Vielfältiger Start in den Mai
Den Auftakt machen gleich zu Monatsbeginn am 1. Mai mehrere bemerkenswerte Platten. Hiss Golden Messenger meldet sich mit seinem neuen Werk „I'm People“ über Chrysalis Records zurück. Nach dem gefeierten Vorgänger setzt MC Taylor hier auf ein zutiefst menschliches, unmittelbares Album, das sich mit Herzschmerz, Hochgefühlen und dem Alltagsleben im Amerika auseinandersetzt. Ebenfalls am 1. Mai erscheint das mit Spannung erwartete Debütalbum „Johnny’s Dreamworld“ der Londoner Art-Rock-Band Modern Woman. Rund um Songwriterin Sophie Harris verbindet das Quartett Post-Punk, Avantgarde und Folk zu einer faszinierenden Einheit, die die Poesie im Alltäglichen erkundet.Freunde klassischer Rockmusik kommen ebenfalls am Monatsanfang voll auf ihre Kosten. Die Hard-Rock-Legende UFO erfährt eine besondere Ehrung: Ihre Platte „The Wild, The Willing and the Innocent“ aus dem Jahr 1981 erscheint als umfangreiche Deluxe-Edition auf Doppel-CD und als dreifaches Vinyl. Das remasterte Werk enthält zudem das bisher unveröffentlichte Konzert „Live at the Hammersmith Odeon“ und feiert den kreativen Höhepunkt der Bandgeschichte.
Synth-Pop, Ambient und funkige Grooves Mitte Mai
In der zweiten Maiwoche übernimmt Midge Ure das Rampenlicht. Der renommierte Musiker, Produzent und frühere Ultravox- sowie Visage-Kopf veröffentlicht am 8. Mai sein neues Soloalbum „A Man Of Two Worlds“. Es ist das erste Mal seit zwölf Jahren, dass der Brite neue Musik in Form eines Doppelalbums vorlegt, das sowohl als edles Mediabook mit Booklet als auch als Doppel-LP erhältlich ist.Wer es noch experimenteller mag, blickt auf den 15. Mai. Die schottisch-portugiesische Künstlerin SHHE bringt an diesem Tag ihr sechsteiliges Ambient-Werk „THALASSA“ heraus. Entstanden während einer Residency in Alexandria, verarbeitet die Produzentin dort die ökologischen und politischen Krisen des Mittelmeers mithilfe modularer Synthesizer. Zeitgleich veröffentlichen die Brooklyn Funk Essentials ihr achtes Studioalbum „Black Butterfly“. Die Band liefert eine bunte Mischung aus Jazz, Funk und Soul, die unter anderem das Talking-Heads-Cover „Life During Wartime“ sowie prominente Gesangsbeiträge umfasst.
Starker Monatsausklang mit Blues und Remixen
Gegen Monatsende wird es noch einmal bluesig und melancholisch. Am 29. Mai erscheint „13 Hours“ von Jason Ricci & The Bad Kind über Gulf Coast Records. Die in den legendären Studios in Louisiana aufgenommenen Titel dienen als kraftvolle Hommage an den verstorbenen Schlagzeuger John Perkins und verarbeiten Riccis persönliche Kämpfe mit Sucht und Burnout. Zeitgleich veröffentlicht Penelope Trappes ihr Remix-Album „Opvs Novum: A Requiem Reworked“, auf dem bekannte Wegbegleiter ihre ritualistischen Stücke in dichte Soundscapes aus Industrial und Dream-Pop verwandeln.Mit dieser geballten Ladung an unterschiedlichen Genres und Veröffentlichungen bietet der kommende Monat eine ideale Gelegenheit, den musikalischen Horizont zu erweitern und neue Lieblingsplatten für den Plattenspieler oder die digitale Sammlung zu entdecken.


Noch keine Kommentare. Starte die Diskussion!