Das Line-up liest sich wie ein Who-is-Who der extremen Musikszene und vereint Musiker, die über jahrzehntelange Erfahrung verfügen. Mit an Bord sind die Akteure Corvus, Spellgoth, Syphon und VnoM. Diese Namen sind tief verwurzelt in der Geschichte des extremen Metals und haben im Laufe ihrer Karrieren verschiedene prägende Formationen begleitet. Spellgoth hat in der Vergangenheit beispielsweise maßgeblich die Geschicke von Trollheims Grott mitgeprägt und dort im Jahr 2003 das klassische Album „Bloodsoaked and Ill-Fated“ verantwortet. Syphon blickt auf eine kreative Vergangenheit bei Bands wie ...And Oceans zurück und schloss sich zudem mit VnoM für gemeinsame Projekte im Black-Metal-Umfeld von True Black Dawn zusammen. Diese historischen Verbindungen sorgen dafür, dass Antihuman Industries wie eine gewollte Heimkehr wirken, bei der alte Weggefährten ihre musikalische Expertise bündeln, um etwas Neues zu erschaffen.
Industrielle Härte trifft auf traditionelle Finsternis
Musikalisch schlagen Antihuman Industries einen Weg ein, der im heutigen Metal-Bereich eher selten geworden ist. Während viele moderne Produktionen auf Hochglanz poliert sind, wagt das Projekt den Schritt hin zu einem industriell geprägten Black Metal, der gleichermaßen roh wie durchdacht wirkt. Das Album kombiniert die traditionelle Finsternis des Genres mit kalten, mechanischen Texturen. Organische Instrumentierungen werden stellenweise von elektronischen Einflüssen durchdrungen und gewaltsam in eine maschinelle Form gepresst, die eine ganz eigene Dynamik entfaltet.Schon die Songtitel geben einen klaren Vorgeschmack auf die atmosphärische Ausrichtung der Platte. Stücke wie „Loop of Cosmic Horror“, „Error:Human“, „Brain Noise“ oder „Eerie Curiosity“ transportieren eine Thematik, die sich stark an dystopischen und technoiden Schrecken orientiert. Es ist eine spannende Gratwanderung zwischen postmoderner Kälte und bewährten Retro-Elementen, die den Hörer in eine unbehagliche, aber faszinierende Klangwelt entführt. Das Projekt zeigt damit, dass der extreme Metal auch im modernen Zeitalter noch Wege finden kann, sich neu zu erfinden, ohne seine ureigenen Wurzeln zu verraten. Unterlegt wird diese sterile, maschinelle Atmosphäre im konzeptionellen Überbau durch Aussagen wie die, dass emotionale Reaktionen als Fehler klassifiziert werden, während die Maschine lernt und das Fleisch verfällt.
Tracklist
- Loop of Cosmic Horror
- Error:Human
- Brain Noise
- Eerie Curiosity
- Accelerated Death Impulse
- Renounce - Resist - Revolt
- A.H.I. (Syndicate Dolls)
- Lucid Dream
- Grief [/ol>



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