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Tesla Cybercab startet in Austin ohne Lenkrad

Das autonome Zweisitzer-Taxi soll Teslas Robotaxi-Netzwerk verstärken



Tesla Cybercab startet in Austin ohne Lenkrad Bild Tesla Cybercab startet in Austin ohne Lenkrad Screenshot Tesla Cybercab startet in Austin ohne Lenkrad Foto

Tesla bringt sein Cybercab auf die Straßen von Austin. Mit einem kurzen Video und der Botschaft „Die Zukunft ist in Austin angekommen“ stimmt der Elektroautohersteller auf eine Präsentation des autonom fahrenden Zweisitzers ein. Einen klassischen neuen Tesla für Privatkunden zeigt die Aufnahme allerdings nicht. Zu sehen ist das Cybercab, das ohne Lenkrad und Pedale für den Einsatz als fahrerloses Taxi entwickelt wurde.

Tesla Cybercab kommt als autonomes Taxi nach Austin

Das im Video gezeigte Fahrzeug ist Teil von Teslas Robotaxi-Strategie. Im Innenraum sitzen zwei Passagiere vor einem zentral angeordneten Bildschirm, während dort, wo Du normalerweise ein Lenkrad, Pedale und klassische Bedienelemente erwarten würdest, auffallend viel freie Fläche bleibt. Das Tesla Cybercab übernimmt die Fahrt vollständig selbst und ist deshalb nicht für die herkömmliche Bedienung durch einen Fahrer ausgelegt.

Damit unterscheidet sich das Fahrzeug deutlich von den Model Y, die Tesla bislang überwiegend für seinen Robotaxi-Dienst verwendet. Diese Serienfahrzeuge verfügen weiterhin über ein Lenkrad und Pedale, auch wenn manche Fahrten bereits ohne eine Person auf dem Fahrersitz durchgeführt werden. Das Cybercab wurde dagegen von Anfang an ausschließlich für den autonomen Personentransport konzipiert.

Kein neues Privatkundenmodell im klassischen Sinne

Falls Du Dich beim Blick auf das Video fragst, ob Tesla gerade überraschend ein neues Modell vorgestellt hat, lautet die Antwort also: im Grunde ja, aber nicht als gewöhnliches Auto. Das Tesla Cybercab soll vor allem Bestandteil eines automatisierten Fahrdienstes werden. Tesla verfolgt langfristig die Idee, eine große Flotte selbstfahrender Fahrzeuge aufzubauen, die Fahrgäste ohne menschlichen Fahrer ans Ziel bringt.

Elon Musk hatte das futuristische Fahrzeug bereits im Oktober 2024 öffentlich vorgestellt. Damals präsentierte Tesla einen kompakten Zweisitzer mit auffälliger Karosserie und nach oben öffnenden Türen. Die aktuellen Aufnahmen aus Austin deuten nun darauf hin, dass der Hersteller den Schritt von der Präsentation hin zum praktischen Einsatz vorbereitet.

Austin wird zur Bühne für Teslas Robotaxi-Pläne

Austin spielt bei der Entwicklung eine zentrale Rolle. Tesla startete dort im Juni 2025 einen zunächst kleinen Robotaxi-Dienst mit umgerüsteten Model Y. Das Angebot wurde anschließend schrittweise erweitert, blieb aber in seiner Reichweite und Fahrzeugzahl begrenzt. Nun soll das eigens für diesen Zweck entwickelte Cybercab stärker in den Vordergrund rücken.

Nach Angaben aus texanischen Zulassungsdaten waren Anfang September 2026 insgesamt 420 autonome Fahrzeuge von Tesla im Bundesstaat registriert. Darunter befanden sich 45 Cybercabs. Das zeigt einerseits, dass bereits mehrere Exemplare vorhanden sind, macht andererseits aber auch deutlich, dass von einer flächendeckenden Flotte noch keine Rede sein kann.

Tesla zufolge begann die Produktion des Cybercab bereits im April 2026. Musk hatte allerdings früh darauf hingewiesen, dass die Fertigung zunächst nur langsam anlaufen werde. Die aktuelle Aktion in Austin dürfte deshalb weniger eine überraschende Enthüllung als vielmehr der sichtbare Start der nächsten Erprobungs- und Einsatzphase sein.

Ohne Lenkrad und Pedale wird Technik zur Schlüsselfrage

Das Konzept des Tesla Cybercab steht und fällt mit der autonomen Fahrtechnik. Tesla setzt dabei weiterhin vor allem auf Kameras und die eigene Software, während Wettbewerber wie Waymo zusätzlich mit Lidar- und Radarsensoren arbeiten. Der vergleichsweise reduzierte technische Ansatz soll Fahrzeuge günstiger machen und eine spätere Produktion in großen Stückzahlen erleichtern.

Gleichzeitig erhöht der Verzicht auf Lenkrad und Pedale die Anforderungen erheblich. Fahrgäste können in einer kritischen Situation nicht einfach selbst die Kontrolle übernehmen. Neben der Zuverlässigkeit der Software werden daher auch behördliche Genehmigungen darüber entscheiden, wie schnell und in welchem Umfang Tesla das Cybercab kommerziell einsetzen darf.

In den USA begrenzen bestehende Vorschriften bislang die Zahl der Fahrzeuge, die ohne konventionelle Bedienelemente verkauft oder im regulären Verkehr eingesetzt werden können. Unbegrenzte Testfahrten sind unter bestimmten Voraussetzungen zwar möglich, doch für einen großflächigen kostenpflichtigen Taxibetrieb gelten zusätzliche Regeln.

Tesla verspricht die Zukunft, der große Beweis steht noch aus

Der Satz „Die Zukunft ist in Austin angekommen“ ist ohne Frage eine selbstbewusste Ansage. Die aktuellen Bilder liefern einen interessanten Eindruck davon, wie sich eine Fahrt ohne Fahrer anfühlen könnte. Ob das Cybercab bereits kurzfristig von vielen Fahrgästen gebucht werden kann, geht aus Teslas Beitrag jedoch nicht hervor.

Auch einen konkreten Zeitplan für den Verkauf an Privatkunden gibt es weiterhin nicht. Musk stellte in der Vergangenheit einen möglichen Preis von rund 30.000 US-Dollar in Aussicht. Ob Tesla das Fahrzeug tatsächlich frei verkaufen kann und darf, hängt jedoch nicht nur von der Produktion, sondern ebenso von der Zulassung eines Autos ohne Lenkrad und Pedale ab.

Für den Moment ist das Cybercab daher vor allem ein speziell entwickeltes Robotaxi und kein direkter Nachfolger von Model 3 oder Model Y. Neu ist weniger die grundsätzliche Idee als der offenbar bevorstehende Einsatz in Austin. Für Tesla beginnt damit eine wichtige Phase: Das Unternehmen muss nun zeigen, ob aus einem futuristischen Versprechen ein verlässlich funktionierender Fahrdienst werden kann.

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