Spieletest: God of War 3 (PS3)

2442 0 0 18. April 2010
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Titel:God of War 3 (ungeschnitten)
EAN:0711719158066
System:PlayStation 3
USK:Freigegeben ab 18 Jahren
Label:Sony Computer Entertainment
Release:2010-03-19

Kratos ist zurück und schlägt mit voller Wucht den ganzen Olymp zu klump. God of War 3 bietet ca. 10 Stunden Spielspaß auf höchstem Niveau, zwingt den Spieler aber auch durch einige kleine Ungereimtheiten öfters mal in die Knie.

Kratos gegen die komplette griechische Saga

Der Anfang von God of War 3 ist der absolute Wahnsinn und „leider“ auch schon der spielerische Höhepunkt. Das Niveau des Beginns wird im ganzen Spiel nicht mehr erreicht, dennoch bietet God of War 3 viele Momente die es so besonders machen. Im zweiten Teil der God of War Saga, hatte sich Kratos mit den Titanen verbündet, um Sie bei der Jagd auf Zeus zu unterstützen. Man beginnt auf dem naturverbundenen Titanen Gaia. Ja richtig gehört, der erste Level spielt nicht irgendwo auf dem Boden oder in einer Höhle, nein der erste Level spielt auf einem Titanen der stetig dem Olymp entgegenklettert. Der Untergrund lebt und bebt. Ist der Spieleinstieg bei Dantes Inferno mit einem Big Mac zu vergleichen, so ist God of War 3 ein Doppel-Whooper mit Extrakäse. Selten wird ein Einstieg in ein Spiel so begonnen, ja teilweise sind die Ausstiege in manchen Spielen nicht einmal halb so spektakulär. Dank wilder Kamerafahrten und toller orchestraler musikalischer Untermalung steht der Spieler sofort mitten im Game. Das ist wirklich phänomenal und zeigt eine der vielen Facetten die uns das Medium Videospiele bieten kann.

Die Macht ist groß in Kratos, aber das Rachegefühl das in antreibt ist auch nicht zu verachten. So metzelt er die Creme de la Creme der griechischen Mythologie nieder und das teilweise äußerst brutal. Egal ob Poseidon, Hermes oder am Ende Zeus, jeder bekommt sein Fett ab und manche auch in der 1st-Person Perspektive. Vom Gewaltfaktor her bewegt sich God of War 3, an der Grenze des blutigen Geschmacks (und manchmal auch darüber). Außenstehende könnten meinen das Spiel zieht seine Faszination nur aus den brutalen Exzessen seines Protagonisten, aber God of War 3 bietet den Göttern sei Dank, mehr als nur Gewalt an virtuellen Medusas.

Maximale Spielbarkeit vs. Zerstörung des Nervenkostüms

Abwechslung wird groß geschrieben bei God of War 3. Kratos wird es nie langweilig, auch wenn er immer grimmig und genervt schaut. Die Kulissen sind insgesamt sehr gut gelungen und man könnte teilweise von den Szenen Screenshots schießen und sich an die Wand hängen, so schön ist alles entworfen. Egal ob der Olymp, die tiefen des Hades oder auch kurz vor dem Ende, die Reise in das nennen wir es mal Gewissen (oder seine Seele?) von Kratos, das Spiel ist gestalterisch durchweg gelungen. Der Spieler wird sich immer wieder dabei erwischen, einfach mal den Stick nicht mehr durchzudrücken, sondern stehen zu bleiben und zu staunen.

Absolut klasse ist die Spielbarkeit. Hier geht wirklich alles super locker von der Hand, obwohl die mehrfache Knopfbelegung nicht von schlechtern Eltern ist. Kratos lässt allerlei Attacken vom Stapel, setzt gewonnen Fähigkeiten, wie die Stiefel des Hermes, gegen seine Gegner ein, wechselt dabei blitzschnell die Waffen und ebnet seinem Gegner den Weg in die griechische Hölle ziemlich flott. Während der Attacken kann auch mehrfach die Waffe gewechselt werden, so sind 50er Kombos kein Problem. Das Kampfsystem fühlt sich einfach perfekt an und bietet dem Spieler eine Vielzahl von Kombinationsmöglichkeiten. Man hat jederzeit das Gefühl, Herr von Kratos zu sein, obwohl dieser keine Herren die über Ihm stehen duldet. Neben der Spielbarkeit passen auch die Rätsel. Hier wird von Kisten verschieben bis zum räumlichen Denken, dem Spieler einiges abgefordert. Überhand nimmt es aber glücklicherweise nicht, Kratos ist ja auch ein Kriegsgott und kein Rätselfanatiker. Aber eins sollte jedem klar sein. Wer in irgendwelchen Spielbereichen Innovationen sucht, wird hier nicht fündig. Ist aber überhaupt nicht schlimm, God of War 3 will keinen Innovationspreis gewinnen, sondern die perfekte Spielbarkeit steht seit jeher im Vordergrund. Hier zeigt Kratos der Konkurrenz wo die Chaosklingen hängen.

Kratos ist einer der coolsten Antihelden, die das Gaminguniversum bietet. Der Mann marschiert das ganze Spiel über, springt, fliegt, rätselt und kämpft. Das macht er größtenteils echt super, aber wenn dieses Wort „aber“ nicht wäre. Sagen wir es mal so. Von den 10 Stunden Spielzeit ging locker und das ist kein Scherz – Kratos macht keine Scherze – mindestens “1” Stunde für Passagen drauf die man immer wieder wiederholen musste. Während dieser Szenen denkt man des Öfteren, das der größte Gegner von Kratos nicht Zeus ist, sondern das Trial & Error Prinzip. Zig mal versucht man sich an einem Sprung, zig mal scheitert man an diesem. Das zehrt wirklich sehr am Nervenkostüm und man würde gerne den Controller in die Ecke feuern. Das passiert aber nicht, weil zum einen Controller nicht gerade billig sind und zum anderen das Spiel einfach einen Spielbarkeits-Flow innehat, der den Spieler immer wieder an den Controller zwingt. Zur Fairness sei aber gesagt, dass die Rücksetzpunkte sehr gut gesetzt sind und man kaum mal lange Passagen nachspielen muss.

Technisches Meisterwerk in der Musik steckt

Okay, God of War 3 ruckelt manchmal ein kleines bisschen und zudem sind manche Texturen wirklich nicht gut. Das ist aber egal, den im Gesamten ist die visuelle Seite süßer als griechischer Zucker. Gigantische Endgegner für die man eigentliche mehrere LCDs braucht, Hintergründe & Kulissen die einem den Atem rauben und ein Gegnerdesign was einen immer wieder überrascht. Die cineastische Präsentation ist mehr als gelungen und zeigt was die Entwickler auf dem Kasten haben. Leider verliert die Kamera Kratos manchmal aus den Augen. Aus den Ohren geht aber nichts verloren, den der Sound fügt sicher wunderbar ins Gesamtbild. Von ruhigen Tönen bis zu wütenden und antreibenden Orchesterklängen, God of War 3 bietet die ganze Bandbreite an Audiomitteln, um den Spieler zu begeistern. Neben der deutschen Sprachausgabe, kann der Spieler auch auf die englische zurückgreifen. Die deutschen Stimmen passen größtenteils sehr gut zu den Charakteren, da gibt es eigentlich nichts zu meckern. Gegen die englische Synchronisation kommt diese leider dann doch nicht an. Hier passt einfach alles, die Stimmen sind wirklich alle perfekt gewählt und gerade Kratos hört sich noch cooler an, als in der deutschen Version.

Kratos gegen die komplette griechische Saga

Der Anfang von God of War 3 ist der absolute Wahnsinn und „leider“ auch schon der spielerische Höhepunkt. Das Niveau des Beginns wird im ganzen Spiel nicht mehr erreicht, aber die Messlatte ist eine andere als bei den Konkurrenzprodukten. Im zweiten Teil der God of War Saga, hatte sich Kratos mit den Titanen verbündet, um Sie bei der Jagd auf Zeus zu unterstützen. Man beginnt auf dem naturverbundenen Titanen Gaia. Ja richtig gehört, der erste Level spielt nicht irgendwo auf dem Boden oder in einer Höhle, nein der erste Level spielt auf einem Titanen der stetig dem Olymp entgegenklettert. Der Untergrund lebt und bebt. Ist der Spieleinstieg bei Dantes Inferno mit einem Big Mac zu vergleichen, so ist God of War 3 ein Doppel-Whooper mit Extrakäse. Selten wird ein Einstieg in ein Spiel so begonnen, ja teilweise sind die Ausstiege in manchen Spielen nicht einmal halb so spektakulär. Dank wilder Kamerafahrten und toller orchestraler musikalischer Untermalung steht der Spieler sofort mitten im Game. Das ist wirklich phänomenal und zeigt eine der vielen Facetten die uns das Medium Videospiele bieten kann.

Die Macht ist groß in Kratos, aber das Rachegefühl das in antreibt ist auch nicht zu verachten. So metzelt er die Creme de la Creme der griechischen Mythologie nieder und das teilweise äußerst brutal. Egal ob Poseiden, Hermes oder am Ende Zeus, jeder bekommt sein Fett ab und manche auch in der 1st Person Perspektive. Vom Gewaltfaktor her bewegt sich God of War 3, an der Grenze des blutigen Geschmacks (und manchmal auch darüber). Außenstehende könnten meinen das Spiel zieht seine Faszination nur aus den brutalen Exzessen seines Protagonisten, aber God of War 3 bietet den Göttern sei Dank, mehr als nur Gewalt an virtuellen Medusas.

Maximale Spielbarkeit vs. Zerstörung des Nervenkostüms

Abwechslung wird groß geschrieben bei God of War 3. Kratos wird es nie langweilig, auch wenn er immer grimmig und genervt schaut. Die Kulissen sind insgesamt sehr gut gelungen und man könnte teilweise von den Szenen Screenshots schießen und sich an die Wand hängen, so schön ist alles entworfen. Egal ob der Olymp, die tiefen des Hades oder auch kurz vor dem Ende die Reise in das nennen wir es mal Gewissen von Kratos, das Spiel ist gestalterisch durchweg gelungen. Der Spieler wird sich immer wieder dabei erwischen, einfach mal den Stick nicht mehr durchzudrücken, sondern stehen zu bleiben und zu staunen.

Absolut klasse ist die Spielbarkeit. Hier geht wirklich alles super locker von der Hand, obwohl die mehrfache Knopfbelegung nicht von schlechtern Eltern ist. Kratos lässt allerlei Attacken vom Stapel, setzt gewonnen Fähigkeiten, wie die Stiefel des Hermes, gegen seine Gegner ein, wechselt dabei blitzschnell die Waffen und ebnet seinem Gegner den Weg in die griechische Höhle ziemlich flott. Während der Attacken kann auch mehrfach die Waffe gewechselt werden, so sind 50er Kombos kein Problem. Das Kampfsystem fühlt sich einfach perfekt an und bietet dem Spieler eine Vielzahl von Kombinationsmöglichkeiten. Man hat jederzeit das Gefühl Herr von Kratos zu sein, obwohl dieser keine Herren die über Ihm stehen duldet. Neben der Spielbarkeit passen auch die Rätsel. Hier wird von Kisten verschieben bis zum räumlichen Denken, dem Spieler einiges abgefordert. Überhand nimmt es aber glücklicherweise nicht, Kratos ist ja auch ein Kriegsgott und kein Rätselfanatiker. Aber eins sollte jedem klar sein. Wer Innovationen sucht, wird hier kaum fündig. Ist aber überhaupt nicht schlimm, God of War 3 will keinen Innovationspreis gewinnen, sondern die perfekte Spielbarkeit steht seit jeder im Vordergrund. Hier zeigt Kratos der Konkurrenz wo die Chaosklingen hängen.

Kratos ist einer der coolsten Antihelden, die das Gaminguniversum bietet. Der Mann marschiert das ganze Spiel über, springt, fliegt, rätselt und kämpft. Das macht er größtenteils echt super, aber wenn dieses Wort „aber“ nicht wäre. Sagen wir es mal so. Von den 10 Stunden Spielzeit ging locker und das ist kein Scherz – Kratos macht keine Scherze – mindestens 1 Stunde für Passagen drauf die man immer wieder wiederholen musste. Während dieser Szenen denkt man des Öfteren, das der größte Gegner von Kratos nicht Zeus ist, sondern das Trial & Error Prinzip. Zig mal versucht man sich an einem Sprung, zig mal scheitert man an diesem. Das zehrt wirklich sehr am Nervenkostüm und man würde gerne den Controller in die Ecke feuern. Das passiert aber nicht, weil zum einen Controller nicht gerade billig sind und zum anderen das Spiel einfach einen Spielbarkeits-Flow innehat, der den Spieler immer wieder an den Controller zwingt. Zur Fairness sei aber gesagt, dass die Rücksetzpunkte sehr gut gesetzt sind und man kaum mal lange Passagen nachspielen muss.

Technisches Meisterwerk in der Musik steckt

Okay, God of War 3 ruckelt manchmal ein kleines bisschen und zudem sind manche Texturen wirklich nicht gut. Das ist aber egal den im Gesamten ist die Visuelle Seite, süßer als griechischer Zucker. Gigantische Endgegner für die man eigentliche mehrere LCDs braucht, Hintergründe & Kulissen die einem den Atem rauben und ein Gegnerdesign was einen immer wieder überrascht. Die Cineastische Präsentation ist mehr als gelungen und zeigt was die Entwickler auf dem Kasten haben. Leider verliert die Kamera Kratos manchmal aus den Augen. Auch der Sound fügt sicher wunderbar ins Gesamtbild. Von ruhigen Tönen bis zu wütenden und antreibenden Orchesterklängen, bietet God of War 3 die ganze Bandbreite an Audiomitteln, um den Spieler zu binden. Neben der deutschen Sprachausgabe, kann der Spieler auch auf die englische zurückgreifen. Die deutschen Stimmen passen größtenteils sehr gut zu den Charakteren, da gibt es eigentlich nichts zu meckern. Gegen die englische Synchronisation kommt es leider dann doch nicht an. Hier passt einfach alles, die Stimmen sind wirklich alle perfekt gewählt und gerade Kratos hört sich noch cooler an, als in der deutschen Version.

Fazit

Rasant, Brutal, Monumental. Das sind nur einige der vielen Worte, wo auf God of War 3 zutreffen. Das Spiel bereichert auch im dritten Teil das Genre, auch wenn nicht viel Neues geboten wird. Das Spiel ist abwechslungsreich, perfekt spielbar und ist visuell insgesamt eine Augenweide. Was aber wirklich unnötig ist, sind die nervigen Passagen die einen wirklich einiges an Geduld abverlangen und das ist auch der Grund warum Kratos der 90er Wertungsolymp verwehrt bleibt. Aber dennoch sei gesagt: God of War 3 ist ganz großes Kino fürs Wohnzimmer, 89% hin oder her. Pflichttitel für alle volljährigen Playstation 3 Besitzer!
Grafik
90%
Sound
93%
Gameplay
89%
Steuerung
92%

Gesamtwertung

89%

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