Musik

Ignobleth veröffentlichen Debütalbum Manor of Anticreation

Das italienische Trio präsentiert rohen Kabbalah-Death- und Black-Metal.



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Das italienische Extrem-Metal-Trio Ignobleth bereitet die Veröffentlichung seines mit Spannung erwarteten Debütalbums vor. Unter dem Titel Manor of Primitive Anticreation bringt das auf extreme Klänge spezialisierte Label Caligari Records das Werk auf CD und Musikkassette in den Handel. Die Band, die sich im Jahr 2022 in den weiten Ebenen Norditaliens formierte, hat seit ihren ersten Gehversuchen eine faszinierende musikalische Wandlung durchlaufen.

Vom rohen Kriegslärm zur dissonanten Finsternis

Ursprünglich bestand die musikalische Ausrichtung von Ignobleth – bestehend aus A.L. an der Gitarre, A.B. am Bass und Gesang sowie M.O. am Schlagzeug – vor allem aus Einflüssen des Bestial- und War-Metals. Legendäre Formationen wie Blasphemy, Archgoat und Conqueror dienten als klare Säulen für den anfänglichen Sound. Mit der Zeit entwickelte sich die Band jedoch weiter und integrierte eine deutlich angesporntere, knorrige Note, die an Bands wie Teitanblood, Kerasphorus oder Antediluvian erinnert. Die Musiker beschreiben ihre Kunst selbst treffend:
Unsere Musik haust in den Hohlräumen und Schluchten, in denen Tod und Black Metal in (Dis-)Harmonie koexistieren…
Nachdem das Trio 2023 erstmals live auf der Bühne stand und über YouTube eine erste Demoaufnahme namens Rot in the Cave veröffentlichte, folgte im darauffolgenden Jahr die EP Voidspawn Sacrifice. Diese zeigte bereits ein unverkennbar wildes Verständnis für extreme, finstere Klänge. Doch das schlummernde Potenzial ging weit über diese ersten Gehversuche hinaus und findet nun in dem kommenden Langspieler seine volle Entladung.

Chaos mit innerer Ordnung auf dem Debüt

Die Ideen für das erste abendfüllende Album formierten sich bereits seit 2023 in den Köpfen der Bandmitglieder. Der Wunsch, sich stilistisch deutlich von der vorherigen EP abzuheben, intensivierte sich im Laufe der Zeit. Das Resultat ist ein klanglich wesentlich raueres Kabbalah-Death- und Black-Metal-Werk, das auf tiefer gestimmte Instrumente setzt. Ignobleth arbeiten hier mit deutlich dissonanterem Riffing, welches die langsamen, raumgreifenden und schnellen Passagen mit einem frenetischen Schlagzeugspiel und einem verdrehten Kompositionsstil verbindet.

Auf den ersten Blick mögen die Songstrukturen unzusammenhängend oder schlicht verwirrend wirken, doch im Inneren dieses Herrenhauses existiert eine klaustrophobische Ordnung. Ständige Wechsel in Tempo und Atmosphäre, verschiedene Geschwindigkeiten, integrierte Soundeffekte sowie ein breites Vokalspektrum von cavernösen Growls bis hin zu hohen Angstschreien prägen die Stücke. Ergänzt wird dies durch einen verzerrteren Bass, erweiterte Songlängen und atmosphärische Zwischenspiele – darunter eine spannende Zusammenarbeit mit Gnaw Their Tongues. Gekrönt wird das Konzept durch lyrische Einflüsse aus kabbalistischer Magie, sumerischer Mythologie, ägyptischen Mysterien und Lovecraft'schen Abominationen. Damit schließt sich ein kreativer Kreis, der Kunst und Formlosigkeit, das Hohe und das Tiefe auf faszinierende Weise miteinander verknüpft.

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