Eine Erfindung für die Liebe
Die Handlung dreht sich um Fanny und Tom, die bereits seit über zwanzig Jahren glücklich verheiratet sind. Während Tom als leidenschaftlicher Ingenieur und Perfektionist immer wieder an neuen, meist skurrilen Dingen tüftelt – von im Dunkeln leuchtenden Hausschuhen bis hin zum Kreditkartenglücksrad –, sieht es finanziell zunehmend düster aus. Die Haushaltskasse ist leer und der Verkauf des Eigenheims samt geliebter Werkstatt droht. Doch ein unerwartetes Geständnis von Fanny bringt das Leben des Paares komplett durcheinander: Sie offenbart ihm, dass sie in ihrem bisherigen Leben noch nie einen Orgasmus hatte.Angestachelt von ihrer engagierten Sexualtherapeutin ist der Entschluss gefasst, dies zu ändern. Für Tom, der den Ehrgeiz des Erfinders im Blut hat, ist diese Enthüllung nicht etwa das Ende der Beziehung, sondern ein sportlicher wie emotionaler Auftrag. Kurzerhand beschließt er, das perfekte Gerät zur Zelebrierung der weiblichen Lust zu entwickeln. Was als intimes Projekt beginnt, weitet sich zu einer turbulenten und abenteuerlichen Reise aus. Zusammen mit seiner Frau stürzt sich Tom in ein Chaos, das von humorvollen Momenten, behördlichen Fluchten und unvorhersehbaren Wendungen geprägt ist. Dabei gelingt es den beiden Komplizen, sich und ihre Liebe nach zwei Jahrzehnten völlig neu kennenzulernen.
Der Film basiert lose auf der wahren Geschichte eines deutschen Ehepaars, dem einst mit der Entwicklung eines innovativen Liebesspielzeugs ein historischer Coup gelang. Regisseurin Reem Kherici, die sich bereits als Spezialistin für französische Publikumshits einen Namen gemacht hat, inszeniert diese Vorlage als schwungvolle Komödie. Neben ihrer Regiearbeit ist Kherici auch vor der Kamera zu sehen. Getragen wird der Film vor allem von seinem prominenten Hauptdarsteller-Duo: François Cluzet, unvergessen aus dem Welterfolg „Ziemlich beste Freunde“, und Alexandra Lamy, bekannt aus „Louise und die Schule der Freiheit“, übernehmen die Parts des erfinderischen Ehepaars.
Der Neue Visionen Filmverleih bringt den 90-minütigen Streifen im Sommer auf die großen Leinwände in Deutschland. Wer sich für humorvolle, unkonventionelle und von französischem Esprit getragene Geschichten interessiert, findet hier eine amüsante Abwechslung. Der Film verspricht dabei gänzlich ohne billige Vulgarität auszukommen und setzt stattdessen auf feinsinnigen Humor, Charme und eine berührende Erzählung über den Mut zur Veränderung in einer langjährigen Beziehung.


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