Musik

Ashen Sun veröffentlichen neue EP Velarium

Johnny Hagel meldet sich nach Jahren bei Tiamat mit neuem Projekt zurück.



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Der schwedische Musiker Johnny Hagel, vielen Musikfans vor allem durch seine langjährige und prägende Arbeit als Bassist und Co-Songwriter bei etablierten Formationen wie Tiamat und Sundown ein Begriff, wagt mit seinem aktuellen Projekt musikalisch den Schritt zurück in die Dunkelheit. Unter dem Namen Ashen Sun legt der Künstler nun die sechs Titel umfassende EP Velarium vor, die am heutigen 27. März 2026 über das Label Desert Plain Records veröffentlicht wurde. Das Werk ist sowohl in digitaler Form als auch physisch auf CD erhältlich und richtet sich an alle, die eine Vorliebe für tiefgründige, atmosphärische Rock- und Metal-Klänge abseits des Mainstreams pflegen.

Isolation und die Ästhetik des Verfalls

Entstanden ist das Projekt im Jahr 2024, wobei der Entstehungsprozess bewusst in völliger Einsamkeit stattfand. Diese abgeschiedene Arbeitsweise prägt die Atmosphäre der Stücke maßgeblich. Die Songs atmen eine dichte Intensität, die sich um Themen wie Isolation, inneren Verfall und das Gefühl einer schwindenden Welt dreht. Klanglich bewegt sich das Material im klassischen Bereich des dunklen Gothic Rock, wird jedoch von einer markanten, kalten elektronischen Note gestützt. Dabei greift das Projekt bewusst auf die unverkennbare Melancholie der neunziger Jahre zurück, verknüpft diese mit Cold-Wave-Synthesizern und arbeitet mit cineastischen Texturen, ohne dabei künstlich modern wirken zu wollen. Johnny Hagel bringt den konzeptionellen Ansatz selbst auf den Punkt, wenn er das Schaffen beschreibt:
Ein Requiem für verblassende Imperien und sterbende Sterne.
Johnny Hagel
Bereits im Dezember 2025 lieferte die erste Singleauskopplung „Faith’s Funeral“ einen ersten Vorgeschmack auf die stilistische Ausrichtung des Projekts. Der Track stieß auf positive Resonanz und fand rasch den Weg in zahlreiche genre-spezifische Playlists, was die Erwartungen an den nun folgenden Langspieler schürte. Inhaltlich präsentiert sich die EP in unterschiedlichen Nuancen der Trostlosigkeit: Sie beleuchtet die Klaustrophobie eines sich gegen sich selbst wendenden Geistes, den Verfall einstiger Hingabe, kollabierende Metropolen im Rauch sowie endzeitliche Szenarien, in denen die Grenze zwischen Schlaf und Ewigkeit verschwimmt. Wenn du dich musikalisch gerne in den Dunstkreis von Formationen wie The Sisters of Mercy, Fields of Nephilim, Type O Negative oder eben Tiamat begibst, findest du hier vertraute und zugleich eigenständige Klanglandschaften.

Tracklist

  1. Black Thoughts
  2. Desperate Vows
  3. Ashes of the World
  4. An Ever Turning Wheel
  5. Velarium
  6. Dreaming of the Dead

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