Wie wir bewerten…

Wir wollen euch hier beschreiben, wie wir zu unseren Bewertungen kommen und wie man die Reviews und insbesondere deren Bewertung in Zahlen verstehen sollte.

Wichtiger Hinweis
Die Bewertung von Spielen, Filmen, Musik und anderen multimedialen Produkten ist nicht immer einfach und bleibt bei aller Objektivität, die man an den Tag legt, am Ende immer noch ein subjektiver Eindruck dessen, was man gesehen, gehört oder erlebt hat. Wir geben uns größte Mühe alle Produkte fair und ausgewogen zu bewerten, allerdings bleibt es natürlich stets eine Einzelmeinung des Redakteurs. Getreu dem Motto “Über Geschmack kann man nicht streiten” sollte man dies auch beim Lesen unserer Rezensionen immer im Hinterkopf behalten.

Spiele

Bei Spielen betrachten wir in der Regel im Wesentlichen vier Bereiche:

  • Grafik (Ingame-Grafik, Optik der Menüführung, Qualität bzw. auch Fehlen v. Zwischensequenzen, etc.)
  • Sound (Soundeffekte, Hintergrundmusik, ggf. Surround-Effekte, etc.)
  • Steuerung (Intuitivität, Präzision, Erlernbarkeit, Tastatur bzw. Zubehör-Unterstützung, etc.)
  • Gameplay (Spielspaß, Frustrationsfaktoren, Spieldauer, etc.)

Jeder dieser vier Bereiche erhält eine Wertung in Form eines Zahlenwerts von 0 (schlecht) bis 100 (perfekt). Der Mittelwert dieser vier Parameter ergibt in der Regel dann die finale Gesamtbewertung, die sich in folgende Bereich einteilen lässt:

00+ Punkte Gehört in unseren Augen zu den schlechtesten Spielen in der Geschichte der PC Spielewelt.
10+ Punkte Ein Spiel ohne jeden Spielspaß und/oder schwerste technische Mängel.
20+ Punkte Ein schlechtes Spiel ohne nennenswerte Highlights.
30+ Punkte Ein mäßiges Spiel mit zahlreichen negativen Aspekten.
40+ Punkte Ein unterdurchschnittliches Spielerlebnis mit einigen negativen Elementen.
50+ Punkte Ein mittelmäßiges Spiel mit einigen Highlights, aber auch Schattenseiten.
60+ Punkte Ein nettes Spiel, nicht nur für zwischendurch.
70+ Punkte Ein gutes Spiel, mit leichten Abzügen in bestimmten Bereichen.
80+ Punkte Ein sehr gutes Spiel, nicht nur für Fans des jeweiligen Genres.
90+ Punkte Ein herausragendes Spiel, welches man auf jeden Fall mal gespielt haben sollte.
100 Punkte Das perfekte Spiel.

Gewichtung der Bereichsparameter

Mitunter kann es vorkommen, dass die Bildung des Mittelwerts aus den vier genannten Bereichsparametern dem Spiel nicht gerecht wird. Dies kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn das Spiel seinen Fokus auf Bereiche legt, die dann auch entsprechend höher zu gewichten sind. Beispielsweise wird man unbestritten anerkennen müssen, dass das Spiel “Minecraft” in den Bereichen Grafik und Sound nicht mit Titeln wie “Horizon Zero Dawn” oder zahlreichen anderen Triple-A-Titeln konkurrieren kann. Dennoch ist dem Spiel aufgrund seines Spielprinzips (fällt in den Bereich “Gameplay”) unbestritten ein Legenden-Status sicher. Insofern setzen auch wir bei der Bewertung den Schieberegler flexibel ein, erläutern dann im Text wieso wir denken, dass das Spiel die finale Wertung erreicht.

Vergleichbarkeit im Genre

Bei der finalen Punktevergabe versuchen wir einerseits eine Vergleichbarkeit über das gesamte Spielespektrum hinweg herzustellen, aber auch stets eine Vergleichbarkeit mit anderen Titeln im Genre im Blick zu behalten. Die Vergleichbarkeit innerhalb eines Genres ist für uns ein wichtiges Kriterium, welches ebenfalls in der Gesamtwertung Berücksichtigung findet.

Weitere Einflussfaktoren

Weitere Faktoren wie Preis/Leistung, Aufmachung des Produkts, Bonus-Material, o.ä. können unter Umständen eine Wertung nachhaltig beeinflussen, dies wird dann innerhalb des Artikels gesondert angesprochen.

Spezialfall “Early Access” Games

Early Access (deutsch ‚früher Zugang‘), auch alphafunding, early funding, alpha-access oder paid-alpha, ist ein Finanzierungsmodell in der Videospiel-Industrie, bei dem Konsumenten für ein Computerspiel in einem frühen Entwicklungsstadium bezahlen, das spielbar ist, aber noch nicht fertiggestellt wurde. Die Entwickler können mit den Einnahmen die Arbeit fortsetzen und erhalten Fehlerberichte oder Vorschläge von den Konsumenten. Early Access ist eine verbreitete Möglichkeit der Finanzierung für Indie-Spieleentwickler und wird oft zusammen mit anderen Finanzierungsmethoden wie Crowdfunding eingesetzt. Videospiele können im Beta- und Alphastatus als Early Access erscheinen.

Die Bewertung von Early Access Games stellt für alle Spielemagazine eine besondere Herausforderung dar. Wie bewertet man ein Spiel, welches noch nicht final fertiggestellt wurde. Wir haben uns dazu entschieden bei diesen Spielen größtmögliche Flexibilität zu bewahren. Wenn wir der Meinung sind, dass das Spiel bereits eine Wertung verdient, weil wir davon ausgehen, dass sich zwar im Bereich des Umfangs von Änderungen ergeben können, aber diese auf das grundsätzliche Spielgefühl keinen erheblichen und negativen Einfluss mehr haben werden, dann werden wir dem Spiel eine Bewertung vergeben. Sind wir davon nicht überzeugt und glauben, dass sich da noch einiges tun wird oder auch sich noch tun muss, dann werden wir ggf. auch auf eine finale Wertung in Form von Zahlen verzichten. Ungeachtet dessen berichten wir stets mindestens in textueller Form über unsere Erfahrungen und Eindrücke. In Einzelfällen können wir das Spiel auch zu einem späteren Zeitpunkt nochmals unter die Lupe nehmen.

Abgrenzung zu Previews

Während Early Access Games eine Wertung (ggf. nur textuell) erhalten, verzichten wir im Bereich der Previews auf wertende Faktoren. Für uns liegt der Unterschied darin, dass sich die Hersteller im Falle von Early Access Games dazu entschieden haben das Game zu veröffentlichen und (das ist entscheidend) Geld dafür zu nehmen. Was man kaufen kann, verdient auch eine Bewertung – so das Credo aus unserer Sicht. Nicht nur, weil wir das Spiel unter Umständen empfehlen möchten, sondern auch weil es notwendig sein kann, darauf hinzuweisen, das Spiel noch nicht zu kaufen.

Bei Previews wiederum ist die Sachlage so, dass das Spiel offiziell noch nicht erschienen ist. Man kann es nicht kaufen, man kann es bestenfalls vor Release anspielen. Auch bei Previews berichten wir natürlich von unseren Eindrücken und schildern euch was wir gut oder nicht so gut fanden, allerdings sind diese Eindrücke nicht final, da auch das Spiel nicht fertiggestellt ist. Insofern verzichten wir bei Previews in aller Regel auf eine Wertung.

Filme

Bei der Bewertung von Filmen und Serien legen unseren Fokus auf folgende Bereiche:

  • Unterhaltungswert der Geschichte (Drehbuch, Qualität der Dialoge, Längen innerhalb des Films, etc.)
  • Schauspielerische Leistung (Qualität des Casts, schauspielerische Darbietung, Dauer der Auftritte von Zugpferden, etc.)
  • Technische Umsetzung (Kameraführung, Regiearbeit, Produktion, Special Effects (sofern vorhanden), etc.)
  • Weitere Faktoren wie Preis/Leistung, Spieldauer, Aufmachung des Produkts, Bonus-Material (sofern erwähnenswert), etc.

Die obigen Bereichsparameter werden in unseren Tests nicht gesondert, auch nicht als Zahlenwert, aufgeführt, sondern dienen uns lediglich zur Orientierung. Im Rahmen der textuellen Behandlung des Rezensionsexemplars werden die Bereiche in der Regel angesprochen.

Musik

Bei der Bewertung von Musikalben legen unseren Fokus auf folgende Bereiche:

  • Komposition, Arrangement und Lyrics
  • Musikalische Umsetzung, Performance der Instrumentalisten und Sänger
  • Qualität der Produktion (Sound, Mix, Mastering)
  • Kommerzielles Potential, Preis/Leistung, Spieldauer, Aufmachung des Produkts, Bonus-Material (sofern erwähnenswert), etc.

Die obigen Bereichsparameter werden in unseren Tests nicht gesondert, auch nicht als Zahlenwert, aufgeführt, sondern dienen uns lediglich zur Orientierung. Im Rahmen der textuellen Behandlung des Rezensionsexemplars werden die Bereiche in der Regel angesprochen.