Schwedische Folklore trifft auf düsteren Doom
Gegründet im Jahr 2015 in der historischen Region Dalarna im Herzen Schwedens, haben sich Laser Dracul Schritt für Schritt einen festen Platz im weltweiten Heavy-Underground erarbeitet. Nach einer selbstbetitelten EP machte das Quartett im Jahr 2020 mit seinem Debütalbum „Hagridden“ erstmals auf breiterer Front auf sich aufmerksam. Das Erstlingswerk erntete viel Zuspruch in der Fachpresse und etablierte das typische Klangbild der Gruppe: zähe, monolithische Gitarrenwände, durchsetzt mit bluesigen Rhythmen und einer spürbaren Vorliebe für den Okkultismus des Siebziger-Jahre-Hard-Rock.Mit „Hin Håle Blues“ setzen Laser Dracul diesen Weg nun konsequent fort, erweitern ihr Spektrum jedoch spürbar. Der Name des Albums ist keineswegs zufällig gewählt: „Hin Håle“ ist eine alte schwedische Bezeichnung für den Teufel. Die Songtexte und die visuelle Ausgestaltung der Platte speisen sich direkt aus den Sagen, dem Aberglauben und den dunklen Traditionen, die seit Jahrhunderten in Dalarna überliefert werden. Es geht um uralte Mythen, hexenartige Sagengestalten und die omnipräsente Schattenseite der ländlichen schwedischen Natur. Diese thematische Verankerung verleiht den Kompositionen eine spürbare lokale Note, die sich deutlich von gewöhnlichen Genre-Klischees abhebt.
Analoge Schwere aus dem Sellnoise Studio
Musikalisch lässt sich das Schaffen von Laser Dracul am ehesten als Verbeugung vor den Urvätern des Doom Metal begreifen, ohne dass die Band dabei zur reinen Kopie verkommt. Die Einflüsse klassischer Black-Sabbath-Riffs sind allgegenwärtig, treffen aber auf die sumpfige, verzerrte Tonalität von Formationen wie Electric Wizard, die psychedelische Schärfe von Uncle Acid & The Deadbeats sowie das raue Vintage-Feeling früher Witchcraft-Veröffentlichungen. Schwere, walzende Grooves gehen immer wieder in sphärische, fast hypnotische Passagen über, die dir als Hörer Raum zum Atmen lassen, bevor die nächste Riffwand hereinbricht.Auch bei der Produktion setzten die Schweden auf Kontinuität und handwerkliche Präzision. Das gesamte Material wurde vollumfänglich von den Mitgliedern der Band selbst geschrieben. Für den Aufnahme- und Veredelungsprozess zeichnet Jonas Arnberg verantwortlich, der das Album im Sellnoise Studio aufgenommen, gemischt und gemastert hat. Der Sound setzt auf Transparenz trotz massiver Verzerrung und fängt die rohe Energie der Band authentisch ein. Abgerundet wird das Gesamtpaket durch die visuelle Gestaltung des Künstlers Andreas „Punkarn“ Bustad, der das Cover-Artwork beigesteuert hat und die teuflisch-folkloristische Ästhetik der Musik treffend im visuellen Medium umsetzt.
„Hin Håle Blues“ erscheint am 30. Oktober 2026 digital sowie in verschiedenen physischen Formaten über das schwedische Spezialisten-Label Majestic Mountain Records, das sich seit Jahren einen hervorragenden Ruf für erstklassige Heavy- und Doom-Releases erarbeitet hat.


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