Historische Thematik und sprachliche Vielfalt
Inhaltlich spannt „Apokalyps 1618“ über insgesamt acht Songs hinweg einen weiten Bogen durch das Mittelalter und die frühe Neuzeit. Als zentraler Aufhänger dienen prägende historische Ereignisse wie der Dritte Prager Fenstersturz im Jahr 1618, der den Ausbruch des verheerenden Dreißigjährigen Kriegs markierte. Neben den geschichtlichen Abhandlungen lässt das Projekt auch traditionelle deutsche Folklore einfließen und zieht Inspiration aus den Überlieferungen der Brüder Grimm.Diese inhaltliche Bandbreite spiegelt sich ebenso in der sprachlichen Gestaltung der Texte wider. Die Lieder sind nicht nur auf Deutsch verfasst, sondern nutzen je nach Stück auch schwedische, norwegische sowie englische Passagen. Musikalisch bleibt die Scheibe zwar den melodischen Wurzeln treu, die du vielleicht schon von älteren Werken wie dem Album „Turm am Hang“ kennst, ergänzt das Klangbild jedoch um dissonantere Passagen, düsterere Grundstimmungen und facettenreichere Gesangsformen.
Stilistische Experimente und prominente Gäste
Die einzelnen Stücke decken dabei eine große dynamische Bandbreite ab. Der Eröffnungstrack und Titel-Song „Apokalyps 1618“ setzt auf die gewohnten epischen und eingängigen Melodielinien, wohingegen „Die Ahren gleich als mit dem Huf“ deutlich rücksichtsloser, rau und mit disharmonischen Klangteppichen zu Werke geht. Bei „Barhout“ probiert das Projekt wiederum ungewöhnliche Vocal-Arrangements und unkonventionelle Songstrukturen aus. Der Abschluss der Platte mit dem Titel „At our bleakest“ wählt schließlich einen balladenhaften Ansatz, dessen Stimmung spürbar von Bands wie Type O Negative und Ulver inspiriert ist.Um diesen Vielklang umzusetzen, holte sich Horn Unterstützung von mehreren bekannten Gastmusikern aus der Metal-Szene:
- Jerff (Änterbila)
- Lestaya (Ferndal)
- Meister Cagliostro (Attic)
- Schwadorf (Empyrium)
Tracklist
- Apokalyps 1618
- Die Ahren gleich als mit dem Huf
- Naud
- Barhout
- Am Abgrund steht der Junker
- Hiofan mahnt
- Ergot
- At our bleakest


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