Hinter dem ungewöhnlichen Bandnamen, der direkt auf das tibetische Totenbuch verweist, verbirgt sich ein international besetztes Line-up, das erfahrene Musikerinnen und Musiker aus verschiedenen Ecken der europäischen Metalszene vereint. Am Mikrofon steht Ginevra De Giusti, die Musikfans vor allem durch ihre Arbeit bei Hands of Orlac ein Begriff sein dürfte. Für die Gitarrenarbeit zeichnet Peter Svensson verantwortlich, der ansonsten bei Formationen wie Void Moon und Assassin’s Blade aktiv ist. Den Takt am Schlagzeug gibt derweil Scott Naylor an, den man aus Reihen von Iron Void kennt. Diese geballte Erfahrung aus unterschiedlichen Spielarten des extremen Metals prägt auch das Songwriting des aktuellen Werks.
Musikalisch bewegen sich Bardo Thodol in einem faszinierenden Kosmos, der italienischen Horror-Metal mit tonnenschweren schwedischen Doom-Einflüssen verschmelzen lässt. Eingebettet in einen traditionellen Heavy-Metal-Rahmen treffen massive Riff-Wände auf atmosphärisch dichte und bisweilen sehr bedrohliche Keyboard-Melodien. Getragen wird dieser Mix von einem ebenso wuchtigen wie filigranen Schlagzeugspiel. Wenn Du Dich für düstere, okkulte Klangwelten begeistern kannst, findest Du hier ein abwechslungsreiches Hörerlebnis, das stilistisch in eine Kerbe mit Grössen wie Death SS oder Abysmal Grief schlägt.
Entstehung und Songauswahl
Für die Aufnahmen zu „Sumerian Tragedy“ konnte die Band aus dem Vollen schöpfen. Insgesamt entstanden im Studio 13 neue Songs, von denen es schliesslich zehn Stücke auf die reguläre Tracklist des Albums geschafft haben. Die verbleibenden drei Kompositionen wurden bewusst zurückgehalten und dienen als potenzielle Bonustracks für zukünftige Veröffentlichungen. Im Vergleich zum vergriffenen Vorgänger „Demon Unleashed“ zeigt sich das Quartett deutlich gereifter und fokussierter. Die Produktion drückt den Stücken einen wuchtigen Stempel auf, ohne den erdigen und oft mystischen Charme des Untergrunds zu verlieren. Inhaltlich und musikalisch zieht sich ein roter Faden durch die Platte, der von mythologischen Motiven bis hin zu tiefen, menschlichen Abgründen reicht.Tracklist
- Queen of the Nile (3:24)
- The False Prophet (3:36)
- Book of the Dead (5:49)
- Visions of the Void (3:58)
- The Occult Key (3:03)
- Black Hearts under A Silver Moon (3:21)
- Castle of the Winds (6:13)
- Field of Blood Akeldama (4:04)
- Servants of the Serpent (5:04)
- Sumerian Tragedy (5:57)


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