Ein Geisterzug durch das Jenseits
In der Erzählung des Songs schläft der Protagonist über einem alten Eisenbahnjournal ein und erwacht auf einem längst verlassenen Bahnsteig. Die Gleise um ihn herum sind rostig und verdreht. Ein Pfeifen ertönt, ein Zug fährt ein, und ein alter Schaffner setzt sich neben ihn. Holland beschreibt diesen Schaffner mitden Augen von Vater Zeit
Steig ein, dieser Zug fährt irgendwohin, steig ein, das Ende kennen wir nicht, steig ein, diese nie endende Reise, steig ein, entspann dich und genieße die Show.
Sohn, du weißt, das ist nicht deine Reise, du hast im Leben noch so viel vor dir.
Inspiration aus dem ländlichen Australien
Die Bildsprache der Single beruht auf Hollands direkter Umgebung. Im ländlichen Australien finden sich zahlreiche verlassene Bahnhöfe und verfallene Infrastrukturen. Für den Musiker besitzen diese Orte eine berührende Ausstrahlung – sie erinnern daran, dass nichts auf dieser Welt für die Ewigkeit gebaut ist. "Get on Board" wandelt diese Erkenntnis in einen Trost um: Der Tod kommt erst dann, wenn die Zeit wirklich reif ist, und keinen Moment früher.Die Musikkritikerin Anita Monk zog nach dem Hören des Titels einen Vergleich zur bekannten Band The Seekers und deren Stück "Morningtown Ride". Für Holland, der die Gruppe seit seiner Kindheit schätzt, war dies ein besonderes Kompliment.
Eigenregie und ein ungewöhnlicher Werdegang
Musikalisch hat Keith Holland bei "Get on Board" fast alle Instrumente selbst eingespielt. Unterstützung erhielt er von seinem langjährigen Partner Greg Stace am Schlagzeug, der auch das Mischen und Mastern in den Ralph Street Studios in Sydney übernahm. Aufgenommen wurde das Werk in Hollands eigenem Heimstudio namens "Keitho’s Factory" in Corowa, New South Wales.Der Weg des Künstlers zur Musik verlief alles andere als gewöhnlich. Den Großteil seines Erwachsenenlebens arbeitete Holland im Sozialwesen, zuletzt als Koordinator im Strafvollzug. Erst zu Beginn der Pandemie entschied er sich dazu, seinen regulären Beruf aufzugeben und der Musik eine echte Chance zu geben. Da ihm der Einstieg in die Branche fehlte, schaltete er eine Zeitungsanzeige, um einen Musikmarketing-Experten zu suchen. Daraufhin meldete sich Jon Navaho aus Albury. Nach dem Anhören der ersten Demos brachte Navaho ihm über fast zwei Jahre hinweg bei, eigene Songs zu produzieren und zu arrangieren. Diese Zusammenarbeit mündete 2023 in Hollands Debütalbum "All in the Groove".
Das neue Album "Castles in the Sand" wird elf Titel umfassen und sich stilistisch zwischen Mainstream- und Country-Rock bewegen. In den Texten verarbeitet der Musiker Erinnerungen aus mehreren Jahrzehnten – von Kindheitssommern am Strandhaus der Großeltern bis hin zu den Jahren im Büroalltag. Bereits jetzt schreibt Holland an neuem Material und schließt eine spätere Tour mit einer eigenen Band nicht aus.


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