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I, Voidhanger Records kündigt drei neue Extreme-Metal-Alben an

Werke von Acausal Intrusion, Venomous Echoes und Encasement erscheinen.


22.07.2026  Redaktion  0 Likes  0 Kommentare 
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Foto: Ben Vanweelden / Gen Pintel. Mehr zum Thema Transparenz.

Das auf avantgardistischen Extreme Metal spezialisierte Label I, Voidhanger Records hat für den 4. September 2026 gleich drei neue Veröffentlichungen angekündigt. Wenn du auf der Suche nach fordernden Sounds jenseits des Mainstreams bist, erwartet dich im Spätsommer ein Paket aus okkultem Technical Death Metal, dissonantem Black/Death Metal und atmosphärischem Solo-Black-Metal. Wir stellen dir die drei Alben von Acausal Intrusion, Venomous Echoes und Encasement genauer vor.

Acausal Intrusion: Okkulter Tech-Death aus den USA
Nachdem Acausal Intrusion vor einigen Jahren ihre erste Album-Trilogie abgeschlossen haben, kehrt das US-amerikanische Duo mit dem Werk "Vomit Meditations" zurück. Die Band greift den Stil auf, der sie in der Underground-Szene bekannt gemacht hat, und baut ihn weiter aus. Das stimmungsvolle Cover-Kunstwerk stammt erneut aus der Feder von Daniele Valeriani.

Musikalisch bieten Acausal Intrusion eine Mischung aus chaotischem, surrealem Blackened Tech-Death Metal, der mit psychedelischen und komplexen Arrangements angereichert ist. Diesen Ansatz hatte das Duo bereits auf dem Vorgänger "Panpsychism" verfolgt, führt ihn nun aber auf ausgedehnten Kompositionen wie "Vomit Meditation", "Requiem Murmur" und "Psychic Abolishment" konsequenter fort. Neben roher Härte und finsteren Vocals fließen halluzinatorische Melodien und akustische Zwischenspiele mit Ambient-Einflüssen ein. Das Zusammenspiel von Nythroth (Gitarren, Bass, Keyboards, Gesang und Abmischung) und Cave Ritual (Schlagzeug, Gesang, Texte) lässt zudem Einflüsse aus dem Free Jazz erkennen. Das Album erscheint auf CD, LP sowie in digitaler Form.

Venomous Echoes: Dissonanter Albtraum und Bewältigung
Ebenfalls am 4. September 2026 erscheint "Ŋvęŧş: Violator Of Mater", das vierte Werk des US-amerikanischen Ein-Mann-Projekts Venomous Echoes. Musiker Ben Vanweelden setzt darin seine Erkundung düsterer Innenwelten fort. Während sich vorherige Veröffentlichungen vor allem mit Ängsten im Zusammenhang mit Körperdysmorphie auseinandersetzten, verarbeitet das neue Album tiefere persönliche Traumata.

Ben Vanweelden beschreibt den thematischen Hintergrund wie folgt:
In Ŋvęŧş: Violator Of Mater wurde die Kreatur von der Wand von Dysmor zerschmettert und hat die Welt von Malcloid betreten, das Reich der Verzweiflung, wo sie der Säule des Lichts und der Reinheit gegenübersteht, die die Essenz ihrer eigenen Mutter birgt. Hier muss er sich seinen realen Peinigern stellen, die das Biest erschaffen, das Ŋvęŧş ist, der Schänder der Unschuldigen. Er wurde gebrochen, um in diese Welt einzutreten. Nun muss er mitansehen, wie diejenigen, die er liebt, gebrochen und zerstört werden, um zur letzten Prüfung zu gelangen. Jede Gliedmaße des Biests repräsentiert meine realen Peiniger, als eine Möglichkeit, diese Ereignisse zu bewältigen.
Ben Vanweelden
Soundtechnisch bewegen sich Venomous Echoes gewohnt schizophren zwischen rasenden Black-Death-Passagen und zähflüssigen Doom-Slowdowns. Unterstützt wurde Vanweelden bei Produktion, Drum-Programming und Gesang von Stephen Knapp. Das Album erscheint als CD und digital, während das Cover-Artwork von 0ndes beigesteuert wurde.

Encasement: Debüt zwischen Black Metal und Klassik
Das dritte Werk im Bunde markiert das selbstbetitelte Debüt des kanadischen Soloprojekts Encasement aus Toronto. Behind dem Projekt steht Multiinstrumentalist und Sänger James Thompson, der das Album in Eigenregie geschrieben, eingespielt und produziert hat. Inhaltlich verarbeitet "Encasement" Themen wie Trauer, den Umgang mit Perfektionismus und das Überwinden von schädlicher Selbstkritik.

James Thompson erläutert die Beweggründe hinter den Texten:
Im Grunde genommen ist es ein Album über Perfektionismus, darüber, Selbstkritik loszulassen, die einem nicht mehr dient, und stattdessen sich selbst und die Realität zu akzeptieren. Ich hatte lange Zeit die Tendenz, mir Fehler nie zu verzeihen, was mein Leben effektiv in eine Zeitleiste von Fehltritten unterteilt hat. In den letzten zehn Jahren habe ich allmählich verstanden, wie wenig hilfreich und wie schädlich diese Denkweise sein kann – wie sie das Wachstum hemmt, Beziehungen belastet und unheimlich viel unnötigen Stress verursacht. Ich habe erkannt, dass dies das Ergebnis unrealistischer Erwartungen und eine Form von intellektueller Unehrlichkeit war, die auf der Unfähigkeit beruhte, mir selbst Empathie entgegenzubringen. Es hat viel Arbeit gekostet, das zu verinnerlichen und zu vermeiden, die Zeit, die ich mit diesem Denken verbracht habe, als weiteren Fehler zu betrachten, über den ich nachgrübeln muss.
James Thompson
Stilistisch beruft sich Encasement zwar auf Black-Metal-Strukturen, erweitert diese jedoch um Elemente aus Death Metal und progressiven Strömungen. Zudem flossen beim Songwriting Inspirationen aus der Orchesterdramatik von Komponisten wie Schostakowitsch, Prokofjew und Ravel ein. Die CD- und Digitalversionen werden von I, Voidhanger Records vertrieben, während das Album auf Vinyl über Hypaethral Records erscheint.

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