Das Verbrechen um Dorothy Lou Thompson
Ausgangspunkt der Ermittlungen ist das Jahr 1985. Dorothy Lou Thompson betrieb in der Nähe von New Orleans einen Tierfriedhof – errichtet auf einem Areal, dem in der Region seit Generationen der Ruf anhaftet, verflucht zu sein. Als die Betreiberin plötzlich spurlos verschwand, liefen die Suchmaßnahmen zunächst ins Leere, bis schließlich eine grausige Entdeckung gemacht wurde: Ihr Leichnam wurde in schwere Ketten gehüllt aus dem Mississippi geborgen.Trotz der brutalen Umstände standen die Ermittlungsbehörden vor einem Rätsel. Mangelnde belastbare Beweise und fehlende Spuren führten dazu, dass die Untersuchungen schrittweise ins Stocken gerieten. Der Fall verblieb über Jahrzehnte hinweg als ungelöstes Aktenzeichen im Archiv.
Erst im Jahr 2009 nahm Detective John Doran die Ermittlungen wieder auf und rollte die Kriminalakte neu auf. Der entscheidende Anstoß für eine neue Dynamik kam jedoch aus einer ungewöhnlichen Richtung: Ein Zeuge meldete sich bei den Ermittlern und behauptete, vom Geist der ermordeten Dorothy Lou Thompson aufgesucht worden zu sein. Seine schockierenden Angaben verliehen der festgefahrenen Spurensuche frischen Wind. Nur wenige Jahre später trat ein weiterer Zeuge an die Behörden heran, der ebenfalls angab, von der Verstorbenen heimgesucht zu werden.
Abgründe einer von Verbrechen geprägten Region
Was auf den ersten Blick wie ein übersinnliches Phänomen wirkt, führte die Beamten auf die konkrete Fährte einer weit verzweigten Familiengeschichte. Die ungewöhnlichen Aussagen bildeten den Auftakt zur Enthüllung einer langen Reihe ungesühnter Verbrechen, familiärer Abgründe und historischer Gewalttaten.Die dreiteilige Dokumentationsserie gliedert die Aufarbeitung in verschiedene Schichten. Die erste Episode konzentriert sich auf den jahrzehntealten Mordfall sowie den Moment, in dem die erste Zeugenaussage im Jahr 2009 eine neue Wende brachte. In der zweiten Folge erzielen die Ermittler entscheidende Fortschritte und stoßen auf einen unerwarteten Zeugen mit brisanten Informationen. Das Serienfinale verknüpft schließlich den Einzelfall mit einem noch größeren Geflecht aus Straftaten, Korruption und historischen Massakern.
Für die Produktion zeichnet Lightbox im Auftrag von HBO Documentary Films verantwortlich. Regie und Drehbuch übernimmt Philip Cairney, der zuvor unter anderem durch „Being Beethoven“ bekannt wurde. Als Executive Producer fungieren Simon Chinn, Jonathan Chinn, Suzanne Lavery, James Marsh sowie Silvia Sacco. Aufseiten von HBO wird das Projekt von Nancy Abraham, Lisa Heller und Tina Nguyen begleitet.
Um den Komplexitäten des Falls gerecht zu werden, kommen in der Dokumentation unterschiedlichste Stimmen zu Wort. Zu den Mitwirkenden gehören Freunde, Angehörige und Nachbarn des Opfers, Vertreter der Strafverfolgungsbehörden sowie Journalisten, Historiker, Juristen und Künstler. Gemeinsam zeichnen sie das Porträt einer Region, deren Gegenwart nach wie vor von ungelösten Verbrechen überschattet wird.


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