Vom Indie-Phänomen auf die große Leinwand
Das ursprüngliche Videospiel basierte auf einer erstaunlich schlichten Prämisse, die Spieler weltweit in ihren Bann zog. Du steuerst eine Figur durch einen scheinbar endlosen, steril wirkenden Fußgängertunnel einer japanischen U-Bahn-Station. Dein Ziel ist es, den namensgebenden Ausgang 8 zu erreichen. Allerdings unterliegt dieser Weg ganz besonderen Regeln: Bei jedem Durchgang musst du deine Umgebung akribisch beobachten. Erspähst du eine Anomalie – etwa ein sich veränderndes Plakat, merkwürdige Geräusche oder subtile Veränderungen an den Wänden –, musst du sofort umkehren. Sieht hingegen alles vollkommen normal aus, gehst du weiter. Jedes Versehen setzt deinen Fortschritt zurück auf Null.Diese Mischung aus Beobachtungsgabe, Paranoid-Atmosphäre und repetitivem Nervenkitzel eignete sich hervorragend für eine cineastische Umsetzung. Die Weltpremiere der Verfilmung fand bereits im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele von Cannes 2025 statt, wo das Werk in der renommierten Sektion „Midnight Screenings“ gezeigt wurde. Verantwortlich für die Regie zeichnet Genki Kawamura, der sich zuvor bereits als Produzent erfolgreicher Projekte wie Makoto Shinkais Animationshit Suzume oder Hirokazu Kore-edas Serie The Makanai einen Namen gemacht hat. Zudem feierte er als Romanautor mit Werken wie „Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden“ internationale Erfolge.
Namhafte Produktion und packende Albtraum-Atmosphäre
Hinter der Produktion des 95-minütigen Horrorthrillers steht kein Geringerer als das traditionsreiche japanische Studio Tōhō, das zuletzt mit dem Oscar-prämierten Meisterwerk Godzilla Minus One sowohl Kritiker als auch ein Millionenpublikum an den Kinokassen begeistern konnte. In den Hauptrollen der Videospiel-Adaption sind Kazunari Ninomiya, Yamato Kôchi und Naru Asanuma zu sehen.Die Handlung des Films orientiert sich eng an der beklemmenden Dynamik des Spiels: Ein junger Mann befindet sich morgens auf dem gewohnten Weg zur Arbeit und verlässt die U-Bahn. Doch statt wie üblich an der Oberfläche anzukommen, findet er sich in einem seltsam leeren, tageslichtfreien Korridor wieder, der sich in einer scheinbar unendlichen Schleife wiederholt. Um dieser surrealen Falle zu entkommen, muss er verzweifelt nach dem Ausweg suchen. Wer die Disziplin verliert oder Kleinigkeiten übersieht, wird gnadenlos an den Anfang zurückgeworfen. Ob und wie es dem Protagonisten gelingen wird, dem schier endlosen Labyrinth zu entkommen, kannst du ab dem 13. August 2026 selbst im Kino verfolgen.


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