Zwischen urbanem Chaos und bissigem Humor
In dem Track widmet sich die Formation einer skurrilen wie rauen Geschichte aus dem Alltag. Im Mittelpunkt steht die Figur Honoré, eine einsame Seele, die sich durch schwierige Straßen, flüchtige Hoffnungen und allerhand Alltagschaos manövrieren muss. Musikalisch spiegelt sich dies in einer Mixtur aus dunklem Storytelling, treibenden Electro-Elementen und einer gehörigen Portion Humor wider. Die Band schafft es, die Härten des urbanen Überlebenskampfes in eine augenzwinkernde, energiegeladene Hymne zu verpacken, die ganz im Zeichen des eigenständigen Stils der Gruppe steht.Das frisch veröffentlichte Video untermauert diese Atmosphäre und greift die chaotischen Züge auf, die das gesamte Album prägen. Es ist keineswegs der erste visuelle Vorbote zu der Platte: Bereits im Vorfeld erschienen Videoclips zu Songs wie „Je Suis Zat“, „Mort Subite“ und „Putain De Moustique“, die den facettenreichen Sound von Boum Patat ebenfalls transportierten und Fans auf das Projekt eingestimmt haben.
Erfahrene Köpfe und der Bruch mit Genregrenzen
Hinter dem Projekt Boum Patat steht der belgische Musiker Olivier Wittenberg. Kenner der Szene erinnern sich vielleicht noch an seine Zeit als Schlagzeuger und Komponist der Formation Manic Movement. In den 2000er-Jahren tourte er quer durch Europa und stand dabei mit namhaften Größen wie Kreator, Moonspell und Psychotic Waltz auf den Bühnen des Kontinents. Auch Auftritte auf renommierten Großveranstaltungen wie dem Graspop Metal Meeting gehörten zu seiner damaligen musikalischen Vita. Nach einer längeren kreativen Pause meldet sich Wittenberg nun mit diesem eigenproduzierten Soloprojekt zurück, das gezielt die starren Konventionen des traditionellen Metal aufbricht.Die musikalische Handschrift zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie spielerisch mit den sonst oft sehr ernsten Codes des Genres bricht. Ernsthaftigkeit und Absurdität gehen hier Hand in Hand, wenn elektronischer Punch auf rockige Fundamente trifft. Im Studio hält Wittenberg fast alle Fäden in der Hand: Er fungiert als Sänger, Songwriter, Komponist sowie Produzent und spielt einen Großteil der Instrumente eigenhändig ein. Unterstützt wird er dabei im kreativen Prozess von Gitarrist Jérémie Vasile. Für künftige Konzerte und Live-Auftritte transformiert sich das Studio-Konstrukt zudem in ein schlagkräftiges Trio, bei dem Laurent Soulasse den Bass und Maxime Demulder die Drums übernehmen. Wer sich abseits ausgetretener Pfade auf eine unvorhersehbare musikalische Reise einlassen möchte, findet in den Veröffentlichungen der Band eine spannende Mischung aus Härte, Groove und elektronischer Spielerei.


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