Spieletest: Rise of Incarnates (PC)

1553 0 0 13. April 2015
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Und wieder einmal hat es Bandai Namco geschafft, sich in der Beat’em Up Szene mit einem neuen und innovativem System zu verewigen. Rise of Incarnates gehört zu den neueren Entwicklungen, die neben Tekken und Streetfighter in der Mediendokumentation total unterging und sich nun mit seinem Kampfstil und der Hilfe seiner Spieler einen eigenen Namen schaffen darf!

Aber was heißt “neu und innovativ”? Nun ja, im Gegensatz zu den meisten anderen Beat’em Up Games prügelt man sich hier zusammen mit einem Partner gegen zwei Gegner, die genauso wie ihr in einer 3D Umgebung zerstörter Städte darum kämpfen, mit Schusswaffen, Schwerten oder sonstigen Hilfsmitteln das Gegnerteam auszuschalten.

Gameplay

Gespielt wird auf einer der momentan drei Maps: London, Paris oder New York. Aufgrund der “Hintergrundgeschichte” des Settings sind diese jedoch nicht mehr die blühenden Metropolen, die sie einst waren, sondern nur noch ein Haufen Schutt und Asche.
12 Figuren stehen euch hier zur Auswahl, jeder mit einem eigenen Kampfstil versehen und (was das ganze natürlich um einiges interessanter macht) mit einer eigenen kurzzeitigen Transformation in seine Incarnation. Wie der Name des Spiels schon andeutet, handelt es sich bei den Kämpfern um altbekannte Namen und Reincarnationen von Odin, Ra, Loki und Co.

Ein weiterer neuer Punkt im Teambattle ist, dass nicht die einzelnen Charaktere einen Lebensbalken haben und KO gehen, sondern das Team.
Wählt man am Anfang einen Kämpfer aus, ist diesem von Grund auf eine “Stärke” zugeteilt. Insgesammt besitzt jedes Team 6 Lebensbalken.
Für jeden Stärkepunkt, den ein Charakter hat, wir ein Lebensbalken vom Team abgezogen, sollte dieser besiegt werden. Die Stärken gehen von 1 bis 3 und bieten einem somit die Möglichkeit, sein Team so zu gestalten, das mit zwei 3er Stärke Charaktere nach dem zweiten KO Schluss ist, die Kämpfer aber entsprechend austeilen und einstecken können oder auch eventuell zwei 1er Stärke Charaktere, die insgesammt sechs mal KO gehen müssen, bevor der Kampf endet.

Da es sich um ein Team aus Zwei handelt, kommt der schlichtweg wichtigste Punkt dieses Spiels nicht drumherum, die meiste Aufmerksamkeit zu bekommen. Das Stichwort lautet: Combo-Angriffe!
Durch das Ergänzen von zwei Kämpfern kommt es in diesem Spiel zu heftigen Angriffen, die von einem Partner gestartet werden und mit gutem Timing und Abspachen zu verherrenden Duo-Combos werden. Greift ein Spieler den Gegner an und schleudert ihn beispielsweise in die Luft, kann sein Partner (je nach Charakter) diesem Nachsetzen und ihm in der Luft noch einmal einige Tritte versetzen oder ihm aus der Ferne mit Fernkampfwaffen Feuer unterm Hintern machen. Dies Endet für die Schwächeren meist in einem sofortigen KO, sollte also auf eigener Seite vermieden werden!

Auch solo können sich die Kämpfer sehen lassen. Wärend des Kampfes lädt jeder eingehender oder gestarteter Angriff eine Energieleiste, die bei erreichen von 100% die Möglichkeit gibt, sich kurzzeitig in seine Inkarnation zu verwandeln und den Gegnern schwer zuzusetzen. Dabei werden die Angriffsstärke und Verteidigung stark erhöht und das ganze sieht auch noch richtig gut aus!

Grafik

Für einen F2P Titel (und obendrauf noch mit neuer Engine und neuem Kampfsystem versehen) sieht Rise of Incarnates nicht unbedingt schlecht aus, lässt aber die Details recht grob und körnig wirken. Die Schauplätze sind mit Trümmern übersäht, was aber nicht wirklich stört oder Deckung gibt, da diese einfach “überrannt” werden können, taktische Punkte sind nicht vorhanden und geben der Kulisse einfach nur einen faden Nachgeschmack, da man sich diese nie wirklich anschauen kann und man auch nicht auf sie achten braucht.
Die Charakterdesigns sind sehr gut gelungen, kommen aber aufgrund der körnigen Optik nicht wirklich gut zum Vorschein.
Auch die Effekte wirken eher plump und bieten wenig abwechslung. Wer also ein Effektspektakel erwartet, wird leider enttäuscht.

Eigene Meinung

Das Spiel bietet viele Grundlagen, auf denen aufgebaut werden kann, ist aber momentan eher unausgereift. So ist man beispielsweise nach erfolgreichem abschließen einer Kombo (oder erhalten) danach gezwungen, erstmal 3-4 Sekunden zu warten, bis der Gegner sich endlich wieder auf die Beine gerappelt hat, was dem Spielfluss einfach einen derben Dämpfer verpasst. Die Kämpfe sind mit dem Keyboard und der Maus kaum zu steuern, da man sich nicht mitten im Kampf einfach so eine Umsch + W + Rechte Maus zu einem Strg + A + Linke Maustaste Combo umwandelt, ohne das Timing zu versauen. Für Kontroller ist es bestimmt interessanter (und vor allem auch ausgelegt), Tastatur versagt jedoch deutlich.

Fazit

Für Beat'em Up Fans bestimmt eine nette Abwechslung, vor allem das es kostenfrei ist, für diejenigen, die sich dieses Genre gerne mal anschauen würden eher abschreckend. Das Grundgerüst steht, wenn die Feinheiten noch ausgearbeitet werden bestimmt ein guter Titel!

Gesamtwertung

50%

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