Ein bittersüßer Vorgeschmack auf das 16. Studioalbum
Mit „Cap In Hand“ führen Eels eine der zentralen Figuren ihres kommenden Langspielers ein: Es geht um eine Person, die sich schlussendlich ihren eigenen Unzulänglichkeiten stellt und den mutigen Versuch unternimmt, gemachte Fehler wieder auszubügeln. Klanglich präsentiert sich das Stück warm, wehmütig und dennoch leise triumphierend. Damit setzt die Single den stilistischen Rahmen für eine Platte, auf der Everett – schlicht als E bekannt – die kleinen Siege des Alltags, unvermeidliche Enttäuschungen und das faszinierende Wunder des reinen Existierens beleuchtet.Über die Grundstimmung der Aufnahmen verrät Everett ein aufschlussreiches Detail aus dem Entstehungsprozess:
Ich wollte auch bei diesem Song etwas erschöpft klingen – wie jemand, der sein Leben vermasselt hat, nun aber seine Fehler erkennt und mit eingezogenem Schwanz versucht, alles wiedergutzumachen. Ihr wisst ja, wie Plattenfirmen sind: ‚Uns ist egal, was du uns gibst – Hauptsache, auf den ersten beiden Songs klingst du besiegt!‘
Philosophie, Krümelmonster und der Blick nach vorne
Der Titel des neuen Werks, „Cookie Happened“, verdeutlicht einmal mehr den eigenwilligen Humor des Musikers, wenn es darum geht, die Absurditäten des Daseins zu verarbeiten. Auch wenn Vergänglichkeit ein zentrales Thema bleibt, überwiegt am Ende die dankbare Perspektive auf das Erlebte. Everett zieht hierbei eine ungewöhnliche Inspiration heran:All das wird vergessen werden. Jede Freude, jede Leistung und jede Schwierigkeit wird eines Tages so bedeutungslos sein, als hätte nichts davon je stattgefunden. Aber wie der große Philosoph unserer Zeit, das Krümelmonster, einmal sagte: ‚Ich weine nicht, weil der Keks weg ist. Ich lächle, weil es den Keks gegeben hat.‘


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