Ein behutsamer Blick auf die Bandgeschichte
Gegründet wurde die Formation bereits 1993 von Kopf Jonny Collins. Schon der Start verlief beachtlich: Die Debütsingle "Christina Terrace" entstand in Zusammenarbeit mit Edwyn Collins und bescherte der Band direkt einen Live-Auftritt beim Sender ITV sowie diverse Chartplatzierungen zum Jahresende. In den folgenden Jahren teilte sich die damalige Besetzung, zu der neben Jonny Collins auch David W Brown, Gregory Jones, Clem Courtney und Julien Clapperton zählten, sogar die Bühne mit Weltstars wie Robbie Williams in der Londoner O2 Arena. Auch eine Teilnahme an einer Rough-Trade-Compilation sowie eine Firmendokumentation des Senders ITV zeugten vom damaligen Status der Band.Das nun veröffentlichte Remaster von "Melancholia" verzichtet bewusst auf radikale Veränderungen. Stattdessen setzten die Musiker auf eine sorgsame Entschlackung und Aufbereitung des vorhandenen Materials, um Detailtiefe und Klarheit zu erhöhen. Jonny Collins fasst die Entscheidung für die Neuauflage wie folgt zusammen:
Die Leute haben uns schon eine ganze Weile gefragt, warum unser größtes Album nicht zum Streamen verfügbar war. Wir haben entschieden: Wenn wir das machen, dann richtig. Der Remastering-Prozess war wirklich interessant. Es ging darum, zusätzliche Details in den Songs freizulegen.
Wir wussten schon immer, dass es dicht produziert ist – es gehört bei uns quasi zur Tradition, nicht nur die Küchenspüle mit reinzuwerfen, sondern auch noch beim Nachbarn einzubrechen, dessen Spüle rauszureißen und ebenfalls reinzuwerfen. Aber modernes Mastering hat für mehr Klarheit gesorgt, wir sind wirklich zufrieden damit.


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