Nordische Folklore trifft auf orchestrale Wucht
Die kreativen Wurzeln von Askemåne reichen in das Jahr 2021 zurück, als sich die Band im französischen Besançon gründete. Von den ersten Schritten an hat sich das Kollektiv einem sehr eigenständigen Ansatz im Neo-Folk verschrieben. Im Zentrum steht dabei die faszinierende Welt der nordischen Folklore, die von treibenden, fast schon tribalartigen Percussions von unten getragen wird. Darum herum legt sich eine schwere, orchestrale Soundkulisse, die dem Gesamtbild eine epische Tiefe verleiht. Um den Sound dynamisch und unvorhersehbar zu halten, reichern die Musiker ihre Kompositionen zudem mit subtilen östlichen Klangfarben an, wodurch an den Rändern der Stücke immer wieder neue Facetten durchschimmern.Ein zentrales Erkennungszeichen der Band ist zweifellos ihr vielschichtiger Gesangseinsatz. Die Vocals wechseln mühelos zwischen gutturalen, fast schon gerufenen Passagen, wenn es die emotionale und musikalische Härte erfordert, und tiefgreifenden Harmonien, die problemlos in der Lage sind, einen ganzen Raum auszufüllen. Hörerinnen und Hörer, die Bands wie Heilung, Dzivia oder Wardruna schätzen, finden hier einen ähnlich immersiven Ansatz, der die Hörerschaft direkt in eine andere Zeit zu versetzen vermag.
Der Weg zu Kollisjon und die Besetzungswechsel
Das frisch erschienene Album knüpft an eine spannende Entwicklung an. Nach einer Reihe von markanten Single-Veröffentlichungen wie „Vinter Saga“, „I Rotasjon“ und „Dyaul“ stellte die Band im Mai 2024 ihr selbstproduziertes Album „Gravitasjon“ vor. Doch die kreative Reise stand nie still. Gegen Ende des Jahres 2025 schlug das Kollektiv ein neues Kapitel auf, als frische Mitglieder zur Band stießen und das vokale Gefüge noch einmal deutlich erweiterten. Diese personelle und künstlerische Frischzellenkur bildet nun das Fundament für „Kollisjon“.Aufgenommen wurde das Werk im Medvedkine Studio. Für die technische Umsetzung zeichnet sich Paul Pourchet verantwortlich, der sowohl die Aufnahmen als auch den Mix und das Mastering übernommen hat. Das Ergebnis ist eine Produktion, die die rohe Kraft der Instrumente mit einer klaren, detailreichen Abmischung verbindet. Das Album erscheint als physische CD und wurde von der Band in Eigenregie veröffentlicht, was den unabhängigen Charakter des Projekts unterstreicht.
Tracklist
- Dégel
- Gauss
- Substraksjon
- Culpa
- Junoon
- Syv aser og en elv
- Arbeid
- Lovetann
- Konflikter
- Sirkelen
- Union
- En espérant


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