Ein eingespieltes Team hinter und vor der Kamera
Für Regisseur Andreas Dresen und Drehbuchautorin Laila Stieler markiert Alte Liebe bereits die neunte gemeinsame Zusammenarbeit. Das Gespann hat in der Vergangenheit immer wieder bewiesen, dass es tiefgründige und menschliche Geschichten mit viel Feingefühl auf die Leinwand bringen kann. Zu ihren bisherigen gemeinsamen Erfolgen zählen gefeierte Produktionen wie das Biopic Gundermann, die Tragikomödie Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush sowie das historische Drama In Liebe, Eure Hilde.In Alte Liebe widmen sie sich nun den vielschichtigen Herausforderungen einer langjährigen Partnerschaft. Produziert wird der 111-minütige Spielfilm von Kordes & Kordes Film Süd in Koproduktion mit der Iskremas Filmproduktion und der Schubert International Filmproduktion. Auch auf Darstellerseite setzen die Verantwortlichen auf erfahrene Charakterköpfe: Dagmar Manzel und Joachim Król übernehmen die Rollen des Ehepaars Lore und Harry.
Zwischen Hochdruckreiniger und Existenzfragen
Die Handlung taucht tief in den Alltag von Lore und Harry ein, die seit nunmehr vierzig Jahren miteinander verheiratet sind. Seit seiner Pensionierung hat sich Harry weitgehend in seine eigene Welt zurückgezogen: Er verbringt seine Tage bevorzugt damit, Weizenbier zu trinken, seinen Rittersporn im Garten zu pflegen und vor sich hin zu meckern. Lore hingegen klammert sich weiterhin an ihren Beruf als Bibliothekarin, veranstaltet Lesungen und verehrt Dichter wie Propheten.Obwohl beide verhältnismäßig viel miteinander sprechen, reden sie in der Praxis meist aneinander vorbei. Der schwelende Konflikt tritt offen zutage, als ihre Tochter Julia ankündigt, zum mittlerweile dritten Mal heiraten zu wollen. Diese Nachricht bringt das Fass zum Überlaufen und legt tief sitzende Spannungen frei. Unter der Oberfläche des Alltags brodeln ungelöste Fragen, alte Eifersüchteleien, Debatten über Harrys Bequemlichkeit und belanglose Reibungspunkte wie der Sinn und Zweck eines Hochdruckreinigers.
Lore, die sich mit über sechzig Jahren zunehmend kraftlos fühlt, beginnt ihr bisheriges Leben gründlich zu hinterfragen. Sie träumt von Reisen, Neuanfängen und Veränderung, während sie sich die dringliche Frage stellt, ob das im Leben schon alles gewesen sein kann. Harry wirkt zwar nach außen hin wortkarg, nimmt die emotionale Not seiner Frau jedoch sehr wohl wahr. Was folgt, ist eine ebenso bissige wie berührende Annäherung zweier Menschen, die herausfinden müssen, ob ihre Liebe nach vier Jahrzehnten noch eine Zukunft hat.
Ein erster veröffentlichter Trailer vermittelt bereits einen prägnanten Eindruck von der Mischung aus Wortwitz, Leichtigkeit und melancholischer Tiefe. Die literarische Vorlage wird zudem begleitend im August 2026 neu im Hanser Verlag aufgelegt.


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