Yu-Gi-Oh! – World Championship Tournament 2007

1468 0 1 24. September 2008
Gefällt mir!

Titel:Yu-Gi-Oh! - World Championship Tournament 2007
EAN:4012927082126
System:Nintendo DS
USK:Freigegeben ohne Altersbeschrnkung
Label:Konami Digital Entertainment GmbH
Release:2007-04-26

5 TV – Staffeln, eine Zusatzstaffel, über 25 Konsolenspiele und sogar einen internationalen Kinofilm – so wie eines der weltweit bekanntesten Card-Trading-Games. Die Rede ist hier natürlich von Yu-Gi-Oh!, einem ursprünglich 1996 erstmals auftauchenden Manga, das es immerhin zu 38 veröffentlichten Büchern bringt. Und die Erfolgsstory möchte nicht abreißen. Eine neue Serie läuft bereits in Deutschland, das Kartenspiel boomt und verschafft somit Konami Rekordeinnahmen. Und es ist kein Ende in sicht.
“Yu-Gi-Oh! World Championship 2007” ist die “offizielle Software der Weltmeisterschaft 2007”. Und eines der neuesten Spiele der Serie für den Nintendo DS. Neue Software, mehr Karten und…mehr Spaß ?

It is time…to duel !!

Für alle Freunde der Fernsehserie bzw. des Mangas gleich zu Beginn eine enttäuschende Nachricht : in diesem Spiel gibt es keine Story ! Man hangelt sich im Prinzip von Duell zu Duell. Doch so einfach ist das nicht. Denn selbst im Einzelspielermodus erwartet einen etliche Stunden an Spielspaß. So gibt es neben dem Standartduellmode noch den “Herausforderungsmodus”. Dort gibt es 60 “limitierten Duelle” (“benutze in deinem Deck nur Zombiekarten” oder “Monsterkarten verboten !”), 60 “Themenduelle” (“führe 10 mal eine Tributbeschwörung durch” oder “aktiviere und benutze die Karte Exodia Necross”), so wie mindestens 50 “Duell Puzzle” (plus noch ein paar zum Download bereitstehende Puzzle), bei denen man mit den vorgegebenen Karten noch im selben Zug gewinnen muss. Und zu guter Letzt haben wir hier noch den “LP Survival Modus”, bei dem man mit den Lebenspunkten des Vormatches das nächste bestreiten muss – und für einen Sieg immer mehr DP bekommt – das Zahlungsmittel des Spiels.

Aller Anfang ist schwer…

Alle Herausforderungen auf lvl 1, alle Gegner auf lvl 1 und doch…ist alles nicht so leicht, wie man es sich erhofft. Im “freien Duell” heißt der erste Gegner “geflügelter Kuriboh” – ein Gegner, der im späteren Spiel keinerlei Problem mehr darstellt. Doch jetzt, am Anfang, mit den 40 Karten im Starterdeck stellt er eine ernsthafte Bedrohung für die Ehre eines jeden Yu-Gi-Oh! Spieler dar. Denn es hängt nur davon ab, wie Fortuna das Deck gemischt hat und welche Karten man nun auf der Hand hält. Nicht, dass das im späteren Spiel nicht mehr der Fall ist, doch sind irgendwann alle Karten, natürlich der Deckidee des eigenen Deck entsprechend, brauchbar.

Doch ist das Starterdeck ein zusammengewürfelter Haufen von – zugegeben durchaus brauchbaren – Karten, die jedoch keinerlei Strategie folgen. Doch hat man sich erst mal durch die Anfangsprobleme durchgespielt, die ersten DP bekommen (die man vorallem durch das Gewinnen von Duellen – aber auch durch das lösen der Herausforderungen bekommt) und den ersten Booster aufgemacht, dann steht doch recht schnell ein brauchbares Deck, dass in jeder Situation (zumindest theoretisch) brauchbare Karten hervorzaubern kann.

Let’s get ready…

Das Spiel kann komplett mit dem Stylus gespielt werden. Man muss quasi so gut wie niemals auf eine Taste des Nintendo DS’ zurückgreifen – allerhöchstens mal die B-Taste, um aus einem Menü zurückzukehren. Doch wenn man möchte, muss man auch niemals den Stylus benutzen, denn das Spiel kann auch komplett über die Tastatur gespielt werden. Dies dauert etwas länger, da man mit den Pfeiltasten zwischen den Karten hin und her schalten muss, doch wer das lieber mag, der kann dies tun.
Auch das Regelwerk muss man nicht unbedingt kennen, da es eine wirklich gute Einleitung in das Spiel so wie einen Glossar gibt in dem so ziemlich alles, was es zu wissen gibt, durch Beispiele erläutert wird. So kann selbst ein blutiger Anfänger durch die Tutorials zu einem großen Duellanten heranwachsen.

Spielen, spielen, spielen…

Neben den 60 “Standartcomputergegnern”, die man mit der Zeit freischalten kann, stehen außerdem noch beinahe endlose “Ghost”-Daten zur Verfügung, die man sich aus dem Internet herunterladen kann. Das sind die Decks von anderen Spielern, gegen die man dann nicht nur Online, sondern auch offline (dann jedoch vom Computer gesteuert) spielen kann. Hat man also alle Computergegner besiegt (um die nächste Stufe zu erreichen, muss jeder Gegner mindestens 10 mal besiegt werden) und alle Herausforderungen gemeistert, alle Download-Zusatzspiele absolviert und sich durch mühsame Kleinstarbeit und Unmengen von DP-Verschleuderung alle 1600 Karten erkauft und somit weit über 100 Stunden vorm DS gesessen…dann hat man noch kein einziges Online – Match gespielt.

Und dieses Spiel ist eigentlich letztendlich NUR für den Online-Modus bzw. dem Wi-Fi Modus gedacht. Es hat das neueste Regelwerk, kennt alle “restrictete” (nur ein – bzw zweimal spielbar) und alle “gebannte” (nicht erlaubte) Karten nach den verschiedenen Turnierregeln der letzten Jahre. Und nicht umsonst wird es als “offizielle Software der Weltmeisterschaft 2007” tituliert. Also stürzt man sich via HotSpot oder sonstiger Verbindung ins Internet und spielt, baut sein Deck um, probiert es erneut gegen menschliche Gegner, feilt weiterhin, probiert wieder, wechselt die eine Karte zu Gunsten einer anderen aus und spielt, spielt, spielt…
Pro gewonnenes Duell bekommt man nicht nur eine gewisse Anzahl von DP (die übrigens von den “Duellpunkten” des Gegners abhängt), sondern bekommt auch Punkte für das Ranking – sei es national, international, von heute, der laufenden Woche oder insgesamt. All das kann nämlich in der Onlineliste nachgelesen werden.

Es dudelt und man erkennt die Karten – was will ich mehr ?!

Nun, so einfach ist es leider dann doch nicht. Denn die Grafik wird wahrlich keinen vom Hocker hauen. Das Duellfeld ist eine Mischung aus 2D – Kartenfeld und den in 3D beschworenen Monstern. Ab und an kommt eine kecke Bemerkung durch eine Sprechblase vom Gegner und ab und an gibt es eine kleine Lichtshow bei speziellen/besonderen Karten – doch alles in allem erscheint die Grafik doch eher wie auf dem GBA – allerhöchstens eine Nuance besser.

Auch der Sound ist eher gewöhnungsbedürftig. Oder sagen wir besser : Geschmackssache. Wenn man sich also von der ewigen Dudelei nicht belästigt fühlt, dann kann man Spaß dran haben – oder man spielt einfach ohne Musik. Wie sagte schon einst Platon : Jedem das Seine !

Fazit

Nun, etwas Süßes gibt es zwar nicht, doch kann man zumindest den Rest im Spiel finden. Die Herausforderungen sind zwar ein netter Zeitvertreib und man kann dadurch viel über die Karten und diversen Strategien im Spiel lernen, doch sind sie nur Nebensache. Auch die Duelle gegen den Computer sind eher zweitrangig. Der Computer agiert zwar ziemlich schlau und kann sich ziemlich gut anpassen, doch hat ein Computergegner immer zwei Schwächen : Ihm fehlt die Irrationalität eines menschlichen Gegenspielers und er ist berechenbar. So auch hier - nach einiger Zeit hat man rausbekommen, WIE die künstliche Intelligenz ein bestimmtes Deck spielt und kann dementsprechend dagegen vorgehen. Die Stärke des Spiels liegt jedoch ganz klar im Mehrspielermodus. Man findet hier gute Spieler, Spieler die noch Erfahrung suchen, Spieler die mal was ganz verrücktes probieren wollen, Spieler die konventionelle Decks testen, Spieler die einfach nur spielen wollen, und, und, und...! Man kann gegen Spielern aus seiner Freundesliste antreten oder gegen zufällige Spieler, die entweder an das eigene Wunschregelwerk angepasst sind, im eigenen Rankingbereich liegen oder gegen Spieler, die einfach nur Spieler sind. Hier ist also für jedem etwas dabei. Wenn einem also die Sounds nicht auf die Nerven gehen und einem die mittelmäßige Grafik nicht den Spielspaß raubt, dann kann man hier wirklich ein "gutes" Spiel spielen.
Grafik
65%
Sound
55%
Gameplay
97%
Steuerung
98%

Gesamtwertung

85%

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.