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Wer im Herbst mit dem iPhone 18 Pro liebäugelt, muss möglicherweise mehr Geld einplanen als bei früheren Modellwechseln. Mehrere Marktbeobachter rechnen mit einer spürbaren Preiserhöhung. Die aktuellen Prognosen reichen von rund 100 bis zu 300 US-Dollar Aufschlag. Bestätigt ist davon noch nichts, doch steigende Kosten für Speicher, Kameras und den erwarteten 2-Nanometer-Chip erhöhen den Druck auf Apple.
iPhone 18 Pro: Analysten erwarten einen kräftigen Preissprung Die jüngste und zugleich deutlichste Prognose stammt vom Analysten Jeff Pu von GF Securities. Nach seiner Einschätzung könnten das iPhone 18 Pro und das iPhone 18 Pro Max zwischen 250 und 300 US-Dollar teurer werden als ihre direkten Vorgänger. Als Gründe nennt er vor allem steigende Kosten für moderne Prozessoren sowie für Dram- und Nand-Speicher.
Eine solche Erhöhung wäre selbst für Apples Pro-Reihe ungewöhnlich. Ausgehend von einem US-Startpreis von 1.099 US-Dollar beim iPhone 17 Pro könnte das Nachfolgemodell theoretisch in Richtung 1.349 bis 1.399 US-Dollar rücken. Beim Pro Max wäre entsprechend ein noch höherer Einstiegspreis denkbar.
Diese Rechnung ist allerdings keine Preisliste von Apple. Analysten bewerten Lieferketten, Bauteilpreise und wirtschaftliche Entwicklungen. Der Hersteller kann höhere Kosten teilweise selbst übernehmen, an anderer Stelle sparen oder seine Marge reduzieren. Wie viel davon tatsächlich bei Dir als Käufer ankommt, entscheidet Apple erst mit der offiziellen Preisgestaltung.
Warum Prognosen zwischen 100 und 300 US-Dollar schwanken Nicht alle Marktbeobachter erwarten einen Aufschlag von bis zu 300 US-Dollar. IDC hatte zwischenzeitlich mit etwa 100 US-Dollar gerechnet, die Prognose später aber auf bis zu 200 US-Dollar angehoben. J. P. Morgan ging wiederum von einem eher moderaten Anstieg zwischen 50 und 100 US-Dollar aus.
TechInsights berechnete, dass Apple den Preis des iPhone 18 Pro um ungefähr 270 US-Dollar erhöhen müsste, wenn sämtliche erwarteten Mehrkosten ausgeglichen und die bisherige Gewinnmarge gehalten werden sollen. Das bedeutet nicht automatisch, dass Apple genau diesen Betrag verlangt. Es beschreibt zunächst den wirtschaftlichen Druck, der durch teurere Komponenten entstehen könnte.
Die Bandbreite zeigt, wie unsicher die Lage ist. Analysten verwenden unterschiedliche Annahmen zu Speicherkosten, Lieferverträgen, Produktionsausbeute und Apples gewünschter Marge. Wechselkurse, regionale Steuern und länderspezifische Preisstrategien kommen später noch hinzu.
Der A20 Pro könnte zum wichtigsten Kostentreiber werden Für das iPhone 18 Pro wird ein neuer A20-Prozessor erwartet. Berichten zufolge soll Apple bei den Pro-Modellen erstmals auf einen Chip aus TSMCs 2-Nanometer-Fertigung setzen. Kleinere Fertigungsstrukturen können mehr Leistung, eine höhere Effizienz oder eine Kombination aus beidem ermöglichen.
Der Wechsel auf eine neue Produktionsgeneration ist zu Beginn allerdings kostspielig. Moderne Wafer sind teuer, und die Ausbeute vollständig funktionsfähiger Chips kann während der frühen Fertigung niedriger ausfallen. Apple dürfte die 2-Nanometer-Technik deshalb zunächst auf die Pro-Modelle begrenzen.
Frühere Berichte gingen davon aus, dass ein entsprechender Chip deutlich mehr kosten könnte als sein Vorgänger. Die exakten Beträge unterscheiden sich je nach Quelle erheblich. Klar ist lediglich: Ein neuer Fertigungsprozess wird in der Regel nicht günstiger, bevor Produktion und Ausbeute über einen längeren Zeitraum optimiert wurden.
Der KI-Boom verteuert Speicher für Smartphones Neben dem Prozessor belasten steigende Preise für Arbeits- und Massenspeicher die Kalkulation. Der Ausbau von KI-Rechenzentren sorgt für eine hohe Nachfrage nach Speicherchips. Hersteller priorisieren teilweise besonders margenstarke Komponenten für Server und Beschleuniger, wodurch andere Marktbereiche unter Druck geraten können.
Für ein Smartphone sind sowohl Dram als Arbeitsspeicher als auch Nand für den internen Speicher unverzichtbar. Steigen die Preise beider Komponenten gleichzeitig, summiert sich der Effekt. Varianten mit mehr Speicherplatz können davon stärker betroffen sein als das jeweilige Basismodell.
Apple kann seine Größe bei Verhandlungen mit Zulieferern ausspielen und langfristige Lieferverträge abschließen. Vollständig vom Markt abkoppeln kann sich aber auch das Unternehmen nicht. Wenn Kapazitäten knapp bleiben, werden besonders fortschrittliche und große Speicherbausteine entsprechend teuer.
Apple hat Preiserhöhungen bereits bei anderen Geräten umgesetzt Die Spekulationen erhalten zusätzliches Gewicht, weil Apple die Preise ausgewählter Macs und iPads bereits angehoben hat. Als Begründung wurden unter anderem die außergewöhnlich stark gestiegenen Kosten für Speicherkomponenten genannt.
IDC-Analystin Nabila Popal wertete diese Schritte als Hinweis darauf, dass auch die kommenden Pro-iPhones stärker als zunächst erwartet betroffen sein könnten. Ihre Schätzung lag anschließend bei einem möglichen Aufschlag von bis zu 200 US-Dollar für das iPhone 18 Pro und Pro Max.
Eine direkte Übertragung ist trotzdem nicht möglich. Apple betrachtet jede Produktgruppe separat. Produktionsmenge, Wettbewerb, Vertragslaufzeiten und Gewinnmargen unterscheiden sich zwischen Macs, Tablets und Smartphones. Die bisherigen Erhöhungen zeigen aber, dass das Unternehmen höhere Kosten nicht unbegrenzt selbst auffangen möchte.
Eine neue Kamera könnte den Preis zusätzlich belasten Neben Chip und Speicher werden für das iPhone 18 Pro Veränderungen am Kamerasystem erwartet. In der Gerüchteküche ist unter anderem von einer variablen Blende für die Hauptkamera die Rede. Damit könnte das Gerät die einfallende Lichtmenge mechanisch anpassen und je nach Situation eine andere Tiefenschärfe erzeugen.
Analyst Ming-Chi Kuo hatte auf höhere Kosten für ein neues Kamerasystem hingewiesen. Ob die variable Blende tatsächlich in beiden Pro-Modellen erscheint und welchen praktischen Vorteil sie bringt, bleibt bis zur Vorstellung offen.
Ein komplexeres Kameramodul erhöht nicht nur den Preis einzelner Bauteile. Es kann auch mehr Platz beanspruchen, zusätzliche Entwicklungsarbeit verlangen und die Montage aufwendiger machen. Solche Faktoren fließen ebenfalls in die Gesamtkosten eines Smartphones ein.
Was das iPhone 18 Pro in Deutschland kosten könnte US-Preise lassen sich nicht einfach zum aktuellen Wechselkurs in Euro umrechnen. Amerikanische Preisangaben enthalten üblicherweise keine lokale Umsatzsteuer. In Deutschland sind dagegen Mehrwertsteuer, Wechselkurspuffer und weitere regionale Faktoren im Verkaufspreis enthalten.
Ein US-Aufschlag von 200 oder 300 US-Dollar muss daher nicht als identischer Eurobetrag erscheinen. Apple verwendet außerdem häufig feste Preisstufen, statt jede Veränderung der Produktionskosten exakt weiterzugeben.
Sollte das Unternehmen die höheren Prognosen vollständig auf den Verkaufspreis übertragen, wäre ein deutscher Einstieg deutlich oberhalb des Vorgängers plausibel. Eine konkrete Europrognose bleibt dennoch spekulativ, solange der US-Preis, der Wechselkursansatz und die hiesige Speicherstaffel nicht feststehen.
Mehr Basisspeicher könnte einen Teil des Aufschlags erklären Bei einer Preissteigerung ist entscheidend, welche Ausstattung Apple zum Einstieg anbietet. Ein höherer Betrag wäre anders zu bewerten, wenn gleichzeitig der Basisspeicher wächst oder weitere bislang kostenpflichtige Ausstattungsstufen entfallen.
Der reine Vergleich der günstigsten Modellpreise kann deshalb täuschen. Kostet das neue Gerät beispielsweise mehr, bietet aber standardmäßig eine größere Speicherkapazität, fällt der Aufschlag bei vergleichbarer Konfiguration möglicherweise niedriger aus.
Dafür gibt es bislang allerdings keine bestätigten Angaben. Du solltest vermeintliche Preislisten deshalb immer gemeinsam mit der genannten Speicherausstattung betrachten. Gerade bei frühen Leaks werden unterschiedliche Varianten schnell miteinander verwechselt.
Apple könnte die höheren Kosten teilweise selbst auffangen Eine Preiserhöhung um 250 bis 300 US-Dollar wäre nicht die einzige Möglichkeit. Apple könnte einen Teil der zusätzlichen Kosten über seine Marge tragen, günstigere Verträge mit Zulieferern aushandeln oder Ausgaben bei anderen Komponenten reduzieren.
Auch eine gestaffelte Erhöhung ist denkbar. Das Unternehmen könnte das Basismodell weniger stark verteuern und bei größeren Speichervarianten einen höheren Aufschlag verlangen. Ebenso könnten Pro und Pro Max unterschiedlich behandelt werden.
Apple muss dabei nicht nur die eigenen Kosten betrachten. Ein deutlich höherer Einstiegspreis verlängert möglicherweise den Nutzungszyklus vieler Kunden. Andere Käufer könnten zum normalen iPhone, zu einem Vorgängermodell oder zu einem Gerät eines anderen Herstellers wechseln.
Das iPhone 18 Pro Max dürfte ebenfalls teurer werden Die Prognosen beziehen sich überwiegend auf beide Pro-Modelle. Das iPhone 18 Pro Max besitzt bereits einen höheren Ausgangspreis und könnte durch Display, Akku, Kameratechnik und größere Speicherkonfigurationen stärker von steigenden Bauteilkosten betroffen sein.
Ein gleichmäßiger Aufschlag von beispielsweise 200 US-Dollar würde den Abstand zwischen Pro und Pro Max unverändert lassen. Apple könnte die Preisstaffel aber auch neu strukturieren und bestimmte Funktionen stärker dem größeren Modell vorbehalten.
Zusätzlich wird für 2026 ein faltbares iPhone erwartet. Dieses dürfte preislich noch einmal deutlich oberhalb der bisherigen Pro-Modelle liegen. Ein solches Gerät könnte Apple mehr Spielraum geben, die gesamte Premium-Reihe neu zu positionieren.
Abwarten oder noch das iPhone 17 Pro kaufen? Allein aufgrund einer Analystenprognose musst Du kein aktuelles Gerät überstürzt kaufen. Noch ist weder der Preis noch die endgültige Ausstattung des iPhone 18 Pro bekannt. Händlerangebote für das Vorgängermodell können sich außerdem nach der Präsentation verändern.
Benötigst Du sofort ein neues Smartphone und findest ein gutes Angebot, kann ein aktuelles Modell weiterhin sinnvoll sein. Funktioniert Dein vorhandenes Gerät problemlos, liefert die offizielle Vorstellung die bessere Entscheidungsgrundlage. Dann lassen sich Preis, Ausstattung und tatsächliche Verbesserungen direkt vergleichen.
Ein möglicher Preisanstieg macht das neue Modell nicht automatisch zu einem schlechten Angebot. Entscheidend ist, ob Prozessor, Kamera, Akkulaufzeit und Speicher den Mehrpreis für Deine Nutzung rechtfertigen. Wer sein Smartphone mehrere Jahre behält, bewertet einen Aufschlag vermutlich anders als jemand, der jährlich wechselt.
Der tatsächliche Preis bleibt bis zur Vorstellung offen Die Hinweise auf steigende Preise sind inzwischen zahlreich. Teurere Speicherchips, die erwartete 2-Nanometer-Fertigung und ein aufwendigeres Kamerasystem liefern nachvollziehbare Gründe für einen Aufschlag. Auch Apples Preiserhöhungen in anderen Produktgruppen sprechen dafür, dass der Hersteller nicht alle Mehrkosten selbst tragen wird.
Unklar bleibt die Größenordnung. Die Schätzungen zwischen 100 und 300 US-Dollar liegen weit auseinander. Zudem hat derselbe Analyst im Laufe des Jahres bereits unterschiedliche Szenarien beschrieben, was zeigt, wie schnell sich Kosten und Erwartungen verändern können.
Bis Apple das iPhone 18 Pro offiziell präsentiert, bleibt eine deutliche Preiserhöhung daher wahrscheinlich, aber nicht bestätigt. Wenn Du einen Kauf planst, ist ein zusätzlicher finanzieller Puffer vernünftig. Eine konkrete Kaufentscheidung sollte sich jedoch nicht allein auf die derzeit höchste Prognose stützen.
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