Zwischen Clubkultur und politischer Haltung
Musikalisch bedient sich das Projekt bei einer vielseitigen Palette an Einflüssen aus verschiedenen Dekaden. Neben Elementen aus dem Elektro und Freestyle der 1980er Jahre prägen auch Einflüsse des UK-Punks sowie rhythmische Anklänge, die an Janet Jacksons „Rhythm Nation 1814“ erinnern, den charakteristischen Sound. Padilla selbst fasst diesen gestalterischen Ansatz unter dem Begriff der „Anarcho Body Music“ zusammen, womit sie eine Musikrichtung beschreibt, die gleichermaßen auf physische Bewegung auf dem Dancefloor und eine klare politische beziehungsweise gesellschaftliche Botschaft ausgerichtet ist.Das Album deckt eine breite stilistische Bandbreite ab, die von treibenden Electro-Strukturen über Disco- und Acid-Anleihen bis hin zu New-Jack-Swing-Einflüssen reicht. Stücke wie „Lady of Dread“ oder „Perimeters of Love“ demonstrieren diesen Facettenreichtum und schlagen eine Brücke von dunkler Club-Energie hin zu melodischeren, rhythmischen Passagen. Inhaltlich widmet sich die Platte dabei Themen wie LGBTQ+-Rechten, der Stärkung von Transgender-Personen sowie breiteren sozialen Fragestellungen, die stets aus einer sehr persönlichen Perspektive beleuchtet werden.
Ein langjähriger Entstehungsprozess
Die Arbeiten an den Stücken erstreckten sich über mehrere Jahre und spiegeln kreative Prozesse, Kollaborationen und persönliche Veränderungen wider, die sich in der Zeit von 2019 bis heute entwickelt haben. Neben dem gesellschaftlichen Fokus besitzt die Platte auch eine tiefe persönliche Tragweite: Sie ist Angelikas verstorbener Mutter gewidmet, die während der laufenden Produktion des Albums verstarb.Ursprünglich in Los Angeles ins Leben gerufen, hat das Projekt inzwischen seine kreative Heimat in Brooklyn gefunden, wo ein erweiterter Kreis an Mitwirkenden an der charakteristischen Soundästhetik feilt. In der Vergangenheit stand das Projekt bereits mit namhaften Acts wie Das Ich, Xiu Xiu oder Linea Aspera auf der Bühne. Nach der offiziellen Veröffentlichung des Albums ist zudem eine US-Tournee geplant, um die neuen Stücke auf die Live-Bühnen zu bringen.
Erscheinen wird „THROB“ in digitaler Form sowie klassisch als Langspielplatte. Wenn du dich in den Gefilden elektronischer Musik bewegst, dürften dir stilistische Anknüpfungspunkte bei Formationen wie Cabaret Voltaire, Miss Kittin & The Hacker, Light Asylum oder Trinere auffallen, was dir einen guten Eindruck davon vermittelt, in welche musikalische Richtung das Release geht.
Tracklist
- Perimeters of Love
- Negative Approach
- Cruel Intentions
- Smile Now, Cry Later
- Miami
- Bruise Control
- W.I.L.T.
- Lady of Dread
- Confess
- Bubastis



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