Foto: Dieses Bild wurde mit einer KI generiert. Mehr zum Thema Transparenz.
Falls Du Deinen Gaming-PC bislang vor allem wegen seiner Grafikleistung bewundert hast, könnte er in den kommenden Tagen eine unerwartete Nebenrolle als Fußbodenheizung übernehmen. Hoch „Olaf“ bringt nämlich heiße Luft nach Deutschland und sorgt dafür, dass die Temperaturen ab Dienstag kräftig steigen. Spätestens am Donnerstag dürfte sich das Land vielerorts wie eine schlecht belüftete Messehalle am gamescom-Samstag anfühlen.
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes breitet sich die Hitze aus dem Südwesten über weite Teile Deutschlands aus. Während die Nacht zum Dienstag noch einmal vergleichsweise kühl ausfallen soll, beginnt danach der meteorologische Schwierigkeitsgrad „Inferno“.
Hoch Olaf bringt die Hitze nach Deutschland zurück Am Dienstag bleibt der Norden mit Temperaturen zwischen 21 und 26 Grad zunächst auf der angenehmeren Seite der Wetterkarte. Im übrigen Deutschland werden dagegen bereits 26 bis 31 Grad erwartet. Am Oberrhein sind sogar bis zu 33 Grad möglich.
Viel Sonnenschein klingt auf dem Papier natürlich erst einmal nett. Wenn Du allerdings im Dachgeschoss wohnst, keine Klimaanlage besitzt und Dein Rechner beim Start eines aktuellen Spiels die Leistungsaufnahme eines kleinen Industrieofens erreicht, dürfte sich die Begeisterung in Grenzen halten.
Die letzte kühlere Nacht solltest Du deshalb zum ausgiebigen Durchlüften nutzen. Fenster auf, warme Luft raus und anschließend möglichst früh wieder alles schließen – quasi ein zeitlich begrenztes Lüftungs-Event, das Du besser nicht verschläfst.
Am Mittwoch steigen die Temperaturen auf bis zu 37 Grad Bereits am Mittwoch wird es laut Prognose fast überall heiß. Temperaturen unterhalb der 30-Grad-Marke gibt es voraussichtlich nur noch unmittelbar an den Küsten. Im restlichen Deutschland werden Höchstwerte zwischen 30 und 35 Grad erwartet, am Rhein könnten es sogar bis zu 37 Grad werden.
Damit beginnt offiziell die Jahreszeit, in der sich jede Bewegung außerhalb des Kühlschranks wie eine Nebenquest mit Ausdauerverlust anfühlt. Wer dennoch nach draußen muss, sollte ausreichend trinken, direkte Sonne nach Möglichkeit meiden und körperlich anstrengende Aktivitäten lieber in die kühleren Morgenstunden verlegen.
Auch technische Geräte freuen sich über etwas Aufmerksamkeit. Spielekonsole und Gaming-PC sollten genügend Luft bekommen und nicht in einem engen, ohnehin aufgeheizten Schrank stehen. Wenn die Lüfter plötzlich klingen, als wolle Dein Rechner zum Mond starten, ist eine Pause vermutlich keine schlechte Idee.
Tropische Nächte erhöhen die Wärmebelastung Unangenehm wird nicht allein die Hitze am Tag. In der Nacht zu Donnerstag sinken die Temperaturen in Ballungsräumen teilweise nur noch auf ungefähr 22 Grad. Außerhalb der Städte werden Tiefstwerte zwischen 20 und 16 Grad erwartet.
Am Donnerstag dürfte die Hitzewelle schließlich ihren vorläufigen Höhepunkt erreichen. In weiten Teilen Deutschlands sind mehr als 35 Grad wahrscheinlich. Auch in der darauffolgenden Nacht bleibt es mit 17 bis 23 Grad vielerorts ungewöhnlich warm.
Das eigentliche Problem: Wohnungen und Häuser können kaum noch auf natürliche Weise auskühlen. Besonders in dicht bebauten Städten sammelt sich die Wärme und bleibt dort hartnäckiger als ein Bossgegner mit drei zusätzlichen Lebensbalken.
So kommst Du besser durch die heißen Tage Du musst aus Deinem Zuhause natürlich keinen vollständig abgedunkelten Survival-Bunker machen. Einige einfache Maßnahmen können die Belastung aber spürbar reduzieren.
Lüfte möglichst früh am Morgen oder während der kühleren Nachtstunden.
Schließe anschließend Fenster, Rollläden und Vorhänge, bevor die heiße Luft hereinkommt.
Trinke regelmäßig Wasser, auch wenn Du noch keinen starken Durst verspürst.
Vermeide längere Aufenthalte in der direkten Mittagssonne.
Gönne Dir und Deiner Hardware gelegentlich eine Pause.
Besonders ältere Menschen, Kinder und Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen sollten die hohen Temperaturen ernst nehmen. Ein kurzer Anruf bei Angehörigen oder Nachbarn kann ebenfalls sinnvoll sein. Nicht jeder bemerkt rechtzeitig, wie sehr der Kreislauf bereits unter der Hitze leidet.
Gaming bei Hitze: Der Endgegner sitzt im Zimmer Für Gamer beginnt mit der Hitzewelle außerdem die alljährliche strategische Abwägung: Spiele ich trotzdem weiter oder verzichte ich darauf, mein Zimmer durch Grafikkarte, Fernseher und Konsole zusätzlich aufzuheizen? Kleine Indie-Titel, Cloud-Gaming oder ein gemütlicher Handheld-Abend könnten diesmal die überraschenden Gewinner sein.
Falls Du dennoch den großen Gaming-PC anwirfst, solltest Du zumindest auf freie Lüftungsschlitze und möglichst geringe Staubansammlungen achten. Dasselbe gilt für Konsolen. Bitte lege aber keine Kühlakkus auf Deine Hardware – Kondenswasser und Elektronik bilden ein Duo, das deutlich weniger harmonisch zusammenspielt als Mario und Luigi.
Unterm Strich stehen Deutschland also einige schweißtreibende Tage bevor. Hoch „Olaf“ meint es offenbar gut mit Sonnenfans, übertreibt es dabei aber ein wenig mit dem Temperaturregler. Nutze die letzte kühlere Nacht, stelle ausreichend Getränke bereit und denke daran: Der Herbst-Patch kommt garantiert – nur leider noch nicht in dieser Woche.
Dieser Artikel kann Affiliate-Links enthalten, die mit gekennzeichnet sind. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Für dich ändert sich dadurch nichts, auch nicht am Preis, aber du unterstützt damit dieses Projekt. Deswegen bereits im Voraus: Danke.
Wir verwenden Cookies, um Dir das beste Nutzererlebnis bieten zu können. Wenn du diese Seite weiter nutzt, gehen wir davon aus, dass Du damit einverstanden bist. Hier unsere Datenschutzhinweise.