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John Carpenter meldet sich mit einem außergewöhnlichen Multimedia-Projekt zurück: Unter dem Titel „Cathedral“ verknüpft die Horror- und Sci-Fi-Legende erstmals eine eigene Graphic Novel direkt mit einem passenden Soundtrack-Album. Während der Comicband über Storm King Comics erscheint, veröffentlicht das Indielabel Sacred Bones zeitgleich die musikalische Untermalung. Zusammen mit seinen langjährigen Musiker-Partnern Cody Carpenter und Daniel Davies liefert die Regie-Ikone damit ein echtes Konzeptwerk ab, das Horrorfans in ein schauriges Labyrinth unter den Straßen von Los Angeles entführt.
Ein filmischer Albtraum wird zur Musik Die Idee zu dem Projekt entsprang nicht etwa einer Auftragsarbeit, sondern einem besonders lebhaften Traum, den Carpenter im Jahr 2024 hatte. Die Geschichte führt dich in eine verlassene Kirche in der Innenstadt von Los Angeles. Nach dem Mord an einem Polizeibeamten gerät das vergessene Gebäude ins Visier der Ermittler. Lieutenant Christine Marks sowie die Detectives Paul Hernandez und Steve Mayfield übernehmen den Fall. Bei ihren Nachforschungen dringen sie tief in die unterirdischen Katakomben vor und stoßen dort auf eine Jahrhunderte alte, gefangene Bosheit, die wieder erwacht.
Für die musikalische Umsetzung arbeitete John Carpenter eng mit seinem Sohn Cody Carpenter an den Synthesizern und Gitarrist Daniel Davies zusammen. Die Handlung gab dabei das musikalische Tempo und die Tonalität vor. Wie Davies verrät, beschrieb Carpenter einzelne Szenen präzise und verlangte nach harten Gitarrenriffs. Obwohl das Trio ursprünglich nicht geplant hatte, ein Metal-Album aufzunehmen, entwickelte sich das Werk durch die Dynamik der Geschichte naturgemäß in diese Richtung. Carpenter selbst bezeichnet die Scheibe scherzhaft als sein erstes Heavy-Metal-Album.
Das Album ist so aufgebaut, dass jeder der insgesamt 14 Tracks exakt einem Kapitel der Graphic Novel entspricht. Ergänzende Liner Notes führen dich durch das Geschehen, sodass beim Hören ein bildhafter Film im Kopf entsteht – für Fans das am nächsten kommende Erlebnis zu einem neuen Carpenter-Spielfilm seit geraumer Zeit. Gleichzeitig war es dem Meister wichtig, dass die Musik auch völlig losgelöst vom Comic funktioniert und eine eigenständige Wirkung entfaltet.
Zur Feier der Veröffentlichung gibt es mit der Single „Revenge“ auch einen frischen Vorgeschmack samt Visualizer-Video. Der Song untermalt den dramatischen Höhepunkt der Geschichte, eine entscheidende Kampfszene. Das Fundament der Nummer stammt aus einer Demo von Daniel Davies und kombiniert eines der zentralen Leitmotive des Albums mit treibenden Riffs und kreischenden Soli.
Das Team hinter Comic und Soundtrack Auch abseits der Musik ist „Cathedral“ hochkarätig besetzt. Die Graphic Novel verfasste Carpenter gemeinsam mit seiner Ehefrau und langjährigen Produzentin Sandy King sowie dem Autor Sean Sobczak. Für die visuellen Zeichnungen zeichnen Federico De Luca und Luis Guaragna verantwortlich, während Sian Mandrake die Kolorierung und Marshall Dillon das Lettering übernahmen.
Das Soundtrack-Album umfasst folgende Titel:
Primeval
Identity
Inside Out
Abandoned Cathedral
Elevator
Elevator Two
Desolation in the Underworld
The Mapmaker
The Ferryman
Lord Of The Underground
Death of the Mapmaker
Back to Ruins
Revenge
Resolution
Mit „Cathedral“ erweitert John Carpenter sein künstlerisches Schaffen um eine facettenreiche Facette. Ob als Horror-Soundtrack, hartes Rock-Album oder Begleitmusik zum Comic: Die Mischung aus düsteren Synthesizern, schweren Gitarren und packendem Storytelling trägt unverkennbar die Handschrift des Meisterregisseurs.
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