Ein Tribut an den karibischen Widerstand
Der Name des Titels ist keineswegs zufällig gewählt. Hatuey war ein indigenes Staatsoberhaupt der Taíno, das im 16. Jahrhundert den Widerstand gegen die spanischen Konquistadoren in der Karibik anführte. Nach seiner Ergreifung entschied sich Hatuey gegen die Unterwerfung und wurde auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Für Ladji Mouflet hat diese historische Gestalt eine direkte persönliche Bedeutung: Über die Linie seiner Mutter trägt der Musiker selbst Taíno-Ahnenerbe in sich. Diese Verbindung spiegelt sich auch in der visuellen Gestaltung wider. Das Cover-Kunstwerk verwebt traditionelle Taíno-Motive mit den Tätowierungen, die Ladji und sein Bruder als Tribut an ihre Vorfahren tragen.Wenn du dir die Rhythmen von "Hatuey" anhörst, spürst du schnell die energetische Mischung aus hypnotischer Afro-Perkussion, tiefen Bassfrequenzen und modernen Baile- sowie Electronic-Elementen. Wie bei seinen bisherigen Werken übernahm Mouflet die Komposition, Produktion und das Arrangement zunächst komplett in Eigenregie im Studio, bevor der Feinschliff gemeinsam mit seiner Familie, seinem Team und dem Label erfolgte.
Musikalische Wurzeln zwischen New York, Afrika und der Karibik
Die musikalische Bandbreite des Produzenten ist das Resultat einer außergewöhnlichen Erziehung. Aufgewachsen zwischen Harlem, der South Bronx und der Lower East Side in New York City, war sein Elternhaus von Beginn an von Rhythmus geprägt. Seine Mutter stammt aus der Dominikanischen Republik und trat als Salsa-Tänzerin an der Seite von Legenden wie Tito Puente und Celia Cruz auf. Sein Vater, der senegalesische und martiniquische Wurzeln hat, gründete eine eigene Musik- und Tanzschule, in der die Familie lebte und arbeitete. Dort verschmolzen traditionelle westafrikanische Trommelkunst, Ballett und Jazz zu einem festen Bestandteil des Alltags. Aus dieser Kombination aus lateinamerikanischen, karibischen, westafrikanischen und New Yorker Einflüssen formte Ladji Mouflet seinen charakteristischen Sound.Erfolg als unabhängiger Künstler
Dass dieser eigenständige Ansatz beim weltweiten Publikum ankommt, hat der Künstler bereits ohne die Unterstützung eines Major-Labels bewiesen. Seine Durchbruch-Single "Baiana 2022" verzeichnet mittlerweile mehr als 35 Millionen Streams und entwickelte sich während der letzten Fußball-Weltmeisterschaft zu einer inoffiziellen Hymne, die unter anderem von Sportstars wie Tom Brady, Lamine Yamal und Wayne Rooney geteilt wurde. Der Nachfolger "French Bossa Nova" übertraf diesen Erfolg mit über 44 Millionen Streams sogar noch.Insgesamt erreicht Mouflet über sein Label Alkebulan Records monatlich zwischen 1,5 und 2,2 Millionen Hörerinnen und Hörer auf Spotify sowie mehr als 350.000 Follower auf seinen Social-Media-Kanälen. Neun seiner Veröffentlichungen haben bereits die Marke von einer Million Streams überschritten. Mit "Hatuey" stimmt der Musiker nun auf sein Album "The Pilgrimage" ein, das als persönliche Spurensuche zu den eigenen familiären Ursprüngen angelegt ist.


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