Spieletest: Grand Ages: Rome

1581 0 0 1. März 2009
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Das römische Reich ging als mächtigstes Imperium der Antike in die Geschichte ein. Grund genug dachten sich die Entwickler ein weiteres Aufbauspiel dem Imperium Romanum zu widmen. Grand Ages Rome will die glorreichen Zeiten Caesars und Co. wiederbeleben und schickt uns in die genretypische Warenketten. Doch wird auch Grand Ages Rome als eines der besten in seiner Sparte eingehen, so wie es Rom einst tat?

Jeder fängt mal klein an

Auch Rom wurde nicht an einem Tag erbaut. Dieses Sprichwort ist in Grand Ages Rome gold wert, denn hier kümmern wir uns um den Aufbau einer Stadt und müssen uns um Wohnhäuser, Nahrung und Warenkreisläufe kümmern. Zudem besiedeln verschiedene Typen von Einwohner die antiken Städte: Die unterste Schicht sind die Plebejer. Sie sind vergleichbar mit Bauern, die die Grundlage unserer Siedlung bedeuten. Wir bieten ihnen Arbeitsplätze und Nahrung und sie holzen für uns Wälder ab und leeren die Goldminen. Die Einwohner siedeln sich in Grand Ages Rome jedoch nicht nach und nach an. Wir bauen ein Wohnhaus in der Nähe des Arbeitsplatzes und schon kümmern sich die Bewohner dieses Gebäudes, um diese Arbeit. Die zweite Schicht sind die Equites, die zusätzlich Unterhaltung fordern. Die letzte und höchste Schicht sind die Patrizier die auch noch Religion fordern und in der Nahrung ebenfalls wählerischer sind.

Unsere kleine Siedlung gedeiht allmählich und unsere Bewohner wuseln umher. Doch Moment warum sehen wir keine Schubkarren oder Träger, die die Waren ins Hauptgebäude tragen? In Grand Ages Rome werden die Ware nicht transportiert, sie werden “teleportiert”. Wir bauen eine Holzhütte und produzieren 60 Einheiten Holz, wenn wir nun ein paar Wohnhäuser bauen konsumieren wir gleichzeitig 50 Einheiten. Durch dieses System müssen wir uns um keine Transportwege den Kopf zerbrechen und wir widmen unsere ganze Aufmerksamkeit der bald aufblühenden Metropole.

Für den Senat und das Imperium

Nicht jeder wird auf den Thron geboren und auch wir haben leider nicht das Glück von Anfang an das ganze Reich zu steuern. Deswegen müssen wir in der Kampagne uns erstmal hocharbeiten. Auf einer Landkarte wählen wir zwischen verschiedenen Auftraggebern, die sehr schön vertont wurden. Die Aufgaben der jewiligen Auftraggeber grenzen sich stark ab. Der eine gibt uns militärische Einsätze, während die anderen vermehrt auf Handel und Aufbau setzen. Mit dieser Auswahl zwischen den Einsätzen kann jeder Spieler die Kampagne an seine Bedürfnisse anpassen.

Ein motiviertes Vorgehen ist wichtig, denn wenn wir Zusatzziele erfüllen, bekommen wir Geld für unser Privatvermögen, das wir in Anwesen investieren können, die uns Vorteile bringen. Mit jedem erfüllten Auftrag erhalten wir Fähigkeitspunkte die wir rollenspieltypisch in verschiedene Kategorien investieren, um beispielsweise das Forum kostenlos zu erbauen.

Legionäre und Prätorianer in Aktion

Die Kämpfe in Grand Ages sind eher nüchtern zu betrachten, denn wie in vielen Aufbauspielen spielt Krieg nur eine nebengeordnete Rolle. Doch bevor wir Militäreinheiten produzieren können, müssen wir uns um die Infrastruktur kümmern, was schonmal Zeit in Anspruch nimmt. Große Herre werden sie dabei seltener vor den Bildschirm bekommen, denn der Aufbau eines größeren Heeres benötigt viele Ressourcen und eine dementsprechend große Stadt.

Wenn wir uns jedoch mal ins Kampfgetümmel stürzen, darf man keine taktisch hohe Ansprüche erwarten. Unsere Legionen verkeilen sich mit dem Gegner und dann heißt es abwarten. Lediglich eine Spezialfähigkeit pro Einheit erfreut das Kämpferherz.

Prachtvolle Städte

Malereien an den Hauswänden, plappernde Frauen und herumspringende Kinder. Grand Ages Rome sprüht nur so von Liebe zum Detail. Auch die Landschaften können sich mit dem Aufbauprimus Anno 1701 messen. Grafisch bietet uns Grand Ages Rome ein hohes Niveau und mit den verschiedenen Wetterwechseln und dem langsane Wechsel von Tag zu Nacht möchten wir das Spiel gar nicht mehr aus der Hand geben.

Der Sound muss sich ebenfalls nicht verstecken. Jubelndes Publikum, schreiende Gladiatoren und sanfter Wellenschlag lassen uns vollends in die Antike abtauchen. Trotz aller Lorbeeren könnten die Kampfsounds etwas lebendiger sein.

Fazit

Auch wenn Grand Ages Rome das Rad nicht gerade neu erfindet, konnten wir so manchen Tag im virtuellen Rom verbringen. Die stimmigen Siedlungen, die gutvertonten Dialoge und das einfach Warensystem haben es uns angetan, da verzeihen wir auch den etwas schwächer geratenen Kampfteil.
Grafik
87%
Sound
81%
Gameplay
80%
Steuerung
85%

Gesamtwertung

84%

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