Produzent Mark Swift betont die Herausforderungen und Chancen, die ein solches Originalprojekt mit sich bringt:
Die Filme, an denen ich bisher gearbeitet habe, waren entweder eine Fortsetzung oder basierten auf einem Buch. An einem Originalstoff zu arbeiten, ist etwas Besonderes, weil man wirklich bei null anfängt. Es gibt keine bestehenden Entwürfe für die Figuren, keine festgelegten Persönlichkeiten. Jede Idee ist neu und kann auf einen anderen Weg führen.
Ein Genremix mit Anime-Einflüssen und zwei Farbwelten
Story-technisch vereint Forgotten Island ganz unterschiedliche Einflüsse: Elemente aus Mystery, Komödie, Fantasy und Coming-of-Age treffen aufeinander, ohne geglättet zu werden. Neben breit angelegtem Humor, der spürbar von japanischen Animes inspiriert ist, stehen subtile, emotionale und geerdete Momente. Regisseur Joel Crawford erklärt die Motivation hinter dieser kreativen Ausrichtung:Lange Zeit wurde Animation – vor allem im Westen – in eine Schublade gesteckt und auf eine bestimmte Art von Inhalt reduziert. Wir wollten unbedingt aus diesem Schema ausbrechen. Animation kann jede Art von Geschichte erzählen.
Ein besonderes Highlight der Inszenierung bilden drei Rückblenden, die Jo und Raissa dabei helfen, die Nacht ihrer Ankunft zu rekonstruieren. Jede dieser Sequenzen rückt ein anderes Mitglied des sogenannten „Wild Pack“ in den Mittelpunkt – namentlich Raww, Bungi und Prinz Mermahn. Um jeder Sichtweise eine eigene Identität zu verleihen, wurde jede Rückblende in einem individuellen Stil umgesetzt, der sich an verschiedenen japanischen Anime-Vorbildern orientiert. Umgesetzt wurden diese speziellen Abschnitte vom Studio Snipple Animation aus Quezon City auf den Philippinen.
Auch die Leitung des Animationsstudios zeigt sich von dem Konzept überzeugt. Margie Cohn, Präsidentin von DreamWorks Animation, hebt die visuelle Gestaltung hervor:
Der Film strotzt nur so vor wundervollen Einfällen. Visuell geht er bis an die Grenzen. Doch jede gestalterische Entscheidung steht im Dienst der Geschichte.


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