World War II: Battle over the Pacific

1558 0 0 24. September 2008
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Titel:World War II: Battle over the Pacific
EAN:5036675010827
System:Sony PSP
USK:Freigegeben ab 12 Jahren
Label:THQ Entertainment GmbH
Release:2008-07-25

Den Titel “WWII: Battle over the Pacific” dürfte dem einen oder anderen bereits bekannt vorkommen. Schliesslich kam das Game für die PS2 bereits 2006 auf den Markt wurde damals aber zumindest von der Presse kaum beachtet. Grund genug für uns diese Arcade-Flugsimulation genauer unter die Lupe zu nehmen, denn gerade für unterwegs müsste das doch eigentlich ein Riesenspass sein. Auch die Verpackung verspricht so einiges. Also: Fliegerkappe angeschnallt und ab die Post!

Vom Training in den Krieg

Nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 traten am Folgetag die USA in den sogenannten Pazifikkrieg ein. Das Hauptmerkmal dieses Kriegsschauplatzes war der Kampf auf offenen Gewässern, im Gegensatz zu den Schlachten in Europa waren hier vor allem die Kriegsmarine und die Luftwaffe gefragt. In “WWII: Battle over the Pacific” schlüpft man so in die Haut eines jungen Piloten, der kaum die Zeit hatte seine Ausbildung am Steuerknüppel zu absolvieren und sofort ins Cockpit befördert wird, um den Himmel zu säubern.

Man ist gut beraten zunächst ein paar Traningsmissionen zu absolvieren. Hier lernt man in aller gegebenen Kürze die Landung auf einem Flugzeugträger (der Start erfolgt immer automatisch), das Ausspionieren feindlicher Stellungen und den Angriff auf Flugzeuge und Schiffe. Schnell wird man hier auch feststellen, wie einfach und intuitiv die Steuerung gehalten ist. Angenehm, denn nur nach wenigen Minuten ist die komplette Steuerung ins kerosingeladene Blut übergegangen. Mit den Schultertasten feuern, mit dem Dreieck beschleunigen, mit dem X abbremsen und mit der Analogtaste steuern. Einfacher gehts kaum und das erleichtert den Spieleinstieg ungemein.

Fight, Baby! Fight!!!

Auch das Gameplay hat diese Einfachheit übernommen. Wie komplex sind die Landungen bei anderen Simulationen? Hier nicht! Die Landung wird simuliert, indem man durch eine Art “Tunnel” auf den Flugzeugträger zufliegt. Gelingt einem der Anflug ohne Fehler landet man fast automatisch. In den anderen Missionen muss man mal ein feindliches Schiff versenken, mal die Flugzeuge am Himmel abschiessen. Trifft man das Objekt wird eine Schadensanzeige angezeigt, so weiß man wie lange man das Ziel noch unter Feuer nehmen muss. Meist reicht es um eine Radarstation oder ein Kriegsschiff eine schnelle Runde zu drehen, um sich wieder in die perfekte Schussposition zu bringen. Nur zu tief fliegen sollte man nicht: Schlägt man auf, gilt die Mission als verloren und man beginnt von vorne.

Besonders die Dogfights am Himmel können recht anspruchsvoll sein. Die Gegner sind flink und nehmen einen auch gerne unter Beschuss. Da heisst es: Haken schlagen wie ein Hase auf der Flucht und immer auf das Radar und die Richtungszeiger achten, die einem die Feinde anzeigen. Sollte einem mal der Sprit ausgehen oder die Schadensanzeige des eigenen Fliegers zu hoch sein, landet man auf dem Träger und kann auftanken bzw. den Schaden reparieren lassen.

Grafik und Sound

Grafisch macht das Game eigentlich einen guten Eindruck. Gespielt wird in der 3D-Verfolgersicht und man kann sich relativ frei auf dem Gelände bewegen. Himmel, Wolken, Landschaften und natürlich die Kriegsgeräte können sich durchaus sehen lassen und machen einen guten Eindruck, insbesondere für ein Arcadegame. Die Hintergrundstory rund um den jungen Piloten wird anhand einiger Standbilder mit Textpassagen weitergeführt. Das ist etwas langweilig, insbesondere das Missionsbriefing kommt hier schlecht weg. Karten oder Infos zur Mission gibt es kaum. Das hätte man vielleicht etwas ausbauen können. Ansonsten aber ein guter Eindruck…

Der Sound ist leider nicht ganz so gelungen und führt auch zu einem gewissen “Höhenverlust” – also Punktabzug. Das liegt weniger an dem Soundtrack zum Spiel, sondern eher an den quäkenden Soundeffekten, die die kleine PSP etwas überfordern. Es scheppert und rattert nur so wenn man auf ein Kriegsschiff zufliegt und dieses kräftig unter Beschuss nimmt. Das mag zwar so gewollt sein, aber es führt letztlich einfach nur dazu, dass man die Lautstärke schon sehr schnell aufs Minimum einstellt. Das wiederum war sicher nicht so geplant.

Fazit

"WWII: Battle over the Pacific" ist ein recht gelungener Arcade-Actionflieger. Das Missionsdesign ist abwechslungsreich und die Steuerung ist einfach und präzise. Einzig die Soundkulisse will sich dem ansonst guten Gesamtbild nicht anpassen. Aber davon abgesehen besonders für unterwegs ein launiges Unterfangen. Seltsam, dass das Spiel so wenig Beachtung gefunden hat. Hoffentlich kann dieser Test, das zumindest ein wenig ändern und der eine oder andere Fan des Genres erkennt das Potential!
Grafik
81%
Sound
51%
Gameplay
80%
Steuerung
89%

Gesamtwertung

76%

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