Zoom – Paparazzi im Einsatz

1207 0 2 24. September 2008
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Stell dir vor du bist ein junger, aufstrebender aber reichlich unbekannter Fotograf und hast die Chance in die Welt des Glamour, Jetsets und in das Rampenlicht einzutreten. Deine Aufgabe: Zur richtigen Zeit am richtigen Fleck zu sein und den Finger immer locker am Auslöser. Allerdings gibts jede Menge Konkurrenz, du wirst dich also behaupten müssen. Soweit die Rahmengeschichte zu “Zoom – Paparazzi im Einsatz”.

An die Knipser – fertig – los!

Nach der Installation und einem etwas langweiligen Tutorial, in dem man den Spieler erklärt welches die Grundregeln für den Beruf des Paparazzo sind. Im Wesentlichen gilt es von bestimmten Situationen auf Partys und Events Fotos zu schießen. In insgesamt 15 Missionen muss man dann sein taktisches Geschick unter Beweis stellen, denn man sollte sich tunlichst nicht von den Promis oder schlimmer noch von deren Bodyguards erwischen lassen.

Normale Fotos von Promis bringen keine Kohle, aber von Zeit zu Zeit machen die VIPs irgendwelche seltsamen Dinge (z.B. ausgelassenes Tanzen, Promi stürzt, etc.) und diese spontanen Bilder bringen durchaus mehr Geld aufs Konto. Immer wenn so etwas passiert leuchten zwei grüne Pfeile über den Vips und signalisieren so, dass was los ist bei denen. Dann heißt es schnell hin, Kamera möglichst unbemerkt zücken und abdrücken. Die Steuerung ist im Übrigen auf das Notwendigste beschränkt. Von daher ist sie schnell erlernbar und nicht sonderlich komplex.

Ego-Shooter mit Kamera

Spielerisch erinnert das Spiel nicht nur wegen seiner Steuerung (WASDX) an Ego-Shooter, denn man rennt im Stile seines Lieblingsshooters auf der Party herum, zückt seine Waffe…ähm…Kamera und dann geht das Gerenne weiter. Dabei entwickelt das Spiel durchaus seinen ganz eigenen Reiz ohne jedoch gänzlich überzeugen zu können. Besonders die Animationen der abzulichtenden Stars sind nicht besonders gelungen und wirken einfach nur starr und unmenschlich.

Ansonsten aber muss man den Machern wirklich ein Lob aussprechen. Die Idee ist sehr gut und auch die Umsetzung derselben ist okay, es gibt eben nur noch Verbesserungspotentiale. Bessere Animationen, etwas mehr Tiefgang bei den Missionen und auch die Einleitung sollte bedeutend spannender inszeniert werden. In einer Bar die Grundregeln des Handwerks erklärt zu bekommen ist nicht besonders spannend. Daneben ist die Grundidee aber sehr innovativ.

Grafik und Sound

Die Grafik im Spiel ist der größte Kritikpunkt. Die besagten Animationen sind nicht überzeugend und auch der Detailgrad der Umgebung und der Objekte kann nicht mit den heutigen Standards mithalten. Das merkt man vor allem an schattigen Plätzen wo nur noch Dunkelheit herrscht und etwas mehr von den guten Schatteneffekten aus Ego-Shooter-Produktionen erwünscht wäre.

Soundtechnisch bewegt sich das Spiel auch eher im Mittelfeld, denn die Hintergundmusik ist dezent nervig und wirkt wenig inspiriert. Die Soundeffekte im Spiel sind hingegen ziemlich gelungen auch wenn mehr Umgebungsgeräusche (z.B. Vögel, Wind, etc.) gut getan hätten. Die Sprachsequenzen der Promis sind in sehr guter Qualität, zwar oft ziemlich sinnfrei, aber wenn man sich eine reale Paris Hilton so anhört, kommt man schon ins Zweifeln, ob das Spiel nicht doch ziemlich realistisch sein könnte.

Fazit

Hätte, wäre, wenn. "Zoom - Paparazzi im Einsatz" ist leider ein gutes Beispiel für eines jener Spiele, für die wir gerne 80 Punkte und mehr vergeben hätten, weil eine innovative Grundidee vorliegt und das Spielprinzip echt Spaß macht. Leider sind es die technischen Einschränkungen, die höhere Wertungen unmöglich machen. Sehr schade. Vielleicht kann dieser Test dazu beitragen, dass sich die Macher nochmals an einen Tisch setzen, über ihre Möglichkeiten sprechen und mit "Zoom 2" dann einen Titel auf den Markt bringen, bei dem auch wir dann nicht mehr kleinlich sein wollen. Sehr, SEHR schade...
Grafik
50%
Sound
52%
Gameplay
82%
Steuerung
83%

Gesamtwertung

65%

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