen aus Darkwave, IDM und Cyberpunk. Das Resultat ist ein kompromissloser Klangteppich, der keine schnellen Heilsversprechen liefert, sondern als akustischer Spiegel für unverarbeitete Traumata dient. Die Band selbst beschreibt diesen kreativen Ansatz in einer offiziellen Stellungnahme wie folgt:
Unser letztes Werk will genau diese dunklen Emotionen erzählen: den Schmerz der Trennung und des Verlassenseins, das Ende einer Liebe, die Reue der Vergangenheit sowie die Reflexion über den Tod und die Vergänglichkeit des Lebens.
Tracklist
- vertigine
- istante
- cenere
- eclissi
- spettro (quello che resta)
- coma
- anemoia


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