Man fragt mich ständig: 'Wird es dir nicht irgendwann langweilig, deine alten Songs zu spielen?' Die Antwort ist ein klares Nein. Und selbst wenn es so wäre, würde ich sie so lange neu erfinden, bis die Freude zurückkehrt – nicht als Akt der Überarbeitung, sondern der Wiederentdeckung. Songs leben über ihre Schöpfer hinaus. Wie wir selbst finden sie mit der Zeit zu sich und ihrem eigenen Gleichgewicht. Genau dieser Geist ist der Puls dieses neuen Albums – zehn neu interpretierte Versionen jedes einzelnen Songs vom ursprünglichen 'Real Life'. Manche Veränderungen sind subtil, andere geradezu seismisch. Alle sind mit einer komplett neuen Besetzung an Mitstreitern entstanden.
Unter ihnen sind zwei außergewöhnliche Sängerinnen und Sänger. Der unvergleichliche Iggy Pop – mit dessen Band ich das Privileg hatte, als Keyboarderin und Sängerin auf Tour zu gehen – nahm eine umwerfende Version von 'Save Me' auf, während wir in Neuseeland unterwegs waren. Wir mussten uns dabei nach den Vögeln draußen richten, die offenbar eine eigene Meinung zu der Session hatten. Dann ist da noch Krystle Warren, ein echtes Original und eine meiner liebsten Sängerinnen überhaupt. Ihre Stimme ist so tief soulful, dass sich 'I Defy' regelrecht wohlzufühlen scheint in seinem brandneuen Groove.
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