Spieletest: Quantum Break (Xbox One)

1521 0 2 14. April 2016
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Titel:Quantum Break
System:Xbox One
Label:Microsoft

Mit Quantum Break beschert uns Remedy den ersten richtigen AAA Exklusivtitel für die XBOX ONE. Und AAA ist das richtige Stichwort, denn das Spiel macht in sämtlichen Aspekten einen hochwertigen Eindruck, der das hohe Budget und die lange Entwicklungszeit rechtfertigt.
In Quantum Break schlüpfen wir in die Rolle von Jack Joyce und stehen vor der Aufgabe, unseren engen Freund Paul Seren davon abzuhalten, aufgrund eines missglückten Zeitmaschinen-Experiments das Ende der Zeit zu verursachen. Aufgrund der Folgen des fehlgeschlagenen Versuchs erlangt Jack die Fähigkeit, die Zeit zu manipulieren, was sich in in unserem Unterfangen als äußerst nützlich erweist.
Von da an wird die komplexe und interessante Story auf drei Ebenen weitergeführt.Die erste dieser Ebenen sind die Missionsabschnitte. Hier erleben wir die Story aus der Sicht von Jack, die unter anderem durch Dialoge und Cut-Scenes transportiert wird. Diese sind rundum gelungen, was nicht zu letzt an Shawn Ashmore´s großartiger Perfomance als Jack zu verdanken ist. Ein weiteres Element im Storytelling sind die Collectables, die anders als in vielen anderen Titeln kein nerviges Beiwerk sind , sondern eine kluge Erweiterung und Ergänzung der Story.
Beeinflusst werden all diese Aspekte auf der zweiten Ebene, den Junction Abschnitten. Hier finden wir uns am Ende jedes Aktes plötzlich in der Rolle unseres Freundes und Antagonisten Paul wieder, in der wir Entscheidungen zur Veränderung des Zeitverlaufs tätigen. Diese beeinflussen den Storyverlauf entscheidend,aber auch die Collectables verändern sich je nach getroffener Entscheidung. Außerdem hat unsere Auswahl in der Junction auch Auswirkungen auf die dritte Ebene des Storytellings, nämlich die TV- Serie.
Diese ist zwar nur ein optionaler Zusatz, dennoch ist es immer wieder ein netter Moment, seine eigenen In-Game Entscheidungen hier reflektiert zu sehen. Schwerpunkt der Serie ist die Geschichte von Paul, was euch eine zweite Sicht auf die Geschichte ermöglicht.
Wenige Momente im Spiel werden dem gebildeten Gamer trotz einer starken Entwicklung direkt Parallelen zu Remedy´s Vorgänger Titel Alan Wake auffallen. So gibt es immer noch die “Blurry”-Effekte, auch Teile des Gameplay lassen zurück erinnern. Natürlich hat sich grafisch und spielerisch einiges getan.
Das Gameplay besteht zum einen aus dem Gun-Play, welches in solider 3rd-Person Shooter Manier umgesetzt wurde, zum anderen aus den diversen Fähigkeiten. Hier weiß Quantum Break zu glänzen. Zwar sind es nur fünf Fähigkeiten, die ihr im Spiel Freischalten könnt, diese sind aber allesamt sehr einzigartig und Verfügen über mehrere intressante Upgrade-Möglichkeiten.
Grafisch überzeugt Quantum Break mit der Ausnahme von wenigen zu lange ladenden Texturen auf ganzer Linie. Die Charaktermodelle und (insbesondere) -gesichter sind schön anzusehen, die Effekte nett und die Umgebung detailiert und authentisch.
Ein kleiner Dämpfer ist jedoch die Spielzeit. Diese betrug in unserem Playthrough ca. 8 Stunden, was zwar nicht zu wenig, aber auch nicht wirklich viel ist. Aufgewertet wird das wiederum durch den hohen Wiederspielwert, den die Entscheidungen in der Junction sowie die unterschiedlichen Ansätze im Gamplay hergeben. Hierbei gibt es aber einen bitteren Nebengeschmack: Eure Entscheidungen in der Junction beeinflussen zwar die Handlung im Spiel und der TV-Serie, jedoch bleibt das Ende unverändert. Zwar hat Remedy aus Alan Wake gelernt und in Quantum Break ein klares und verständliches Ende eingebaut, jedoch ist es eine kleine Enttäuschung, keinerlei Einfluss darauf zu haben.
Quantum Break ist ein großartiger Titel, der sich vor der starken Konkurrenz im April absolut nicht verstecken muss. Eine spannende und komplexe Story, innovatives Storytelling, ein großartiger Cast sowie solides bis spaßiges Gameplay kombiniert mit einer schmackhaften Grafik machen Quantum Break zu einem der bisher besten Titel dieses Jahres. Auch wenn das standardisierte Ende einen mit einer kleinen Enttäuschung aus dem Abenteuer entlässt, solltet ihr es erlebt haben.

Fazit

Eines der bisher besten Titel dieses Jahres!
Grafik
92%
Sound
89%
Gameplay
86%
Steuerung
88%

Gesamtwertung

89%

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